Schaltung: Nabe vs. Kettenblätter

Hallo!

Will mir demnächst ein HOCHWERTIGES Trekkingrad zulegen, grüble aber noch über folgenden Punkt:

Nabenschaltung oder normale?
Hatte bisher immer eine normale, damit auch nicht unzufrieden, könnte mir aber etwas pflegeleichters vorstellen. Möchte das Rad hauptsächlich für praktische Fahrten (zur Arbeit) oder auch für Touren nutzen.

wie siehts aus in puncto:

Leistungsübertragung?

Schaltgeschwindigkeit? (ich muss schnell vom fleck kommen :smile: )

Geräuschentwicklung?

Differenz „leichtester“ und „scherster“ Gang?

Hersteller: Rohloff, Shimano oder Sachs? (oder…?)

Habt ihr Erfahrung mit Nabanschaltungen und könnt mir bereichten?

Gruß und danke schonmal!
Roland

Hallo,

Will mir demnächst ein HOCHWERTIGES Trekkingrad zulegen,
grüble aber noch über folgenden Punkt:

Nabenschaltung oder normale?
Hatte bisher immer eine normale, damit auch nicht unzufrieden,
könnte mir aber etwas pflegeleichters vorstellen. Möchte das
Rad hauptsächlich für praktische Fahrten (zur Arbeit) oder
auch für Touren nutzen.

wie siehts aus in puncto:

Leistungsübertragung?

Schaltgeschwindigkeit? (ich muss schnell vom fleck kommen :smile:
)

Geräuschentwicklung?

Differenz „leichtester“ und „scherster“ Gang?

Hersteller: Rohloff, Shimano oder Sachs? (oder…?)

Habt ihr Erfahrung mit Nabanschaltungen und könnt mir
bereichten?

Hatte ich schon immer in Kompination(Sachs Commander 12).
Hab letztes Jahr auf den Sachs-Nachfolger „SRAM DualDrive 27“(3x9)umgerüstet und bin sehr zufrieden damit.
Nabe läßt sich jetzt auch unter Last schalten.

Hier einige Links zu Deinen Fragen:
http://www.karstilo.net/hpv/technik/index.php
http://www.pdeleuw.de/fahrrad/fahrradkauf.html
http://www.radratgeber.de/Radratgeber_Html/Kapitel_H…
http://bernd.sluka.de/

Gruß und danke schonmal!
Roland

mfg
W.

Hallo,

meine Frau hat an ihrem Fahrrad eine Rohloff. Die ist im 7. Gang etwas laut, wird aber im Laufe der Zeit leiser. Einmal im Jahr sollte Ölwechsel gemacht werden. Auch jetzt nach 30.000 km schaltet sie immer noch präzise und sehr schnell (nur beim Übergang von 7 auf 8 kann konstruktionsbedingt mal kurzzeitig der 14. Gang reinspringen). Der hohe Preis wird zT durch die lange Haltbarkeit der Kette und Zahnräder ausgeglichen. Beim Fahrrad meiner Frau wurde jetzt zum 2. mal die Kette gewechselt (eigentlich nur, weil sie auf Trockenschmierung umsteigen wollte) und zum ersten mal das Ritzel (das vorher einmal gewendet wurde). Das Kettenblatt ist immer noch das erste. Der Händler hielt es wohl für nicht wechselbedürftig.

Ich selber fahre eine Deore XL (27 Gang) und bin eigentlich sehr zufrieden. Die Kette ist jetzt 3000 km gelaufen und nie (!) gereinigt worden. Immer nur mit Trockenschmiermittel behandelt und dabei das Schaltwerk gleich mit. Da bleibt wirklich null Schmutz dran hängen bzw er läßt sich mit etwas Wasser abwaschen.

Die Kettenschaltung hat den Vorteil, dass man eine feiner Stufung erreichen kann, wenn man auch immer vorne mitschaltet. Der Riesenvorteil der Rohloff ist, dass sie im Stand geschaltet werden kann.

Zur obigen Haltbarkeit der Ketten muss aber gesagt werden, dass wir Liegeräder fahren und die Kette ca 2,5x so lang ist wie bei normalen Rädern. Entsprechend hält sie auch 2,5x so lange. Auf die Haltbarkeit der Zahnräder hat die Kettenlänge keinen Einfluss.

