owT
Meinst Du Mittelalter?
(owt)

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owT
fritz, fritz, fritz…
du bist ja ganz ausm häuschen! *g*
du bist ja ganz ausm häuschen! *g*
Und ob! Mein bisher hehrster Moment in meinem „Wissenschaftlerleben“ war, als ich in Tübingen das Faksimile der Manesseschen Handschrift - oh nein, nicht anfassen und durchblättern durfte, das besorgte eine weißbehandschuhte Bibliothekarin - ich durfte aber die Blätter ansehen und die Liedanfänge buchstabengetreu abschreiben für das „Repertorium des deutschen Minne- und Meistersangs“, wo ich als kleiner Hiwi die Drecksarbeiten erledigen durfte wie Aufsätze kopieren oder exzerpieren, Mikrofilme abschreiben, Korrektur lesen etc.
Und jetzt noch all die anderen Manuskripte!
Jetzt warte ich noch auf den ganzen Grimm im Netz und dann bin ich bereit nach 100 Jahren zu sterben.
Meine Güte! Wes das Herz voll, dem der Mund über die Tastatur geht. Oder so!
Fritz
ot. Biblioklast
Hallo Fritz!!
Ich weiß, wie Du Dich fühlst. Ich durfte schon mal die
Schätze der Bibliotheca Albertina in Leipzig bewundern.
Auch dort wurden die Bücher nur mit Handschuhen berührt.
Umso härter traf mich das heute, daß ich sehen mußte, daß
in dem Bericht so ein Banause eine Handschrift mit den bloßen Händen berührt hat. *aufschrei*
Sollte man eigentlich besser wissen, wenn man dort arbeitet. Kann natürlich auch sein, daß die Fernsehe-Leute nur Kopien filmen durften. Oder die denken sich, die Schriften sind jetzt digitalisiert, da brauchen wir nicht mehr so aufpassen. *uaahh*
Noch ein kleines Schmankerl aus der Bibliothekspraxis,
vor zwei Wochen wollte sich eine Schülerin bei mir in der Bibliothek (Schulbibliothek in einem Gymnasium) ein Buch über das „jüdische Judentum“, geschrieben und übersetzt von „einem Gutenberg“ ausleihen. Titel des Buchs: „Bibel“
Der Tag war gelaufen… 
Aber schön zu hören, daß es noch andere Bibliophile hier im
Forum gibt.
Tschöh mit öh!!
MFP
nur zu 
ich versteh dich ja! schließlich ist auch mein
Hallo Fritz, Hallo Markus,
Eure Palatina-Begeisterung kann ich toppen: ich habe nämlich die berühmte Ausstellung damals in Heidelberg besucht und die Bände „in echt“ gesehen. Viel schönere Farben, als je digital möglich. Dazu noch die kleine Buchmalerei-Werkstatt … ein Traum! (Ich male selbst)
Noch ein kleines Schmankerl aus der Bibliothekspraxis,
vor zwei Wochen wollte sich eine Schülerin bei mir in der
Bibliothek (Schulbibliothek in einem Gymnasium) ein Buch über
das „jüdische Judentum“, geschrieben und übersetzt von „einem
Gutenberg“ ausleihen. Titel des Buchs: „Bibel“
Der Tag war gelaufen…
kollegiales Mitleid. Ich arbeite in einer Fachbereichs-Bibliothek der Universität Bayreuth. Ähnliche Ansagen höre ich auch schon mal von Studenten. Wenn Du gestattest, werde ich Dein Schmankerl (natürlich mit Quelle) an eine Freundin weiterleiten. Sie arbeitet in der Technischen Informationsbibliothek und sammelt Anekdoten aus dem bibliothekarischen Alltag.
viele Grüße
Angelika
Hallo Angelika!
kollegiales Mitleid. Ich arbeite in einer
Fachbereichs-Bibliothek der Universität Bayreuth. Ähnliche
Ansagen höre ich auch schon mal von Studenten. Wenn Du
gestattest, werde ich Dein Schmankerl (natürlich mit Quelle)
an eine Freundin weiterleiten. Sie arbeitet in der Technischen
Informationsbibliothek und sammelt Anekdoten aus dem
bibliothekarischen Alltag.
Nur zu, irgendwann muß es ja mal raus.
Der Vollständigkeit halber, das ganze passierte am 4. Februar in der Kreisbibliothek MTK, Hofheim am Taunus. 
Da sieht man mal wieder, welch schwierigen Job wir haben.
