Schaltet 2 1/2 Zoll Platte v selbst ab?

Hallo, irgendwo habe ich früher mal gelesen, daß sich 2 ½ Zoll Platten, weil sie ja meist für Laptops eingesetzt werden, von alleine nach einigen Minuten abschalten, also ohne irgendwo ins Powermanagement des PCs einzugreifen. Und ich meine, ich habe das mal vor einiger Zeit genauer verfolgt, es hat funktioniert. Jedenfalls in meiner Erinnerung.

Ich verwende aber auch in meinem normalen Desktop ausschließlich solche 2 ½ Zoll Platten, und würde erwarten, die schalten selbstverständlich auch ab.

Dabei habe ich gestern bei meiner Konfiguration (fest im PC eingebaut eine 2 1/2 Zoll Platte, auf der das Betriebssystem etc. läuft, und eine externe 2 ½ Zoll Platte, über USB oder firewire angebunden, auf der alle Nutzdaten sind) festgestellt, daß zumindest die externe Platte nie abschaltet. Wirklich nie!!, d.h., selbst wenn der PC runtergefahren ist, die summt fleißig weiter.

Also erstens: Stimmt diese Vorgabe nicht mehr, daß 2 ½ Zoll Platten von alleine abschalten, und
Zweitens: Ist auf einem solchen USB Ausgang immer Spannung, auch bei ausgeschaltetem PC?

Rastlos fragt Antal

Moien

Hallo, irgendwo habe ich früher mal gelesen, daß sich 2 ½
Zoll Platten, weil sie ja meist für Laptops eingesetzt werden,
von alleine nach einigen Minuten abschalten, also ohne
irgendwo ins Powermanagement des PCs einzugreifen.

Manche ja, manche nein. Manche 3,5 machen das gleiche andere nicht.

Die Funktion ist allerdings am aussterben weil einerseits keiner dafür Geld bezahlen möchte und andererseits keiner das Handbuch liest (sich aber tiersich über die „tote“ Platte aufregt…).

Dabei habe ich gestern bei meiner Konfiguration (fest im PC
eingebaut eine 2 1/2 Zoll Platte, auf der das Betriebssystem
etc. läuft, und eine externe 2 ½ Zoll Platte, über USB oder
firewire angebunden, auf der alle Nutzdaten sind)
festgestellt, daß zumindest die externe Platte nie abschaltet.
Wirklich nie!!, d.h., selbst wenn der PC runtergefahren ist,
die summt fleißig weiter.

Wie gesagt, Handbücher sind was tolles.

Also erstens: Stimmt diese Vorgabe nicht mehr, daß 2 ½ Zoll
Platten von alleine abschalten

Die Platten schalten sich von alleine ab wenn ihnen vorher einmalig sagt nach welcher Zeit sie das tun sollen. Unter linux kann hdparm sowas, bei windows must du mit der version rausrècken.

Zweitens: Ist auf einem solchen USB Ausgang immer Spannung,
auch bei ausgeschaltetem PC?

Ja, jedenfalls wenn man im BIOS die Funktion Wake-On-Keyboard aktiviert (das Keyboard kann den Rechner nur aufwecken wenn es selbst Strom hat…).

cu

Danke Pumpkin, für Deine Antwort.

Aber, ein paar Zusatzbemerkungen bzw. Fragen:

Die Funktion ist allerdings am aussterben weil einerseits
keiner dafür Geld bezahlen möchte und andererseits keiner das
Handbuch liest (sich aber tiersich über die „tote“ Platte
aufregt…).

Handbuch für eine Platte? Die letzten vier oder fünf Platten, die ich gekauft habe, hier bei meinem Händler, waren alle 2,5 Zoll groß, 80 GB bis 120 GB. Die waren in das Plastiktäschchen mit Antistatikbelag eingeschweißt, zusätzlich drin die zwei Beutelchen mit Trockensalz. Aber Handbuch zu einer Festplatte, hab ich schon ewig nicht mehr gesehen. Hab ich da überhaupt schon mal eines gesehen? Weiß nicht genau.

Die Platten schalten sich von alleine ab wenn ihnen vorher
einmalig sagt nach welcher Zeit sie das tun sollen. Unter
linux kann hdparm sowas, bei windows must du mit der version
rausrècken.

Ich verwende XP. Und kann die interne FP abschalten über Einstellungen/Energieoptionen. Aber, wie gesagt, diese externe, über USB oder Firewire angekoppelte, berührt das gar nicht. Mache ich da noch was falsch?

