Schaltung dimensionieren ?!

Ich habe mir eine Schaltung ‚entwickelt‘. Leider habe ich keine Ahnung, welche Art von Transistoren da jetzt verwendet werden müssen.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Hier hab ich das mal aufgemalt:

http://www.fh-zwickau.de/~sepl/bilder/schaltung.gif

Die Schaltung soll folgendes realisieren, wobei ich mir recht sicher bin, dass das auch funktioniert:

Die Blinkleuchten eines Fz. (12-14V Gleichspannung) sollen immer leuchten (verminderte Helligkeit). Wenn der Blinker eingeschaltet wird, soll die ganz normale Blinkfunktion gegeben sein. Dafür muss die Schaltung den ‚Glimmstrom‘ unterbrechen. Da der Blinker eine Frequenz von etwa 1,5 Hz aufweist, muss die Unterbrechung für jeweils 1 Sekunde nachwirken. Damit wäre dann die Blinkfunktion mit der AN/AUS-Charakteristik gegeben.

Die Lampe ist eine 12V/21W, die im Dauerbetrieb etwa die Helligkeit einer 5W Lampe ausweisen soll. Die Leistung ist dann aber doch größer als 5W. Die genaue Größe kenne ich leider nicht.

Da genügend große Kapazität seitens der Batterie zur Verfügung steht und der Aufwand klein gehalten werden soll, müsste die Lampe über einen Transistor (und dessen Verlustleistung) gedimmt werden.

Folgende Fragen stellen sich also:

  • Welche Bauteile werden benötigt?
  • Sind andere Varianten denkbar?
  • Ist die gewünschte Funktion gegeben?

Dank und Gruß, Seb

Moin!

Ich habe mir eine Schaltung ‚entwickelt‘. Leider habe ich
keine Ahnung, welche Art von Transistoren da jetzt verwendet
werden müssen.

Ein 2N3055 sollte dafür dicke hinreichen. Wald- und Wiesentransistor, bei Reichelt für 40 ct zu haben. Deine Schaltung hat aber andere „Krankheiten“.

Folgende Fragen stellen sich also:

  • Welche Bauteile werden benötigt?

T1 muß ein Leistungstransistor sein, T2 nicht. D2 muß hohe Ströme „abkönnen“, D1 nicht.

  • Sind andere Varianten denkbar?

Natürlich - Schaltungen mit Relais.

  • Ist die gewünschte Funktion gegeben?

Probleme könnte D2 verursachen. Vielleicht ist Dir schonmal aufgefallen, daß der Blinker viel schneller blinkt, wenn eine Glühlampe ausgefallen ist. Das bedeutet, daß die Zeitkonstante des Relais auch abhängig vom Lastwiderstand ist. In diesen Zweig baust Du nun eine Diode und veränderst damit den Lastwiderstand. Ob die Blinkfrequenz danach noch akzeptabel ist, kommt auf den Versuch an.

Weiterhin hast Du nicht 21W, sondern mindestens 2 x 21W (vorn und hinten), D2 muß also 4A verkraften können.

Es ist auch klar, daß Du die Schaltung zweimal aufbauen mußt (links/rechts). Die Warnblinkfunktion darf dabei nicht beeinträchtigt werden.

Wenn das Fahrzeug eine Anhängerkupplung hat, dann hat es normalerweise auch ein verstärktes Blinkrelais, das dann nämlich in der Lage sein muß, mindestens 3 X 21W zu schalten.

Ein ganz anderer Aspekt ist die rechtliche Frage - was sagen die Behörden dazu?

Eine wesentlich simplere Lösung wäre vielleicht der Einbau zusätzlicher Lampen, die beim normalen Blinkbetrieb über ein Relais abgeschaltet werden.

Munter bleiben… TRICHTEX

Moin!

  • Ist die gewünschte Funktion gegeben?

Probleme könnte D2 verursachen. Vielleicht ist Dir schonmal
aufgefallen, daß der Blinker viel schneller blinkt, wenn eine
Glühlampe ausgefallen ist. Das bedeutet, daß die Zeitkonstante
des Relais auch abhängig vom Lastwiderstand ist. In diesen
Zweig baust Du nun eine Diode und veränderst damit den
Lastwiderstand. Ob die Blinkfrequenz danach noch akzeptabel
ist, kommt auf den Versuch an.