Das mit der Bibel wird nur noch getoppt von so Sprüchen wie:
„Ich such ein Buch.“
Schon mal gut, daß man den Weg in die Bibliothek gefunden hat.
„Was denn für eins??“
„Ein rotes!“
So was kommt wirklich vor. Vergessen wir alle Systematiken, stellen wir die Bücher doch nach dem Regebogen auf. Sieht auch schöner aus. *g*
Liebe Grüße!
Markus
Eure Palatina-Begeisterung kann ich toppen: ich habe nämlich
die berühmte Ausstellung damals in Heidelberg besucht und die
Bände „in echt“ gesehen. Viel schönere Farben, als je digital
möglich. Dazu noch die kleine Buchmalerei-Werkstatt … ein
Traum! (Ich male selbst)
ich geb noch ein’s drauf: die habe ich auch gesehen UND die manessische in zürich ebenso, wow, das waren vielleicht ausstellungen 
fred
Katalog nach Farbe
Hallo Markus,
Vergessen wir alle Systematiken,
stellen wir die Bücher doch nach dem Regebogen auf. Sieht auch
schöner aus. *g*
Stell dir vor, sowas gibts! Im Studium (Bibliothekswesen) hat uns ein Professor mal einen Online-Bibliothekskatalog vorgeführt, der graphisch aufgemacht war und bei dem man unter anderem auch nach der Farbe des Buches suchen konnte (als weiteres Kriterium). Leider weiß ich die URL nicht mehr…
Gruß, Annegret
Hallo Annegret!
Klar, wenn man bei der Katalogisierung auch die Farbe mit
eingibt, läßt sich auch danach suchen. Hört sich aber eher nach einem, wenn auch ganz netten, Gag ohne weiteren Nutzen an.
Kannst Du mal die URL rausfinden? Interessiert mich doch jetzt, welche Bibliothek das macht.
BTW, werden die Farben streng nach RAL angesetzt?? 
http://www.ral.de/farben/
*SCNR*
Wieder was gelernt heute. 
Aber bald werden wir hier wegen Plauderei rausgeworfen…
Liebe Grüße!
Markus
Hallo Markus,
dass es auch anders herum geht, beweist folgendes farbige Erlebnis aus der Praxis:
Student:„Ich suche das gelbe Rechenbuch“.
Ich (böses ahnend): „wir haben viele gelbe Rechenbücher. Zum Beispiel der Springer-Verlag hatte zu einer gewissen Zeit nur gelbe Buchumschläge.“
Student:" Nein. Ich suche DAS GELBE RECHENBUCH".
Ich: „Gut. Dann suchen wir diesen Titel mal im Benützerkatalog.“
Ich war mir meiner Sache sicher, siehe die Diskussion im Thread, was Lesern von Büchern im Gedächtnis bleibt.
Dann die Überraschung - der Katalog führte als Buchtitel:
Das gelbe Rechenbuch.
Verfasser: Peter Furlan, 3 Bände.
Fazit: ab und zu haben Benützer wirklich Recht.
viele Grüße
Angelika
Mr. Unwissend
Hallo Angelika,
dazu auch eine Anekdote:
Ein Mitschüler fragte mich (wir waren auf dem Weg in die von ihm seltenst konsultierte Schulbib), ob ich näheres über diesen Autor wisse, der praktisch zu allem etwas geschrieben hätte, müßte ein imenses Wissen haben, der Mann…auf meine Rückfrage, wen er denn meine, antwortete er (er grübelte erst, weil ihm der Name auf Anhieb nicht mehr einfiel): „Vorname kenn ich nicht, aber der Typ heißt ‚Almanach‘“ *LOL*
Viele Grüße
Diana
Das mit der Bibel wird nur noch getoppt von so Sprüchen wie:
„Ich such ein Buch.“
Schon mal gut, daß man den Weg in die Bibliothek gefunden hat.
„Was denn für eins??“
„Ein rotes!“
So was kommt wirklich vor. Vergessen wir alle Systematiken,
stellen wir die Bücher doch nach dem Regebogen auf. Sieht auch
schöner aus. *g*
Hallo Markus,
aus dem Buchhandelsalltag:
„Ich such ein Buch.“ (ja, gibts hier auch)
„Was denn für eins?“ (dito)
„Na etwa so groß. Es ist für die Schrankwand, deshalb wärs schön, wenn es einen Ledereinband hätte.“
Für diese Begebenheit verbürge ich mich… Weiß übrigens jemand wo Möbelhäuser ihre Buchattrappen herbeziehen? ich hätte die Adresse für solche Zwecke gern zum Weitergeben.
Grüße:
Flora