Scheidungskind in der Krise

Hallo,

ich bin neu hier im Forum und das ist mein erster Beitrag. Ich bin wirklich für jede HILFE sehr DANKBAR, denn es geht um einen guten Freund von mir um den ich mir Gedanken mache. Er hat vor 3 Monaten sein Studium beendet und ist seit dem arbeitslos. Mir kommt es so vor als ob er seit dieser Zeit mehr oder weniger in der Luft hängt und ziellos in den Tag hinein lebt. Äußerlich scheint alles in Ordnung zu sein, aber bei unserem letzten Treffen wurde deutlich, dass er zwischenmenschliche Probleme hat, auch mit seinen Eltern. Ich denke das macht ihm deutlich zu schaffen.

Vom Charakter her ist er eher schüchtern und verschlossen. Er wirkt häufig ruhelos und sehr unzufrieden. Dazu ist seine Stimmung stark von der Tagesform abhängig. Als wir letzten Freitag weggingen, meinte er nach 2 Stunden einfach er wolle jetzt heim. Auf meine Frage nach dem warum meinte er dann, es würde ihm nicht mehr gefallen. In letzter Zeit ist er häufiger deprimiert und v. a. launisch.

M. M. nach liegt das u. a. daran, dass er sich nicht durchsetzt. Er läßt sich von anderen einfach zu viel gefallen und läßt sich leicht einschüchtern. Zu seiner Vergangenheit kann man sagen, dass er ein Scheidungskind ist. Er erzählt häufiger dass es immer wieder Schwierigkeiten zwischen ihm und seinem Stiefvater gibt, wenn er seine Mutter besucht. ICh glaube das Verhältnis zwischen beiden ist nicht das beste, um es vorsichtig auszudrücken. Teilweise ist er richtig wütend auf ihn. Ich glaube das wirkt sich heute neg. auf andere Beziehungen aus, von denen er nicht sehr viele hat.

Er hat sein Leben einfach nicht im Griff, setzt sich nicht durch und hat wenig Selbstvertrauen. Ich habe das Gefühl dass die jetzige Sit. sehr schwierig für ihn ist und frage mich wie er sich so (auch beruflich) etablieren will. Seit Wochen geht es bei ihm nicht mehr vorwärts.

Wer weiß eine Möglichkeit wie er wieder Anschluß finden und Fuß fassen kann?

Was kann man machen?

Danke!

Jul

hallo,
er muss sich um sein leben bemühen, arbeit suchen ist sehr wichtig, das er eine aufgabe hat, es kann auch art-fremde arbeit sein und wichtig wäre- was hat er für ein ziel, eine freundin. über seine mutter und seinen stv muss es sich nicht sorgen, die haben ihr eigenes leben.
er soll auch nicht mehr in der vergangenheit umherlaufen, die kann er nicht mehr ändern, sie ist vorbei. scheidungskinder können auch ihr leben wieder in griff bekommen. das hätte ihn mit seinen biologischen vater auch passieren können- das nicht auskommen.

was erwartet er von seinen leben? was möchte er ändern und dann das wie? was will er dafür tun? wann will er damit anfangen?
es gibt einen lebensplan- was erledige am montag, den…usw.
er kann sich auch hilfe bei fachleuten suchen für eine begrenzte zeit.
gruss kfm

Hi,

vielleicht klingen meine Worte hart, doch es kommt mir so vor als sollte der junge Mann anfangen Verantwortung für sich selbst resp. sein Leben zu übernehmen.
Das Leben ist eine Herausforderung, die man in den einzelnen Situationen annehmen und gestalten kann - oder sich hinter Gründen, Entschuldigungen oder Ausflüchten ( armes Scheidungskind, böser Stiefvater, schwierige Berufswahl…)verstecken und auf die „poor-me“-Schiene zu gehen.
Kann man sich geben. Muß man aber nicht. Macht auch nicht so viel Spaß.
Mehr Spaß macht Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen, was nicht immer leicht sein mag - aber es ist schwieriger sich zu verstecken in Situationen, die einem das Leben bringt, denn dann brezelt es uns um so härter - wenn wir die Herausforderung nicht annehmen und uns in die Entwicklung begeben.

Das Leben bringt uns immer die bestmöglichste Variante, Situation oder Begegnung, zu jeder Zeit, und wir sind an dieser Stelle gefordert damit umzugehen.
Wir können gestalten, sollten kreativ sein oder werden. Und es gibt keinen Grund uns das Leben ohne Spaß zu gestalten.

Sich Hilfe holen gut und schön, aber er-wachsen werden und das eigene Leben leben - das müssen wir selbst!
Nicht immer leicht, wahrlich, aber spannend! :wink:)

In diesem Sinne
Susanne

auch dir hallo

Vom Charakter her ist er eher schüchtern und verschlossen. Er
wirkt häufig ruhelos und sehr unzufrieden. Dazu ist seine
Stimmung stark von der Tagesform abhängig.