Danke Dir Antal

Moien

Die Funktion ist allerdings am aussterben weil einerseits
keiner dafür Geld bezahlen möchte und andererseits keiner das
Handbuch liest (sich aber tiersich über die „tote“ Platte
aufregt…).

Handbuch für eine Platte?

Das müssen eigentlich alle Platten erfüllen (gratis und kurz-Versionen gibts via google):
http://www.t13.org/Standards/Default.aspx?DocumentTy…

Dass man die ~250 Seiten nicht jeder Platte zugibt ist irgendwie schon klar…

Die Platten schalten sich von alleine ab wenn ihnen vorher
einmalig sagt nach welcher Zeit sie das tun sollen. Unter
linux kann hdparm sowas, bei windows must du mit der version
rausrècken.

Ich verwende XP. Und kann die interne FP abschalten über
Einstellungen/Energieoptionen.

Dabei sendet Windows das Commando „jetzt abschalten“ an die Platte (entspricht hdparm -y). Das Commando kennen die meisten alten und einige aktuelle USB-Controller nicht, deshalb laufen externe trotz der Einstellung durch.

Es gibt auch auch das Commando „schalt dich ab wenn du xyz Sekunden kein Commando bekommst“(entspricht hdparm -S). Das läst sich ebenfalls nicht über alle USB-Controller jagen. Aber einige Platten merken sich das Commando und befolgen es auch nachdem sie in USB-Gehäuse eingebaut wurden. Das ist dann echtes, selbstständiges Abschalten. Das funktioniert auch wenn der Rechner aus ist und unabhängig von der Doofheit des USB-Chips.

hdparm gibt es auch für windows. Ob dein USB-Chip zu den guten oder den doofen gehört (also ob dir hdparm was bringt oder nicht) kann ich dir nicht sagen, aber es gibt einge Listen zu dem Thema: http://www.nslu2-linux.org/wiki/FAQ/SpinDownUSBHardd… und hier http://www.nslu2-linux.org/wiki/Info/ListsOfDriveEnc…

cu

Hallo Pumpkin,

Noch mal zur selbstabschaltenden FP und meinen Hintergründen. Ich muß dazu aber ein paar Sätze weit ausholen.

Vor einigen Jahren haben wir alle noch WIN 98 verwendet, es war der letzte Schrei. Bei mir ist es im Schnitte sicher 5 –10 mal täglich abgestürzt. Meist war das nur nervend und halt zeitraubend, hat aber kaum was kaputt gemacht.

Einmal aber hatte sich der Rechner so sehr verklemmt, daß sich überhaupt nichts mehr gerührt hat. Keine Tastatur, keine Maus, kein Strg/alt/del. Mir blieb wirklich nur übrig: Netzstecker raus.

Und als ich danach wieder starten wollte, geht nichts mehr.

Ich habe mir diese Festplatte, auf der ja auch alle meine wichtigen Daten waren (wirklich wichtig: Steuererklärungen, Eingaben bei Ämtern, Proposal für die Kommission in Brüssel oder an des BMFT) auf einem zweiten PC unter Partition Magic angesehen, und da hat es ausgesehen, als ob die ganze Platte völlig leer gewesen wäre. Da ist mir natürlich das Herz in die Hosen gefallen. Sowas wollte und will ich nie mehr erleben.

Langer Rede kurzer Sinn: Sie war nicht leer, nur die Partitionstabelle war beschädigt. Aber das muß man erst mal wissen. Und welche Mühe es gekostet hat, es alles wiederzuholen, davon schweigen wir mal.

Ich habe darauf hin mein privates Sicherungskonzept so umgestellt: Im PC läuft eine Platte, auf der das Betriebssystem, Kopien davon und Ähnliches eben laufen, alles, was man für den Betrieb des PCs braucht.

Alle Nutzdaten, also die oben erwähnten Schreiben, Proposal etc. wurden auf eine zweite Platte verschoben. Diese zweite Platte als 2,5 Zoll Platte wurde extern über USB betrieben. 2,5 Zoll deswegen, weil diese Platten besonders leise sind (mich stört bei den Großen das Pfeifen), vor allem aber, weil die (zumindest war das mein damaliger Wissenstand) nach einigen fest vorgegebenen Minuten von selbst abschalten.

Hängt sich der Rechner nun wieder in derart brutaler Weise auf, so geht man halt einen Kaffee trinken, wartet ein paar Minuten, inzwischen steht die externe Platte und man kann sie gefahrlos erstmal abziehen.

