wenn man sich scheiden lassen möchte habe ich erfahren das wenn man sich gegenseitig versteht, einen gemeinsamen Anwalt nehmen kann.
Welches am Ende günstiger wäre.
Oder muss jeder für sich einen Anwalt haben?
Wie sieht es bei einem Anwalt für beide aus, mit Trennungsunterhalt?
Kann man diesen trotzdem verlangen? Oder kann man diesen verneinen, oder muss Trennungsunterhalt so oder so gezahlt werden.
Bei Partnern die einen großen Gehaltsunterschied haben aber keine Kinder.
Es muss nicht jeder einen Anwalt haben. Einer genügt, wenn die (Noch-)Eheleute sich verstehen und alles geregelt ist.
Wenn sich beide verstehen, dürfte das Thema Trennungsunterhalt dem grunde nach geklärt sein, wenn nicht, verstehen sich beide wohl doch nicht.
Wenn beiden klar ist, dass Trennungsunterhalt gezahlt werden muss und wird, soweit ein Anspruch darauf besteht, kann auch ein gemeinsamer Anwalt diesen „im Auftrag beider“ der Höhe nach klären.
wenn man sich scheiden lassen möchte habe ich erfahren das
wenn man sich gegenseitig versteht, einen gemeinsamen Anwalt nehmen kann.
Das ist falsch. Richtig ist, das es ausreicht einen anwalt zu nehmen. Das bedeutet aber, dass ein Ehepartner nicht anwaltlich vertreten wird. Ob das so gut ist, wage ich zu bewzweifeln vor allem vor dem Hintergrund einer möglichen Auseinandersetzung wegen des Unterhaltes.
warum ist dieser Unfug bloß nicht auszurotten? Natürlich reicht es, wenn die antragsstellende Partei anwaltlich vertreten ist, und die andere Partei ohne Anwalt zum Termin kommt. Aber der beauftragte Anwalt ist immer Anwalt seiner Partei, und muss in deren Interesse handeln. D.h. wenn beide sich aufgrund falsch verstandener Gesetzeslage auf etwas geeinigt haben, sieht es so aus:
Ist der Begünstigte anwaltlich vertreten, wird der Anwalt seinen Mandanten darauf hinweisen, dass er besonders gut weg kommt. Ob der es dann auch seinem Ehegatten sagen wird, um dann eine andere Lösung zu vereinbaren???
Ist der schlechter gestellte anwaltlich vertreten, wird der Anwalt auf die ungünstige Regelung hinweisen, und es steht zu erwarten, dass es dann auf eine bessere Lösung hin laufen wird (ggf. auch zum Streit kommt).
Hinweise an die Gegenpartei wären Parteiverrat, und auch wenn die Parteien 1001 mal sagen, dass alles offen und fair laufen soll, wird es für den Anwalt ein böses Erwachen geben, sollte er Infos zum Nachteil seines Mandanten an den Gegner geben.
Daher spielen seriöse Kollegen bei solchen Spielen nicht mit.