Diese Beschreibung hätte zum teil auch auf mich zutreffen können (auch meine eltern haben sich getrennt als ich 11 war. mit 20 war die sache immer noch nicht vom tisch. )

Als kind ist es hart zwischen zwei eltern zu leben die sich nicht mehr unbedingt gut verstehen. Ganz unbewusst versuchen beide elterteilen einem auf die eigene Seite zu ziehen. Sie machen das nicht böswillig oder absichtlich. Es passiert halt einfach mit kleinen Sprüchen und Aussagen. Jeder der beiden Eltern hat das gefühl er werde ungerecht behandelt und möchten natürlich vom Kind verstanden werden.

Die beschreibung „schüchtern und verschlossen“ deutet für mich darauf hin das dein Freund jemand ist der sich sehr viele gedanken über alles mögliche macht. (Ich selber gehören zu dennen die sich manchmal mehr gedanken machen als es gut für sie ist) desweiteren deutet das manchmal auch darauf hin das er es allen recht machen will. (auch eine eigenschaft die ich (leider) Besitze)

Die stimmungschwankungen würde ich damit erklären das er sich halt viele gedanken macht und sich plötzlich so in etwas verstrickt das die ganze laune den bach ab geht und er mühe hat da wieder rauszukommen. Das Passiert heuffig in Situationen wo er wohl keine für ihn akzeptable lösung finden kann.

Die eltern wären gerade sowas, angenommen er war 12 tage bei der Mutter und 2 tage beim vater und das immer wieder. Dann wird ihn die Mutter mehr beinflusst haben als der Vater weil diese ja mehr Zeit mit ihm verbringt. Dann kommt er jedoch zum Vater und der macht genau dasselbe wie die mutter. Am anfang glaubt man ihm nicht wieso auch? er hat ja de r mutter seelische schmerzen zugefügt. Irgendwann kommt man dann auf die idee das vieleicht beide seiten nicht gerade ein Weisses hemd haben. Und noch viel später realisiert man das wenn man sich zufest damit auseinander setzt und versucht probleme der Eltern zu lösen dass man keine Lösung finden kann weil die eltern nunmal so drauf sind wie sie sind. Und wenn man glück hat kapiert man (bei mir ging das bis 21) das einem eigentlich die Probleme der Eltern einen Sch**** angehen. Das haben sie sich selber eingebrockt. Und da fängt man an sich zu distanzieren (nicht von den eltern sondern vom Problem). Ich habe zum beispiel beiden gesagt ich wolle mit der ganzen trennungsgeschichte nichts mehr am hut haben. Es belaste mich zu sehr und es geht mich eigentlich nichts an. Ich mag beide so wie sie sind aber sie sollen mich da raushalten. Naja ein zwei rückfälle gabs, aber da bin ich ihnen gleich vor den karren gefahren und hab gesagt so nicht. Ich will wirklich nicht mehr die Kleinste anspielung darauf höhren wie gemein der andere sei. Kein „Die welt ist nicht gerecht“ kein „gerechtigkeit gibts leider nicht immer“ usw.

Seitdem gehts mir in dieser hinsicht besser.

Ich jedoch wage nicht zu behaupten das sei das Problem. Vieleicht steckt er auch einfach in einer Lebenskriese und fragt sich auf was fürner komischen welt wir hier leben. Und was der sinn seines ach so kleinen lebens ist. Na dann proscht malzeit, wenn er die antwort darauf hat soll ers mir sagen kommen ich studiere jetzt schon seit 7 Jahren daran rum.

Grundsätzlich hilft nur das gespräch suchen. Freundlich, unverbindlich, und nicht drängend. Er sagt was er sagen will mehr wird er nicht sagen. Aber ganz bestimmt wird er mehr fragen je weiter man nachhackt. Er ist es sich vieleicht nicht gewohnt das man ihn mehr fragt als „wie geht es dir ?“ antwort „gut“.

Also nachhacken aber wenn er sagt das darüber möchte er nicht sprechen lass es sein. Ich bin überzeugt er weiss am besten was mit ihm los ist, er will es nur nicht sagen. Wieso sollte er auch ? ist ja sein problem oder etwa nicht ? und lösen kann er es auch nur selber. Aber manchmal tut es gut mit jemandem zu sprechen.

Ich rede auch nur ganz selten von mir aus über meine Probleme. Da muss erst jemand was fragen. Dann gib ich ne antwort. Dann muss er weiter nachhacken dann geb ich ne ausführlichere antwort. usw…

Als wir letzten
Freitag weggingen, meinte er nach 2 Stunden einfach er wolle
jetzt heim. Auf meine Frage nach dem warum meinte er dann, es
würde ihm nicht mehr gefallen. In letzter Zeit ist er häufiger
deprimiert und v. a. launisch.

Dieses verhalten kenne ich von dem Lehrling der im 4ten lehrjahr war als ich im 1 war. (wir haben immer noch konntakt) er war depressiv und leidet phasen weise immer noch an depressionen.