Das sollte nicht stören. Wenn man sieht, dass für Seitenblinker meist kein anderes Relais verwendet wird.

Weiterhin hast Du nicht 21W, sondern mindestens 2 x 21W (vorn
und hinten), D2 muß also 4A verkraften können.

Das ist so nicht richtig, da ich die Schaltung in die Leitung des Blinkers einsetze (von (E1) zu (A1)).

Es ist auch klar, daß Du die Schaltung zweimal aufbauen mußt
(links/rechts). Die Warnblinkfunktion darf dabei nicht
beeinträchtigt werden.

Ist klar, wäre ja aber nicht das Problem :smile:

Wenn das Fahrzeug eine Anhängerkupplung hat, dann hat es
normalerweise auch ein verstärktes Blinkrelais, das dann
nämlich in der Lage sein muß, mindestens 3 X 21W zu schalten.

Diese Frage stellt sich nicht, s.o.

Ein ganz anderer Aspekt ist die rechtliche Frage - was sagen
die Behörden dazu?

Auf abgesperrten Geländen, auf denen Veranstaltungen stattfinden ist das nicht relevant.

Eine wesentlich simplere Lösung wäre vielleicht der Einbau
zusätzlicher Lampen, die beim normalen Blinkbetrieb über ein
Relais abgeschaltet werden.

Die Idee liegt natürlich auf der Hand, aber genau das wollte ich eben nicht.

Es wäre eben nicht schlecht, wenn jemand die Bauteile auflisten kann. Anstelle von R2 sollte doch evtl. ein Poti die ‚Dimmfunktion‘ erfüllen, oder? Auch ein passender Kühlkörper wäre interssant, da doch an T1 eine Menge Wärme entstehen sollte.

Munter bleiben… TRICHTEX

Na klar doch :smile: Auch erstmal ein Danke für die Antwort.

p.s. Wäre der Betrieb mittels Relais wirklich derart einfacher? Immerhin muss die Lampe ‚gedimmt‘ werden.

Moin!

Probleme könnte D2 verursachen. Vielleicht ist Dir schonmal
aufgefallen, daß der Blinker viel schneller blinkt, wenn eine
Glühlampe ausgefallen ist. Das bedeutet, daß die Zeitkonstante
des Relais auch abhängig vom Lastwiderstand ist. In diesen
Zweig baust Du nun eine Diode und veränderst damit den
Lastwiderstand. Ob die Blinkfrequenz danach noch akzeptabel
ist, kommt auf den Versuch an.

Das sollte nicht stören. Wenn man sieht, dass für
Seitenblinker meist kein anderes Relais verwendet wird.

Seitenblinker? Du meinst die, die beispielsweise als Zusatzblinker in den Kotflügeln verbaut werden?

  1. wird der Lastwiderstand damit verringert (D2 vergrößert ihn! Und das noch nichtmal linear!)
  2. haben diese Zusatzblinker keine 21-W-Lampen drin, sondern üblicherweise 5W. Die Veränderung ist also nicht wirklich groß.

Weiterhin hast Du nicht 21W, sondern mindestens 2 x 21W (vorn
und hinten), D2 muß also 4A verkraften können.

Das ist so nicht richtig, da ich die Schaltung in die Leitung
des Blinkers einsetze (von (E1) zu (A1)).

Ach so. Die Blinkspannung (Rechteckspannung) willst Du also bei E1 einspeisen? Und was soll die Schaltung dann tun? Wenn Du bei E2 nichts einspeist, dann wird der Blinker gedimmt und schneller blinken. Nö, die Blinkspannung mußt Du schon bei E2 einspeisen und E1 bekommt 12V Gleichspannung. Sonst wird das nix. Das bedeutet aber auch, daß die Blinkspannung über D2 geht. Deshalb muß D2 mindestens 4A schalten können.

Es wäre eben nicht schlecht, wenn jemand die Bauteile
auflisten kann. Anstelle von R2 sollte doch evtl. ein Poti die
‚Dimmfunktion‘ erfüllen, oder? Auch ein passender Kühlkörper
wäre interssant, da doch an T1 eine Menge Wärme entstehen
sollte.