Wenn du vor allem auf Asphalt fahren willst, solltest du dir mal überlegen, ein Liegerad zu kaufen. Ende April ist in Germersheim wieder die Spezi. Da kann man sich einen Überblick verschaffen und auch mal Probefahren.

http://www.spezialradmesse.de

Gruß, Niels

Hallo Wolfgang,

Will mir demnächst ein HOCHWERTIGES Trekkingrad zulegen,
grüble aber noch über folgenden Punkt:

Nabenschaltung oder normale?

ich fahre auf meinem Touren- und Reiserad auch die Kombination, allerdings von Shimano, und dann noch von Utopia angepasst.

Hatte bisher immer eine normale, damit auch nicht unzufrieden,
könnte mir aber etwas pflegeleichters vorstellen. Möchte das
Rad hauptsächlich für praktische Fahrten (zur Arbeit) oder
auch für Touren nutzen.

Übrigens lustig, dass Du die Kettenschaltung als „normale“ bezeichnest. Mir ist die Kombination von Schaltungsbereichen (vorne schalten) und Feinabstufung (hinten schalten) wichtig.

Schaltgeschwindigkeit? (ich muss schnell vom fleck kommen :smile:

Die Dreigang-Nabe ist dem Dreifach-Umwerfer eindeutig in der Schaltgeschwindigkeit überlegen und kann darüber hinaus noch im Stand geschaltet werden.

Geräuschentwicklung?

mäßig.

Differenz „leichtester“ und „scherster“ Gang?

Mir reicht die Entfaltung.

Hersteller: Rohloff, Shimano oder Sachs? (oder…?)

Hoffe, dass das jetzt etwas erhellend war.

Grüße, Karin

Hallo Roland,

Nabenschaltung oder normale?

darüber läßt sich jetzt aber trefflich streiten :wink:
Was ist schon normal, für mich ne Nabenschaltung - und nuh?

wie siehts aus in puncto:

Leistungsübertragung?

Da tun sich hochwertige Nabenschaltungen nicht mehr viel mit Kettenschaltungen

Schaltgeschwindigkeit? (ich muss schnell vom fleck kommen :smile:
)

Dito.

Geräuschentwicklung?

Ich empfinde eine Kettenschaltung eher lauter als meine Nabenschaltung.

Differenz „leichtester“ und „scherster“ Gang?

Hängt von er Schaltung ab.
Ne 12 oder 145-Gangnabe hat eine vergleichbare Dynamik. ALlerdings hab ich für meinen Teil festgestellt, daß mir meine 7-Gangnabe völlig ausreicht.

Hersteller: Rohloff, Shimano oder Sachs? (oder…?)

Ich habe eine Dram 7 und bin durchaus zufrieden. Der Schaltknopf strahlt zwar einen dezenten Hauch von Billigkeit aus und macht auch etwas Lärm beim Schalten (Klacken), hat aber über die Jahre prima gehalten, trotdem da Rad einige male den Boden geküsst hat.

Habt ihr Erfahrung mit Nabanschaltungen und könnt mir
bereichten?

Ich fahre seit vielen Jahren nur noch Räder mit Nabenschaltung, weil ich viel über raues Gelände fahre (Wirtschafts- und Feldwege), da müßte ich die Kettenschaltung alle Nase lang pflegen.
Die Nabenschaltung in Kombination mit einem geschlossenen Kettenkasten erfordert einmal im Jahr eine gewisse Wartung und gut ists.
Die Kette fahre ich seit gut 25.000 km die Schaltung selber ist was neuer, weil ich mir vor einiger Zeit ne 7-Gangschaltung gegönnt habe.

Nun sind Räder im Hollandformat nicht unbedingt jedermanns Geschmack, aber zweckmäßig und robust sind sie allemal. Und für gemäßigte Touren sind die auch gut.

Ach ja, meine Fahrleistung ist so ca. 3500 km pro Jahr.