Wenn du das gefühl hast er leidet an depressionen, dann werde dir eines bewusst. Depressionen sind kein dingsda was er einfach hat. Sondern ein deffekt im gehirn resp. es werden zuwenige Botenstoffe ausgeschüttet. (das kann ganz verschiedene ursachen haben) Und weil diese botenstoffe fehlen wird der Mensch depressiv. Es ist NICHT ein wirrwar von gedanken in dem er sich verstrickt hat. Es ist NICHT eine falsche lebenseinstellung. Sondern einfach eine Mangelerscheinung. Antidepressiva machen auch genau das sie fügen dem Körper die mangelnden botenstoffe hinzu (mit ner menge nebenwirkungen)

M. M. nach liegt das u. a. daran, dass er sich nicht
durchsetzt. Er läßt sich von anderen einfach zu viel gefallen
und läßt sich leicht einschüchtern. Zu seiner Vergangenheit
kann man sagen, dass er ein Scheidungskind ist. Er erzählt
häufiger dass es immer wieder Schwierigkeiten zwischen ihm und
seinem Stiefvater gibt, wenn er seine Mutter besucht. ICh
glaube das Verhältnis zwischen beiden ist nicht das beste, um
es vorsichtig auszudrücken. Teilweise ist er richtig wütend
auf ihn. Ich glaube das wirkt sich heute neg. auf andere
Beziehungen aus, von denen er nicht sehr viele hat.

Das würde passen zu dem was ich oben geschrieben habe.

Er hat sein Leben einfach nicht im Griff, setzt sich nicht
durch und hat wenig Selbstvertrauen. Ich habe das Gefühl dass
die jetzige Sit. sehr schwierig für ihn ist und frage mich wie
er sich so (auch beruflich) etablieren will. Seit Wochen geht
es bei ihm nicht mehr vorwärts.

passt genauso zu dem was ich oben geschrieben habe

Wer weiß eine Möglichkeit wie er wieder Anschluß finden und
Fuß fassen kann?

Sag ihm das du dir sorgen um ihn machst. Frag ihn was er denkt was los ist. Versuch nicht eine Lösung für ihn zu finden. Hilf ihm beim finden der lösung. Der einzige der die Lösung kennt ist er selber.

Was kann man machen?

alles oben beschrieben

Danke!

gerngeschehen, ich weiss aber nicht obs hilfreich ist.

Sev

Hallo!

Ich bin kein Scheidungskind, aber ich finde interessant, dass er gerade mit dem Studium fertig und arbeitslos ist. Genau meine Situation und die vieler meiner Kommilitonen.
Vor dem Studienende lernt man sehr viel, man hat eine Aufgabe. Ein Studium zu schaffen, ist ja prinzipiell erstmal eine anerkennungswürdige Leistung. Du bist also fertig, die letzte Prüfung ist rum, und plötzlich stehst du da und denkst: „Und jetzt?!“. So ging es mir. Erst musste ich noch einiges organisieren, was so mit dem täglichen Leben zusammenhängt. Aber dann hatte ich zwei Wochen lang einfach frei. Wirklich, keine Aufgabe, aber eben auch keine Perspektive, was nun wird. Ich wusste auch nicht, dass es nur zwei Wochen werden (es hat sich jetzt so rausgestellt). Erst denkt man, schön, jetzt habe ich Zeit, jetzt mache ich mal all die Dinge, für die ich in letzter Zeit keine Zeit hatte. Irgendwann hat man die fertig und es fehlt eine Aufgabe. Man wird nicht gebraucht, man wartet nur. Worauf, weiß man eigentlich nicht. Ich hatte in diesen zwei Wochen schwere Sinnkrisen. Da hat mir nur geholfen, mich mit meinen Freunden zu treffen und mich abzulenken. Ich hatte einen Umzug zu organisieren und war am Ende immer bei der Frage: „Wofür?“.
Es kommt einfach eine inhaltliche Leere und das Gefühl, nicht gebraucht zu werden. Ich habe aus meiner Krise herausgefunden, indem ich ein Jobangebot im Briefkasten hatte. Jetzt habe ich noch 6 Wochen frei, aber ich weiß, dass es dann losgeht. Ich kann dieses Freihaben plötzlich genießen, mal wieder in Ruhe lesen, alte Kontakte pflegen, es für mich einfach wie Urlaub anfühlen lassen. Ich habe in den zwei Wochen, von denen ich nie wusste, ob es eben zwei werden oder 10 oder gar ein ganzes Jahr, alle Stimmungen durchgemacht. Errettet hat mich wirklich nur die Aussicht, aber Mitte August wieder „gebraucht“ zu werden.

Das wird jetzt nicht viel helfen, aber ich wollte nur mal deutlich machen, dass dieses Verhalten nicht zwangsläufig was mit der Scheidung der Eltern zu tun haben muss. Dieses Loch nach der letzten Prüfung und wie man damit umgeht war auch neulich (vielleicht sogar aktuell?!) Thema in der Zeitschrift „Neon“. Für mich kam das zu spät, ich war schon in mein Loch gestürzt. Ich habe in dieser Zeit gemerkt, dass Arbeitslosigkeit wirklich auch ein schweres psychisches Los ist. Hätte ich nie gedacht. Am Anfang denkst du noch, schön, endlich Ferien. Aber irgendwann fühlst du dich nur noch leer.