R1 und R2 bilden den Basisspannungsteiler für T1. Natürlich kann einer der Widerstände auch veränderlich (Poti) sein, keine Frage. Größenordnung 5 - 10kOhm.

Der Kühlkörper richtet sich auch danach, wo die Schaltung eingebaut werden soll. Unter dem Armaturenbrett, schön in Dämmstoff eingebettet, kannst Du gleich auf einen KK verzichten.

Bei Normalbetrieb ziehen die Lampen ca. 3,5A. Du solltest den Strom messen, der bei gewünschter Dimmung fließt - darüber läßt sich nämlich die Leistung berechnen, die T2 in Wärme umsetzen muß - und darüber wiederum läßt sich der KK dimensionieren. Wie gesagt, mit zusätzlichen Lampen hast Du die ganzen Probleme nicht.

p.s. Wäre der Betrieb mittels Relais wirklich derart
einfacher? Immerhin muss die Lampe ‚gedimmt‘ werden.

Klar doch. Dazu nimmst Du einen billigen Hochlastwiderstand - eine Glühlampe beispielsweise.

Munter bleiben… TRICHTEX

Hallo,

Seitenblinker? Du meinst die, die beispielsweise als
Zusatzblinker in den Kotflügeln verbaut werden?

Genau diese.

  1. wird der Lastwiderstand damit verringert (D2 vergrößert
    ihn! Und das noch nichtmal linear!)

Dem kann ich jetzt nicht ganz folgen. Würde mich aber über Erklärung freuen.

  1. haben diese Zusatzblinker keine 21-W-Lampen drin, sondern
    üblicherweise 5W. Die Veränderung ist also nicht wirklich
    groß.

Ist die Veränderung, die die Diode bewirkt so groß? Selbst wenn die Diode eine Veränderung in die andere Richtung macht, sollte dass doch nicht den Ausschlag geben.

Das ist so nicht richtig, da ich die Schaltung in die Leitung
des Blinkers einsetze (von (E1) zu (A1)).

Ach so. Die Blinkspannung (Rechteckspannung) willst Du also
bei E1 einspeisen? Und was soll die Schaltung dann tun? Wenn
Du bei E2 nichts einspeist, dann wird der Blinker gedimmt und
schneller blinken. Nö, die Blinkspannung mußt Du schon bei E2
einspeisen und E1 bekommt 12V Gleichspannung. Sonst wird das
nix. Das bedeutet aber auch, daß die Blinkspannung über D2
geht. Deshalb muß D2 mindestens 4A schalten können.

Sorry, da hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Natürlich kommt die Rechteckspannung an E2 an. Die Schaltung in die Blinkerleitung eingeschleift, nachdem sich diese aufgeteilt hat für die einzelnen Lampen (z.B. direkt vor der Lampe). Damit sollten doch 2 A für D2 reichen.

Der Kühlkörper richtet sich auch danach, wo die Schaltung
eingebaut werden soll. Unter dem Armaturenbrett, schön in
Dämmstoff eingebettet, kannst Du gleich auf einen KK
verzichten.

Könnte z.Bsp. im Motorraum untergebracht werden. Da sollte ein Kühlkörper also nicht das Problem sein. Natürlich wäre auch die Verwendung eines größeren Transistors möglich. Die günstigere Variante würde natürlich wohl den Vorzug finden.

Du solltest den
Strom messen, der bei gewünschter Dimmung fließt - darüber
läßt sich nämlich die Leistung berechnen, die T2 in Wärme
umsetzen muß - und darüber wiederum läßt sich der KK
dimensionieren.

Dafür fehlt mir ein Netzteil mit regelbarer Ausgangsspannung, sonst wäre mir der Wert bekannt. Wenn man diesen Wert kennt, kann man natürlich auch auf ein Poti verzichten.

Klar doch. Dazu nimmst Du einen billigen Hochlastwiderstand -
eine Glühlampe beispielsweise.

Leider sind Glühlampen nicht so stoßfest und erzeugen doch auch nicht wenig Wärme. Wobei ein Kühlkörper auch noch schlecht anzubringen wäre :wink:

Dank und Gruß, Seb