Schaltnetzteil oder doch nur Trafo mit Gl.richter?

Guten Abend allen Lesern,

ich habe angesichts der Gluthitze, um zu vermeiden, dass mein Notebook am Tisch festschmilzt, einen 89er Standard-PC-Lüfter mobilisiert. Der lehnt an der heißeren Seite und soll bloß die Stauwärme verhindern…
Versorgt wird der von einem uralten Nokia(3210)-Ladenetzteil. Als ich eben mal testen wollte ob letzteres noch anfassbar ist, war ich doch sehr erstaunt: Es lässt sich subjektiv keinerlei Erwärmung feststellen! Ein Blick auf mein Vorsteckmessgerät bestätigte: keine messbare Leistungsaufnahme, also unter 2 W…

Ansonsten sprechen alle Zeichen für das Vorhandensein eines billigen 50-Hz-Trafos:

  • zwar recht kompekt aber sehr schwer
  • Absinken der Spannung mit zunehmender Last (9 V im Leerlauf und 3,7 V im Normbetrieb)
  • deutliches 50 Hz-Brummen

Wie geht denn das bloß zusammen? Was meint ihr, welche Technologie dahinter steckt?

mfG O.

Hallo O.,

Wie geht denn das bloß zusammen? Was meint ihr, welche
Technologie dahinter steckt?

Wenn man nicht das billigste Kuchenblech für einen Trafo verwendet, kann das die Verluste schon mal um 50% Verringern:
Als Beispiel sei nur noch einmal an die Einführung eines neuen Klingeltransformators erinnert, der bei einem enommierten Hersteller mit Kerngröße UI30 und möglichst billigem Dynamoblech Dyba V800 ausgelegt wurde. Die Leerlauf-Verlustleistung lag bei 1,6 W. Durch genau die gleiche Auslegung, jedoch mit etwas höherwertigem kornorientiertem
Blech Armco VM111 hätte sie sich auf 0,6 Wreduzieren lassen. Die Mehrkosten in der Herstellung hätten zwischen 50 Cent und 1 Euro gelegen und sich also innerhalb von 6 bis 12 Monaten amortisiert, wobei ein solcher Klingeltransformator durchaus 30 Jahre ununterbrochen im Betrieb bleiben kann.

Quelle:
http://www.kupferinstitut.de/front_frame/pdf/s193.pdf
(Seite 11, Unten, Mitte „Auch bei Kleintrafos keine
Kleinigkeit: der Wirkungsgrad“)

MfG Peter(TOO)

Hi Otsegolectric,

dein Lade-Netzteil hat nur einen einfachen Trafo, danach einen einfachen Gleichrichter und danach eine Längswiderstand, nur so erklärt sich der Zusammenbruch von 9 V Leerlauf auf 3,7 V bei Belastung (womit eigentlich belastet?), dein 8,9cm-PC-Lüfter läuft normalerweise mit 12 V und braucht dabei meist nur 0,1 A. Wenn er mit 9 V versorgt wird, braucht er wohl nur 0,08 A.

Gruß
BT