Lenk ihn ab, zwinge ihn zu seine Glück. Und manchmal hilft es auch, wenn man einfach in Ruhe gelassen wird :wink:

Grüße!

**********************************************************************

Hallo!

Danke für die Antworten. Ich denke die Arbeitslosigkeit stellt für ihn zu den anderen Dingen zusätzlich eine Belastung dar. Ich habe gehört das Arbeitslosigkeit zu einer größeren Belastung werden kann.
(Hatte nach meinem Studium unmittelbar einen Job, zum Glück :wink:

Ich denke, ihm fehlt zusätzlich eine richtige Berufsperspektive. Wie er erzählt hat, bewirbt er sich in ganz verschiedenen Bereichen. Mir ist nicht klar ob er weiß was er wirklich will. Er hat einen Studiengang gewählt, in dem es viel Konkurrenz gibt, obwohl er nicht der typische Karrieretyp ist. Dazu fehlen ihm ein paar Eigenschaften (Durchsetzungsvermögen, Wille und Kampfgeist). Außerdem widmet er sich in seiner Freizeit viel der Musik, hat auch mal in Bands gespielt. Das mAcht er jetzt seit ca. einem Jahr nicht mehr. Also ich denke einen passenden Job zu finden, wird nicht einfach für ihn. Der Arbeitgeber dürfte nach seinem Studium auch hohe Erwartungen haben.
Zusätzlich hat er auch keine richtige Unterstützung bei der Jobsuche, nur die Arbeitsagentur.

Unterstützung kam damals von den Eltern. Heute gibt’s da ja einige Konflikte. Überhaupt steckt er da zu viel drin wie ich meine. Ich denke dadurch dass er lange bei seiner Mutter und dem Stiefvater gewohnt hat, hat er sich zu wenig abgenabelt. So ist er etw. uneigenständig, abhängig und auch wenig selbstbewußt. Momentan macht er sich mit Sicherheit viele Sorgen über seine Zukunft und grübelt. Vielleicht macht er sich auch Sorgen den richtigen Job zu finden und dort klar zu kommen. Auch wenn er das nicht so durchscheinen lassen will. Aber ich merke das, wenn er davon erzählt was er in den letzten Tagen so gemacht hat. Da ist dann meist nicht viel… Manchmal ist er dann total kommunikativ, in Aufbruchstimmung und ich denke jetzt hat er was, und ein anderes Mal total still und distanziert, ja resigniert. Er ist auch ein echter nice-guy der sich zu viel von anderen gefallen lässt. Das hilft ihm nicht und trägt nicht zur Standhaftigkeit und Eigenständigkeit bei.

Ich denke dass der Konflikt mit seinem Stiefvater ihm immernoch zu schaffen macht. Die haben sich nie akzeptiert aber trotzdem lange zusammen gewohnt. Da gab’s viel Missgunst und Ablehnung wie er mir mal erzählt hat. Auch andere Freunde von ihm waren wegen dem Stiefvater, der ein ziemlich grimmiger Typ ist, fast nie zu Besuch. Diesen Konflikt haben sie dann wohl nie ausgetragen. Ich denke das macht ihm einen ausgeglichenen Umgang mit anderen heute schwer. Er müßte sich da mal gegen den Stiefvater durchsetzen und ihm Paroli bieten oder auch mal einen einschenken, oder? Der Stiefvater nimmt sich auch teilweise was raus. Er hatte mal eine Freundin die Judith hieß, der Stiefvater nannte die aus Spaß einfach Edith - hat er mir erzählt. Auch wenn es in ihrer Abwesenheit war… Wenn er seinen Stiefvater respektieren würde und umgekehrt, dann käme er wahrscheinlich auch mit anderen besser zu Recht.

Jetzt steht bei ihm nächsten Monat ein Umzug an, da er nur zur Zwischenmiete wohnt. Seine Mutter und sein Stiefvater haben ihm am Wochenende angeboten zu ihnen zurückzuziehen, und zwar in das ehem. Zimmer seines kleinen Bruders, der jetzt in seinem großen Zimmer wohnt. Was haltet ihr von dem Vorschlag?

Ich glaube die momentane Sit. ist nicht einfach für ihn: Probleme mit dem Stiefvater, keinen Job, kaum Freunde und eine problematische Berufsperspektive.
m. M. n. wäre es hilfreich für ihn, wenn er mal etw. mehr standing entwickeln würde und sich durchsetzen würde. er sollte sich auf jeden Fall mehr zu trauen und im Wind stehen und auf alle Fälle nach vorne schauen.

Viele Grüße,
Jul

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

du hörst dich an wie unsere Motivationstrainerin von letzter Woche. Oder wie ein Politiker der nicht weit genug denkt.