Und jetzt kann man den PC brutal ausschalten, auf die überaus wichtigen Nutzdaten hat das keinen Einfluß mehr. Dieses Konzept hat auch über all die Jahre feinstens funktioniert. Kein Datenverlust mehr, Nitschewo.

Klar dabei, das Abschalten darf nur aus der Platte selbst kommen, nichts, was irgendwie vom PC geliefert werden muß. Der hängt ja, ist ja blockiert.

Und von damals her habe ich auch noch die Meinung, jede 2 ½ Zoll Platte schaltet sich von selbst ab. Was ja logisch wäre: Sie sind/waren primär für Laptops gedacht und sollen nicht zuviel Energie verbrauchen. Und jetzt auf einmal: All das gilt nicht mehr?

Hast du eine Ahnung: Kann man einen Platte von außen ansehen, etwa über die Beschriftung, ob sie zum Typ „selbstabschaltend“ gehört?

Gruß Antal

Moien

Alle Nutzdaten, also die oben erwähnten Schreiben, Proposal
etc. wurden auf eine zweite Platte verschoben.

Mach aus dem verschoben bitte, bitte ein kopiert. Die Kunst Daten sicher zu halten ist eigentlich die Kunst viele, viele Kopien zu halten. Man will nicht verschieben.

Hängt sich der Rechner nun wieder in derart brutaler Weise
auf, so geht man halt einen Kaffee trinken, wartet ein paar
Minuten, inzwischen steht die externe Platte und man kann sie
gefahrlos erstmal abziehen.

Die Sache hat einen Schönheitsfehler: die Datenverluste tretten nicht auf weil die Platte plötzlich keinen Strom mehr hat. Das war mal vor langer, langer Zeit so… Wenn eine moderne Platte den Strom verliert gibt es ein Notprogramm das aus der Rotationsenergie der Scheiben Strom gewinnt bis die Köpfe sicher stehen. Dieses Notprogramm überleben die Platten ~15.000 mal, dann ist der Stromgeneratorkreislauf am Ende. Wer seine Daten liebt tauscht die Platten vorher (alle 2-3 Jahre) aus.

Die Datenverluste (wie tote Partitionstabellen) haben 2 Gründe:

  • Die Rechner laufen beim/vorm Aufhängen schonmal Amok. Dabei werden auch mal Schreibbefehle mit falschen Daten an die Platten geschickt. Kommt selten vor.

  • Der Plattenschreibcache war nicht leer. Schreibbefehle werden meistens erstmal im RAM zwischengespeichert und dann nach und nach abgearbeitet. Wenn nun mitten im Schreibbefehl der Rechner zusammenbricht fehlt ein Teil. Halbe Dateien können die meisten Programme nicht öffnen und dann sind die Daten weg. Schlimmer wird es beim Schreiben der Verzeichnisdaten (Liste welche datei in welchem Verzeichnis steht). Halbe Verzeichnislisten kann Windows nähmlich auch nicht lesen. Das 2. Problem ist bei NTFS auf Benutzerdaten beschränkt, Verzeichnis & Co werden mit logs geschützt. Bei FAT war das noch anders…

Und jetzt auf einmal: All das gilt nicht mehr?

Doch, das gilt schon noch. Nur man muss den Platten vorher sagen dass sie sich selbst abschalten dürfen. Werkseinstellung ist eigentlich immer Dauerlauf und windows gibt das Commando zum Abschalten direkt (Windows merkt dass die Platte nix tut). Der andere Modus (die Platte merkt dass sich nix tut) muss explizit aktiviert werden.

Hast du eine Ahnung: Kann man einen Platte von außen ansehen,
etwa über die Beschriftung, ob sie zum Typ
„selbstabschaltend“ gehört?

Wenn Seagates und Toshibas können es i.d.R, die anderen können es i.d.R. nicht. Aber es gibt jede Menge Ausnahmen. Und es hilft dir bei deinem Problem keinen mm weiter.

cu

Der andere Modus (die Platte merkt dass sich nix tut) muss
explizit aktiviert werden.

Also, Pumpkin, ganz konkret:

wie sag ich meiner externen Platte unter XP, daß sie selbst merkt, daß sich nichts tut und sie sich nach meinetwegen 10 Minuten abschalten soll? Von selbst und ohne jedes weitere Zutun von außen?

Vielen Dank Antal