einige Fragen
Hallo Stefan,
ich stelle Dir mal folgende Frage, damit klarer wird, wie Du die astablie Kippstufe überhaupt aufgebaut hast, denn solange das nicht der Fall ist, können Dir die Experten auch keinen gezielten Rat geben:
1.) Wie kommt es überhaupt, dass die Ausgangsspannung des OPV schwankt, denn wenn seine Ausgangsspannung rechteckförmig ist, schaltet er immer zwischen maximaler und minimaler Ausgangsspannung hin und her. Und je nach OPV-Typ liegt seine maximale Ausgangsspannung immer um einen konstanten Spannungswert unterhalb der Betriebsspannung (das hängt vom Aufbau der Transistorendstufe des OPV ab). Demnach kann der OPV nichts dafür, dass der Pegel seiner Ausgangsspannung schwankt, weil seine BETRIEBSSPANNUNG schuld daran ist, bzw. weil diese die von Dir erwähnte temperaturabhängigkeit besitzt.
Du kannst die Abhängigkeit der Frequenz von der Betriebsspannung aber auch dadurch beseitigen, indem Du die Schaltschwelle des Komparators mittels Spannungsteiler erzeugst, der an der Betriebsspannung angeschlossen ist. Jede Schwankung der Betriebsspannung ändert damit proportional auch die Schaltschwelle und die Frequenz bleibt daher gleich. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass der zeitbestimmende Kondensator auch nur maximal bis zur Betriebsspannung aufgeladen werden kann. Mit diesem Kniff kannst Du Dir den Aufwand für eine möglichst stabile, temperaturunabhängige Betriebsspannung sparen.
Sofern Deine Betriebsspannung im Bereich um +/- 5% schwankt, funktioniert die nachfolgende Schaltung sowieso einwandfrei.
Das oben gesagte zur spannungsunabhängigen Erzeugung einer Frequenz, wird auch beim millionenfach verbreiteten Timerbaustein NE555 angewendet. Dessen Spannungsteiler ist an die Betriebspannung angeschlossen, und daher hat diese nur noch einen sehr geringen Einfluss auf die Ausgangsfrequenz. Gegebenenfalls solltest Du übrigens lieber diesen Baustein zur Frequenzerzeugung anstelle des OPV verwenden. Der TLC555 ist eine sehr stromsparende CMOS-Version des NE555.
Falls Du trotzdem eine möglichst stabile, temperaturunabhängige Rechteckspannung von 5V benötigst, verwende keine Z-Diode zur Spannungsstabilisierung, sondern vorzugsweise einen Festspannungsregler mit 5% oder 2% Ausgangsspannungstoleranz.
Jeder Festspannungsregler besitzt eine interne Referenzspannungsdiode, die genauer ist als eine herkömmliche Z-Diode. Dazu bietet er einen Kurzschluss- und Übertemperaturschutz, falls ein Fehler in Deiner Schaltung auftritt. Bedingung für eine korrekte Funktion des Festspannungsreglers ist, dass seine Eingangsspannung möglichst 2 Volt über seiner Ausgangsspannung liegt. Bei sogenannten „Low-Drop“ Typen muss die Ausgangsspannung nur um 200mV höher als die Eingangsspannung liegen. Zum Schluss: vergiss nicht den 100nF-Keramikkondensator, der direkt zwischen Ausgang des Festspannungsreglers und Masse eingebaut werden muss, um Schwingungen der Ausgangsspannung zu unterdrücken.
Gruß, Alexander