Wenn jemand NICHT genug Selbstbewußtsein hat WIRD er nicht sein Leben selbst in die Hand nehmen. Da ist fast immer Hilfe von außen nötig.

Die Phrasen von dir ziehen bei Personen die eh schon meist erfolgreich sind. Helfen aber nicht denjenigen die auf der Kippe stehen.

Sorry, mußte ich aber mal loswerden. Im Endeffekt von der Sache her hast du natürlich recht daß das Ziel Hilfe zur Selbsthilfe sein muß.

Aber mit der „Hauruck“-Methode erreicht man das bei den Wenigsten.

Liebe Grüße,

Ralf

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Die Phrasen von dir ziehen bei Personen die eh schon meist
erfolgreich sind. Helfen aber nicht denjenigen die auf der
Kippe stehen.

Aber mit der „Hauruck“-Methode erreicht man das bei den
Wenigsten.

Letztendlich ist das die Wiedergabe der
üblichen Phrasen von „Fokussiere den Verkauf
von Dir selber“, „Konzentriere Dich auf den Erfolg“
oder gar „Du entscheidest wer Du bist“. Also diese
unsäglich banalen und in 100,000-facher Ausfertigung
käuflich zu erwerbenden „Ratschläge“ :wink:

Andererseits scheint es (meiner Meinung nach)
in einer verrückten Umgebung ziemlich normal,
erstmal gar nichts zu tun, erstmal zu schaudern,
zu zögern. Die Anpassung an die verrückte Welt
durch Ver-rückung des eigenen Selbst ist nicht
jedem gegeben …

Grüße

CMБ

1 „Gefällt mir“

______________________________________________________________________

Hallo!

Danke für die Antwort! Ich denke die Arbeitslosigkeit stellt zusätzlich zu den anderen Dingen eine Belastung für ihn dar. Ich habe gehört das Arbeitslosigkeit zu einer größeren Belastung werden kann. (Hatte nach meinem Studium aber unmittelbar einen Job…)

Ich denke, ihm fehlt zusätzlich eine richtige Berufsperspektive. Wie er erzählt hat, bewirbt er sich in ganz verschiedenen Bereichen. Mir ist nicht klar ob er weiß was er wirklich will. Er hat einen Studiengang gewählt, in dem es viel Konkurrenz gibt, obwohl er nicht der typische Karrieretyp ist. Dazu fehlen ihm ein paar Eigenschaften (Durchsetzungsvermögen, Wille und Kampfgeist). Außerdem widmet er sich in seiner Freizeit viel der Musik, hat auch mal in Bands gespielt. Das mAcht er jetzt seit ca. einem Jahr nicht mehr. Also ich denke einen passenden Job zu finden, wird nicht einfach für ihn. Der Arbeitgeber dürfte nach seinem Studium auch hohe Erwartungen haben. Zusätzlich gibt es auch niemanden der ihne bei der Jobsuche unterstützt, da ist nur die Arbeitsagentur.

Ich denke dass der Konflikt mit seinem Stiefvater ihm immernoch zu schaffen macht. Die haben sich nie akzeptiert aber trotzdem lange zusammen gewohnt. Da gab’s viel Missgunst und Ablehnung wie er mir mal erzählt hat. Auch andere Freunde von ihm waren wegen dem Stiefvater, der ein ziemlich grimmiger Typ ist, fast nie zu Besuch. Diesen Konflikt haben sie dann wohl nie ausgetragen. Ich denke das macht ihm einen ausgeglichenen Umgang mit anderen heute schwer. Er müßte sich da mal gegen den Stiefvater durchsetzen und ihm Paroli bieten oder auch mal einen einschenken, oder? Der Stiefvater nimmt sich auch teilweise was raus. Er hatte mal eine Freundin die Judith hieß, der Stiefvater nannte die aus Spaß einfach Edith - hat er mir erzählt. Auch wenn es in ihrer Abwesenheit war… Wenn er seinen Stiefvater respektieren würde und umgekehrt, dann käme er wahrscheinlich auch mit anderen besser zu Recht.

Jetzt steht bei ihm nächsten Monat ein Umzug an, da er nur zur Zwischenmiete wohnt. Seine Mutter und sein Stiefvater haben ihm am Wochenende angeboten zu ihnen zurückzuziehen, und zwar in das ehem. Zimmer seines kleinen Bruders, der jetzt in seinem großen Zimmer wohnt. Was hälst du von dem Vorschlag?

Viele Grüße,
Jul

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

_____________________________________________________________________

Hallo,

danke! Hilfreich war es auf jeden Fall. Ich habe eine Antwort auf den 1. Artikel geschrieben, wenn du die mal lesen könntest?!

Grüße!
Jul

Hallo,

Die Phrasen von dir ziehen bei Personen die eh schon meist
erfolgreich sind. Helfen aber nicht denjenigen die auf der
Kippe stehen.

Aber mit der „Hauruck“-Methode erreicht man das bei den
Wenigsten.

