Scheckzahlung in USA

Hallöchen,

in Berichten aus den USA liest man oft Sätze wie … Hat einen Gehaltsscheck bekommen … Muss seienen Steuerscheck noch einreichen …

Warum ist in den USA Scheckzahlung so üblich? Überweisung ist doch praktischer?

Neugierige Grüße
Peggy

Hallo Peggy,

Warum ist in den USA Scheckzahlung so üblich? Überweisung ist
doch praktischer?

Du hast definitiv recht, aber so was woe Ueberweisungen gibt es hier praktisch nicht. Ich kann zwar Geld elektronisch von einer Bank auf eine andere transferieren, aber es ist teuer, dauert ewig, ist unsicher (oftmals kommt die Kohle ohne Begruendung zurueck) und mann braucht immer den Manager der Bankfiliale, weil alle anderen duerfen es nicht machen. Also wird einfach alles per Scheck gezahlt, dann verdient die Post wenigstens auch was dabei. Ich verschicke pro Monat zwischen 10 und 15 Schecks (Telefon, Fernsehen, Internetanschluss, Miete, etc…)
Die Amerikaner waren nie auf dem Mond, davon bin ich ueberzeugt :smile:)
Ralph

Hallo Peggy,

das scheint sich in den englisch sprechenden Ländern so eingebürgert zu haben und war auch gar nicht unpraktisch. Ob es heute noch so gehandhabt wird, weiß ich nicht, ich habe Erfahrungen aus der Zeit als es noch keine PC’s gab. Z.B.: in Südafrika:

Man erhielt einen Gehaltsscheck, der war ausschließlich bei der Bank-Filiale des Ausstellers in Cash einlösbar. Eine Einzahlung auf das eigene Konto ging natürlich bei allen Banken (Filialen).

Vom eigenen Konto hat man auch sein Geld geholt oder bei Einkäufen mit eigenen Schecks bezahlt. Wenn so ein eigener Scheck „geplatzt“ wäre, wäre das für einen selbst sehr unangenehm gewesen. Deshalb hielt sich Scheckbetrug in Grenzen.

Vorteile: Man brauchte in „unsicheren Gegenden“ kein Bargeld herumschleppen und konnte (in Grenzen) überall etwas bezahlen.

Heute, im Computerzeitalter hast Du wahrscheinlich recht:

Warum ist in den USA Scheckzahlung so üblich?
Überweisung ist doch praktischer?

Grüße, Rudolf

Hi,

drum ist ja paypal in USA so ein Erfolg - das erste Mal, daß wirklich was Online geht - mal abgesehen davon, daß Amerikaner am Monatsende dann die Kreditkartenfirma mit einem Scheck bezahlen.

Wendy

Hallo Peggy,

das ist in den angloamerikanischen Staaten so Tradition… also schlicht und ergreifend Gewohnheit.
Abgesehen davon gibt es weltweit kaum ein fortschrittlicheres Überwesungsformat wie das deutsche DTA Format, bei dem relativ viel Prüfkriterien eingebaut sind.
Diese entwicklungskosten werden anderswo eben auch gescheut. Durm sind Übw. dort relativ teuer.

Das alles führt dazu dass du von einem Amerikaner eher die Kreditkartennummer bekommst als eine Bankverbindung. Bei uns eher anders rum…
Nun ja, wir geben jetzt ja sogar schon die Steuernummer auf Rechnungen an… wo soll das nur hinführen?

Gruß ivo

Dank an alle vier, …
… die bisher geantwortet haben.

Dass Traditionen und Gewohnheiten oft Fortschritt behindern, ist bei uns ja auch so. Trotzdem wundert es mich in dieser Sache immer noch.

In Fällen, wo Scheckzahlung (z. B. statt Bargeld) sinnvoll ist, konnte und kann man das hier ja auch.

Der interne Umbuchungsvorgang von einem Konto zum anderen muss bei der Scheckzahlung ja auch stattfinden, es kommen aber zwei Wege dazu: Scheck vom Aussteller zu mir und dann Scheck von mir zu meiner Bank.

Warum Überweisungen ein besonderes sicheres Prüfverfahren brauchen, leuchtet mir nicht ein. Auf den internen Vorgang hat weder der Absender noch der Empfänger Einfluss, Gefahr von Betrug doch eher geringer als beim Scheck.

Verwirrte Grüße
Peggy