Scheidung: Unterhalt

Hallo,
habe als indirekt Betroffener mal ne Frage:
Wenn nach einer Scheidung die Frau mti den Kindern zum einen Unterhalt für die Kinder und zum anderen für sich erhält, welchen Grund hat dann der Unterhalt für sie? Soll er ihren Lebensstandard sichern oder auch als „Entlohnung“ für die Kinderbetreuung und -erziehung dienen (oder ist dies durch den Kindsunterhalt abgedeckt?)?
Falls letzteres zutrifft - warum fällt dann der Unterhalt nach einer neuerlichen Heirat komplett weg?

busy

Hi Busy,

Wenn nach einer Scheidung die Frau mti den Kindern zum einen
Unterhalt für die Kinder und zum anderen für sich erhält,
welchen Grund hat dann der Unterhalt für sie?

In der Regel kann eine Frau mit vor allem kleinen Kindern nicht arbeiten gehen, d.h. auch ihre eigene Versorgung muss gesichert sein.

Soll er ihren
Lebensstandard sichern

ihren „Unterhalt“ (auch wenn es bei Scheidungen von eher begüterten Paaren oftmals zur Erhaltung des „Standards“ ausgehandelt wird)

oder auch als „Entlohnung“ für die
Kinderbetreuung und -erziehung dienen (oder ist dies durch den
Kindsunterhalt abgedeckt?)?

Sicher nicht. So lange die Arbeit von Hausfrauen in der Ehe nicht vergütet wird, warum sollte sie es nach einer Scheidung werden?

Falls letzteres zutrifft - warum fällt dann der Unterhalt nach
einer neuerlichen Heirat komplett weg?

Weil dann die Frau den Unterhalt durch den neuen Partner „bezieht“.
Gruß,
Anja
(die mit zwei kleinen Kindern ausgezogen ist, keinen Unterhalt für sich beanspruchte und sogleich arbeiten ging, um nicht auf „Zuwendungen“ eines Partner angewiesen zu sein, mit dem sie ihr Leben doch nicht mehr leben wollte)

Hey Busy,
ich beschäftige mich seit einiger zeit leider auch mit diesem Thema.
Ich hatte dazu auch schon mal in dieses Forum hier gepostet und bekam einige hilfreiche Links.
Schau doch mal hier nach
http://www.treffpunkteltern.de/famr.php oder hier
http://www.familienrecht-ratgeber.de/

dort sind eigendlich alle möglichen Fragen diesbezüglich schon beantwortet worden.

PS: @Anja

(die mit zwei kleinen Kindern ausgezogen ist, keinen Unterhalt
für sich beanspruchte und sogleich arbeiten ging, um nicht auf
„Zuwendungen“ eines Partner angewiesen zu sein, mit dem sie
ihr Leben doch nicht mehr leben wollte)

schade das nicht alle Frauen so vernünftig denken wie du :wink:)))

oder auch als „Entlohnung“ für die
Kinderbetreuung und -erziehung dienen (oder ist dies durch den
Kindsunterhalt abgedeckt?)?

Sicher nicht. So lange die Arbeit von Hausfrauen in der Ehe
nicht vergütet wird, warum sollte sie es nach einer Scheidung
werden?

Falls letzteres zutrifft - warum fällt dann der Unterhalt nach
einer neuerlichen Heirat komplett weg?

Weil dann die Frau den Unterhalt durch den neuen Partner
„bezieht“.

Aber die „finanziellen und zeitlichen Einschränkungen“ durch die Kindererziehung, Verlust von Arbeitseinkommen etc. sind doch nach wie vor zumindest zum großen Teil Kinderbedingt - warum muss dies dann der neue Ehemann neben dem reinen Unterhalt der Ehefrau auch noch finanzieren?

Ergänzung
Es geht mir nicht darum, den Ex-Männern und Vätern noch mehr „aufzubrummen“. Als Scheidungsopfer und unterhaltspflichtiger Vater hat man schon genügend Einschränkungen. Aber diese Frage ist mir halt noch unklar.

ich verstehe nicht warum bei so vielen Frauen die Kindererziehung eine Ausrede ist sich nicht um einen Job zu bemühen und sich so am Familieneinkommen zu beteiligen.
Ich habe die selbe Diskusion mit meiner Frau und das ist auch der Hauptgrund warum ich mich jetz mit diesem Thema beschäftige.
Es gibt Kinderbetreuungseinrichtungen, die ganz nebenbei gesagt den Kinder in ihrer Entwicklung viel hilfreicher sind als eine Mama die sie den ganzen Tag beschäftigt, und bei denen das Kind sehr gut aufgehoben ist wärend die Mutter einer Arbeit nachgeht!!!