Andererseits scheint es (meiner Meinung nach)
in einer verrückten Umgebung ziemlich normal,
erstmal gar nichts zu tun, erstmal zu schaudern,
zu zögern. Die Anpassung an die verrückte Welt
durch Ver-rückung des eigenen Selbst ist nicht
jedem gegeben …

Grüße

CMБ

______________________________________________________________________

Hallo!

Danke für die Antwort! Ich denke die Arbeitslosigkeit stellt zu den Problemen mit den Eltern, seiner Unsicherheit, Durchsetzungsschwäche und Kontaktmangel zu anderen, eine zusätzliche Belastung für ihn dar. Ich habe gehört das Arbeitslosigkeit zu einer größeren Belastung werden kann. (Hatte aber unmittelbar nach meinem Studium einen Job…)

Ich denke, ihm fehlt zusätzlich eine richtige Berufsperspektive. Wie er erzählt hat, bewirbt er sich in ganz verschiedenen Bereichen. Mir ist nicht klar ob er weiß was er wirklich will. Er hat einen Studiengang gewählt, in dem es viel Konkurrenz gibt, obwohl er nicht der typische Karrieretyp ist. Dazu fehlen ihm ein paar Eigenschaften (Durchsetzungsvermögen, Wille und Kampfgeist). Außerdem widmet er sich in seiner Freizeit viel der Musik, hat auch mal in Bands gespielt. Das mAcht er jetzt seit ca. einem Jahr nicht mehr. Also ich denke einen passenden Job zu finden, wird nicht einfach für ihn. Der Arbeitgeber dürfte nach seinem Studium auch hohe Erwartungen haben und wahrscheinlich zweifelt er stark an sich selbst. Außer der Arbeitsagentur hat er auch keine Unterstütztung bei der Jobsuche soweit ich weiß.

Da waren damals die Eltern mit denen er heut Konflikte hat. Überhaupt steckt er da zu viel drin wie ich meine. Ich denke er hat sich bei der Mutter und seinem Stiefvater auch kaum durchgesetzt. Hat sich zu wenig abgenabelt und ist relativ uneigenständig und wenig selbstbewußt. Momentan macht er sich mit Sicherheit viele Ged. über die Zukunft, auch wenn er das nicht so durchscheinen lassen will. Aber ich merke es, wenn er erzählt was er in den letzten Tagen gemacht hat. Ist meist nicht viel… Manchmal ist er total kommunikativ, in Aufbruchstimmung und ich denke jetzt hat er was, und ein anderes Mal total still und distanziert, ja resigniert. Er ist auch ein echter nice-guy der sich zu viel von anderen gefallen lässt. Sowas hilft einem ja nicht gerade ein selbstbewußtes, eigenständiges und zielgerichtetes Leben zu führen.

Ich denke dass der Konflikt mit seinem Stiefvater ihm immernoch zu schaffen macht. Die haben sich nie akzeptiert aber trotzdem lange zusammen gewohnt. Da gab’s viel Missgunst und Ablehnung wie er mir mal erzählt hat. Auch andere Freunde von ihm waren wegen dem Stiefvater, der ein ziemlich grimmiger Typ ist, fast nie zu Besuch. Diesen Konflikt haben sie dann wohl nie ausgetragen. Ich denke das macht ihm einen ausgeglichenen Umgang mit anderen heute schwer. Er müßte sich da mal gegen den Stiefvater durchsetzen und ihm Paroli bieten oder auch mal einen einschenken, oder? Der Stiefvater nimmt sich auch teilweise was raus. Er hatte mal eine Freundin die Judith hieß, der Stiefvater nannte die aus Spaß einfach Edith - hat er mir erzählt. Auch wenn es in ihrer Abwesenheit war… Wenn er seinen Stiefvater respektieren würde und umgekehrt, dann käme er wahrscheinlich auch mit anderen besser zu Recht.

Jetzt steht bei ihm nächsten Monat ein Umzug an, da er nur zur Zwischenmiete wohnt. Seine Mutter und sein Stiefvater haben ihm am Wochenende angeboten zu ihnen zurückzuziehen, und zwar in das ehem. Zimmer seines kleinen Bruders, der jetzt in seinem großen Zimmer wohnt. Was hälst du von dem Vorschlag?

Und wie kann er diese nice-guy Einstellung in eine selbstbewußte Einstellung umwandeln? Für’s Berufsleben braucht er v.a. die nötige Schärfe (Härte).

Viele Grüße,
Jul

was erwartet er von seinen leben? was möchte er ändern und
dann das wie? was will er dafür tun? wann will er damit
anfangen?
es gibt einen lebensplan- was erledige am montag, den…usw.
er kann sich auch hilfe bei fachleuten suchen für eine
begrenzte zeit.
gruss kfm

________________________________________________________________________

Hallo,

danke für deine Antwort. Ich denke er möchte in jedem Fall so schnell es geht im Berufsleben Fuß fassen und einen soliden Freundeskreis aufbauen. Problematisch sehe ich da seine Einstellung. Er ist irgendwie zu ‚lieb‘, läßt sich meiner Meinung nach zu viel gefallen und ist unselbstbewußt. Darüber hinaus er einfach nicht der Karrieretyp, zu dem sein Studium passt. Der Arbeitgeber wird auf jeden fall hohe Erwartungen haben. Dazu die Konflikte mit seinen Eltern… Er müßte sich einfach mehr durchsetzen und selbst behaupten. Ich denke das würde sehr helfen.