Gandalf

Hallo Gandalf,

145-Gangnabe

wo bekommt man denn dieses Wunderding? Ist das nicht ein bisschen sehr fein abgestuft? :smile:

Gruß, Niels

tschuldigung, ich konnt es mir nicht verkneifen

Hallo Niels,

145-Gangnabe

wo bekommt man denn dieses Wunderding? Ist das nicht ein
bisschen sehr fein abgestuft? :smile:

Wie diese Schaltung kennst Du nicht, jetzt enttäuschst Du mich aber :wink:
Jibbet doch fast in jedem Dorfladen.

tschuldigung, ich konnt es mir nicht verkneifen

Is scho recht

Gandalf

Hallo!

Ich würde Dir ohne Einschränkung zu einer Kettenschaltung raten. Und zwar zu einer hochwertigen (Shimano Deore)! Vorteile, die mir spontan einfallen:

  • Feiner abgestufte bzw. mehr Gänge
  • Geringerer Reibungswiderstand
  • Robuster (ich hab mal ne Nabenschaltung allein durch kräftigen Antritt gesprengt)
  • Einfacher zu schalten (lässt sich unter Belastung schalten)
  • Schneller zu schalten

Viele Grüße
Andreas (der früher Nabenfetischist war, bis er mal eine gescheite Kettenschaltung ausprobiert hat)

Hallo Andreas,

kleiner Widerspruch.

  • Feiner abgestufte bzw. mehr Gänge

Mit ner 21-Gang Kettenschaltung hast Du ca. 12 realistisch schaltbare Gänge (Rest Überschneidungen oder Diagonalschaltungen)
Mittlerweile gibt es Naben mit 14 (oder wahrscheinlich mehr) Gängen.

  • Geringerer Reibungswiderstand

Hat sich mit neuen Naben (fast) erledigt (= fast der gleiche Widerstand)

  • Robuster (ich hab mal ne Nabenschaltung allein durch
    kräftigen Antritt gesprengt)

Das hab ich mit meinen 100 kg Lebendgewicht noch nicht geschafft und ich schone meine Schaltung wahrlich nicht.

  • Schneller zu schalten

Da bin ihc mit meiner Nabe vollständig zufrieden, schneller brauche ich es nicht.

Andreas (der früher Nabenfetischist war, bis er mal eine
gescheite Kettenschaltung ausprobiert hat)

Ich habe früher auch mal ein Rad mit Kettenschaltung gehabt, sie aber ausgemustert, weil ich die ewige Pflege satt war.
Nun hab ich ne Nabe mit geschlossenem Kettenkasten und muß die Kette einmal im Jahr ölen.
Das wiegt mir die eventuellen Nachteile mehr als auf.

Aber zum Glück darf man wählen :wink:

Zugegeben, ich fahr eher gemütlich (Schnitt von ca. 20/h), aber über Feld- und Wirtschaftswege und das einige Tausend km pro Jahr.

Gandalf

Möglicherweise hat sich bei den Nabenschaltungen in den letzten 10 Jahren doch einiges getan. :smile:
Bei der Kettenschaltung ist die Pflege übrigens auch recht simpel. Es reicht, sie (bei normalem Gebrauch) 2mal im Jahr leicht einzuölen.

Grüße
Andreas

Hallo,

lies dir mal das hier durch:

http://www.faltraeder.com/technik/rohloff/rohloff-ge…

vielleicht änderst du deine Meinung über Nabenschaltungen.

Gruß, Niels

1 „Gefällt mir“

Hallo Andreas,

Es reicht, sie (bei normalem Gebrauch) 2mal im Jahr
leicht einzuölen.

dann fährst Du aber weder bei Regen noch im Winter…

Meine Kette braucht so ca. monatlich eine Ölung, stört mich aber nicht weiter.

Gruß, Karin

Fast schönes Wochenende.

Es reicht, sie (bei normalem Gebrauch) 2mal im Jahr
leicht einzuölen.

wo fährst Du, oder anders gefragt, fährt eine Kehrmaschine vor Dir her?
Auf den Strecken die ich fahre, mußte ein Kollege, der fast den gleichen Weg hatte, seine Kette/schaltung mindestens einmal im Monat, tendenziell öfter, säubern und ölen.
Das ist mir eindeutig zu viel, zumal der Verschleiß um Größenordnungen höher ist. Wie schon geschrieben habe ich meine jetzige Kette seit gut 25.000 km drauf und werde sie wohl auch noch einige tausend km fahren können.

Gandalf