Diese nice-guy Einstellung bringt einen einfach nicht weiter, schon gar nicht in der Berufswelt.

Viele Grüße!
Jul

Hallo,

im Ursprungsposting hast Du seine Situation an dem Punkt, dass er Scheidungskind ist, festgemacht.

Mal Fragen, die zu dieser Situation zurückkehren. Wie alt war er als sich die Eltern trennten? Hat er Kontakt zum leiblichen Vater und den Verwandten aus dieser „Ecke“?

Wenn nein, wie lange schon nicht mehr?

Viele Grüße
Ingrid

Hallo!

Zu vielen deiner Aussagen kann ich nichts sagen, da ich den Freund ja nicht kenne und auch recht wenig Ahnung von Psychologie habe, aber…

Jetzt steht bei ihm nächsten Monat ein Umzug an, da er nur zur
Zwischenmiete wohnt. Seine Mutter und sein Stiefvater haben
ihm am Wochenende angeboten zu ihnen zurückzuziehen, und zwar
in das ehem. Zimmer seines kleinen Bruders, der jetzt in
seinem großen Zimmer wohnt. Was hälst du von dem Vorschlag?

Ich habe gewusst, dass egal, was kommt, nach 6 Jahren „in Freiheit“ leben ich garantiert nicht wieder zu meinen Eltern ziehe. Ich verstehe mich sehr gut mit ihnen, aber ich bin mit 18 ausgezogen, habe mein Zimmer geräumt und den Schlüssel abgegeben. Und das ist (für mich) auch gut so. Selbst wenn sich jetzt bei mir nicht so schnell etwas aufgetan hätte, so wäre ich doch nicht zurück gegangen. Da prallen ganz schnell Welten aufeinander! Klar, wenn es gar nicht anders geht, würde ich vielleicht auch diesen Schritt tun. Aber vorher stünden noch alle Nebenjobs, die mir ein wenig Geld in die Tasche spielen würden, und vielleicht sogar der Gang zum Amt.
Wie gesagt, ich verstehe ich mich gut mit meinen Eltern, wenn wir telefonieren oder ich auf Besuch bin, aber mehr als ein Wochenende im gleichen Haus muss dann auch nicht sein. Man hatte sein eigenes und wird ein Gast. Nichts für mich!

Grüße!

danke für deine Antwort. Ich denke er möchte in jedem Fall so
schnell es geht im Berufsleben Fuß fassen und einen soliden
Freundeskreis aufbauen. Problematisch sehe ich da seine
Einstellung. Er ist irgendwie zu ‚lieb‘, läßt sich meiner
Meinung nach zu viel gefallen und ist unselbstbewußt. Darüber
hinaus er einfach nicht der Karrieretyp, zu dem sein Studium
passt. Der Arbeitgeber wird auf jeden fall hohe Erwartungen
haben. Dazu die Konflikte mit seinen Eltern… Er müßte sich
einfach mehr durchsetzen und selbst behaupten. Ich denke das
würde sehr helfen.

Diese nice-guy Einstellung bringt einen einfach nicht weiter,
schon gar nicht in der Berufswelt.

Hallo,
Du hast mich bei meinem Posting auf diese Antwort verwiesen.

Ich würdin mal fragen ob er das überhaubt will. Weil ich könnte mir gut vorstellen das er diese nice-guy einstellung an sich mag. Das genau das etwas ist was er an sich selber schätzt und für sich im geheimen auch stolz darauf ist. Und somit halt alle nachteile die diese einstellung mit sich bringt auch nicht so gewichtet und beachtet. Vieleicht ist es garnicht sein wunsch eine Riesen karriere hinzulegen. vielleicht will er einfach in ruhe sein Leben geniessen, und das kann man meiner meinung nur wenn man sich zeit zum Leben nimmt.

Diese Nice-guy einstellung kritisiert meine Verlobte an mir manchmal auch. Weil ich halt Probleme für andere ausbade, der Punkt ist aber das mich die Probleme meist auch indirekt betreffen. Und ich einfach die Beste lösung finden will.

z.b. Vater der Verlobten nimmt den hund an einen anlass mit an dem der hund nichts zu suchen hat (diplomfeier) Ich organisier halt meine Schwester die darauf aufpasst damit meine verlobte keine schlechte laune hat und ihre diplomfeier den bach runter geht. Der hund nicht irgendwo in ner tiefgarage im auto 4 Stunden warten muss.

Sie Sauer weil ich den Fehler ihres Vaters gleich ausgebügelt hat

Aber was musste ich tun ? Ich musste ein Telefon machen und meine Jüngere schwester hatte einen Schönen Tag mit einem Hund und das hat ihr sicher gefallen.

anderes Beispiel: Mitbewonerin ist ausgezogen, sie putzt leider einfach schrecklich, also mir wärs egal gewesen die ganze wohnung selber zu Putzen aber hab dann doch das gespräch gesucht nachdem die ersten paar anläufe einfach nicht klappen wollten. Komischerweise ging es dann etwas wirklich sauber zu Putzen.

Andere hätten da den streit gesucht und versucht die Ex-mitbewonerin fertig zu machen. Ich habe ihr einfach ganz klar gesagt wenn sie weiter so scheisse Putze könne sie gehen ich mach den Rest. Weil es gibt dinge die mich viieeel mehr nerven. Z.b. dort weiterputzen wo die andere bereits fertig gewesen ist.

Viele Grüße!
Jul

Auch lg Sev

Hallo, Metron!

Ich bin selbst ein Scheidungskind, der auch mit der Mutter und Stiefvater aufgewachsen ist aber Gott sei dank, hatte ich nur am Anfang Probleme mit meinem Vater (inzwischen ist er nicht mehr der STIEFvater für mich). Ich kann mir aber dennoch vorstellen, wie dein Freund sich ingefähr fühlt. Und meiner Meinung nach, hat er eher ein Problem mit sich selbst. Auch wenn es ihm nicht bewusst ist. Und dagegen sollte eine Therapie helfen. Es soll nicht abwertend klingen! Es ist nicht einfach über ALLES zu reden, auch nicht mit den Freunden, denen man eigentlich vertraut. Manchmal ist uns selbst nicht klar, was uns bedrückt und da kann jemand, der dafür ausgebildet ist, evt. mehr helfen. Wenn er mit sich selbst nicht klar kommt, wird es mit den anderen auch nichts.
Denk drüber nach.

Liebe Grüsse

Hallo,

im Ursprungsposting hast Du seine Situation an dem Punkt, dass
er Scheidungskind ist, festgemacht.

Mal Fragen, die zu dieser Situation zurückkehren. Wie alt war
er als sich die Eltern trennten? Hat er Kontakt zum leiblichen
Vater und den Verwandten aus dieser „Ecke“?

Hallo Ingrid,

die Trennung seiner Eltern liegt schon lange zurück, bestimmt 16 Jahre. Ich schätze da war er nicht älter als 10 Jahre alt.

Also Kontakt hat er zu seinem richtigen Vater nur ca. 4 mal pro Jahr. Früher häufiger. Ich kann mir vorstellen, dass er v. a. früher mehr Kontakt mit ihm haben wollte. Aber evtl. wollte der Vater das nicht. Er hat mal erzählt dass sein Vater eher distanziert war und er nicht so viel Kontakt mit ihm hatte. Kann mir nicht vorstellen dass er (also mein Freund) glücklich darüber war, schließlich möchte ja jeder einen guten Kontakt zu den Eltern haben.
So weit ich weiß gibt es auf der Seite des Vaters keinen großen Verwandten-Stamm, höchstens noch die Oma, aber die sieht er wohl nicht häufiger als den Vater.

Grüße!
Jul

Hallo,
Du hast mich bei meinem Posting auf diese Antwort verwiesen.

Ich würdin mal fragen ob er das überhaubt will. Weil ich
könnte mir gut vorstellen das er diese nice-guy einstellung an
sich mag.

Hallo,

danke für die Antwort. Also grundsätzlich ist es nicht verkehrt, nice-guy sein zu können. Und Freunden gegen über und im privaten Bereich ist das ja vollkommen in Ordnung. Die Gefahr dabei besteht nur nicht ausgenutzt zu werden, da muß man halt aufpassen.

anderes Beispiel: Mitbewonerin ist ausgezogen, sie putzt
leider einfach schrecklich, also mir wärs egal gewesen die
ganze wohnung selber zu Putzen aber hab dann doch das gespräch
gesucht nachdem die ersten paar anläufe einfach nicht klappen
wollten. Komischerweise ging es dann etwas wirklich sauber zu
Putzen.

Andere hätten da den streit gesucht und versucht die
Ex-mitbewonerin fertig zu machen. Ich habe ihr einfach ganz
klar gesagt wenn sie weiter so scheisse Putze könne sie gehen
ich mach den Rest. Weil es gibt dinge die mich viieeel mehr
nerven. Z.b. dort weiterputzen wo die andere bereits fertig
gewesen ist.

Gutes Beispiel, aber was ich meinte war, dass diese Eigenschaft im Berufsleben eher hinderlich ist. Der nächste Schritt für ihn ist es ja, im Berufsleben Fuß zu fassen. Auch wenn jmd. keine Karriere in dem Sinne anstrebt muß man sich erstmal selber behaupten. Er ist mit seinem Studium irgendwie übers Ziel hinausgeschossen. Ich denke man erwartet einfach viel mehr von ihm. Da kann er sich jetzt nur noch bewerben so viel es geht und hoffen, dass es mit einem Job klappt. So ne Einstellung ändert man sicher nicht von heute auf morgen…

Viele Grüße!
Jul