auch dir hallo
Vom Charakter her ist er eher schüchtern und verschlossen. Er
wirkt häufig ruhelos und sehr unzufrieden. Dazu ist seine
Stimmung stark von der Tagesform abhängig.
Diese Beschreibung hätte zum teil auch auf mich zutreffen können (auch meine eltern haben sich getrennt als ich 11 war. mit 20 war die sache immer noch nicht vom tisch. )
Als kind ist es hart zwischen zwei eltern zu leben die sich nicht mehr unbedingt gut verstehen. Ganz unbewusst versuchen beide elterteilen einem auf die eigene Seite zu ziehen. Sie machen das nicht böswillig oder absichtlich. Es passiert halt einfach mit kleinen Sprüchen und Aussagen. Jeder der beiden Eltern hat das gefühl er werde ungerecht behandelt und möchten natürlich vom Kind verstanden werden.
Die beschreibung „schüchtern und verschlossen“ deutet für mich darauf hin das dein Freund jemand ist der sich sehr viele gedanken über alles mögliche macht. (Ich selber gehören zu dennen die sich manchmal mehr gedanken machen als es gut für sie ist) desweiteren deutet das manchmal auch darauf hin das er es allen recht machen will. (auch eine eigenschaft die ich (leider) Besitze)
Die stimmungschwankungen würde ich damit erklären das er sich halt viele gedanken macht und sich plötzlich so in etwas verstrickt das die ganze laune den bach ab geht und er mühe hat da wieder rauszukommen. Das Passiert heuffig in Situationen wo er wohl keine für ihn akzeptable lösung finden kann.
Die eltern wären gerade sowas, angenommen er war 12 tage bei der Mutter und 2 tage beim vater und das immer wieder. Dann wird ihn die Mutter mehr beinflusst haben als der Vater weil diese ja mehr Zeit mit ihm verbringt. Dann kommt er jedoch zum Vater und der macht genau dasselbe wie die mutter. Am anfang glaubt man ihm nicht wieso auch? er hat ja de r mutter seelische schmerzen zugefügt. Irgendwann kommt man dann auf die idee das vieleicht beide seiten nicht gerade ein Weisses hemd haben. Und noch viel später realisiert man das wenn man sich zufest damit auseinander setzt und versucht probleme der Eltern zu lösen dass man keine Lösung finden kann weil die eltern nunmal so drauf sind wie sie sind. Und wenn man glück hat kapiert man (bei mir ging das bis 21) das einem eigentlich die Probleme der Eltern einen Sch**** angehen. Das haben sie sich selber eingebrockt. Und da fängt man an sich zu distanzieren (nicht von den eltern sondern vom Problem). Ich habe zum beispiel beiden gesagt ich wolle mit der ganzen trennungsgeschichte nichts mehr am hut haben. Es belaste mich zu sehr und es geht mich eigentlich nichts an. Ich mag beide so wie sie sind aber sie sollen mich da raushalten. Naja ein zwei rückfälle gabs, aber da bin ich ihnen gleich vor den karren gefahren und hab gesagt so nicht. Ich will wirklich nicht mehr die Kleinste anspielung darauf höhren wie gemein der andere sei. Kein „Die welt ist nicht gerecht“ kein „gerechtigkeit gibts leider nicht immer“ usw.
Seitdem gehts mir in dieser hinsicht besser.
Ich jedoch wage nicht zu behaupten das sei das Problem. Vieleicht steckt er auch einfach in einer Lebenskriese und fragt sich auf was fürner komischen welt wir hier leben. Und was der sinn seines ach so kleinen lebens ist. Na dann proscht malzeit, wenn er die antwort darauf hat soll ers mir sagen kommen ich studiere jetzt schon seit 7 Jahren daran rum.
Grundsätzlich hilft nur das gespräch suchen. Freundlich, unverbindlich, und nicht drängend. Er sagt was er sagen will mehr wird er nicht sagen. Aber ganz bestimmt wird er mehr fragen je weiter man nachhackt. Er ist es sich vieleicht nicht gewohnt das man ihn mehr fragt als „wie geht es dir ?“ antwort „gut“.
Also nachhacken aber wenn er sagt das darüber möchte er nicht sprechen lass es sein. Ich bin überzeugt er weiss am besten was mit ihm los ist, er will es nur nicht sagen. Wieso sollte er auch ? ist ja sein problem oder etwa nicht ? und lösen kann er es auch nur selber. Aber manchmal tut es gut mit jemandem zu sprechen.
Ich rede auch nur ganz selten von mir aus über meine Probleme. Da muss erst jemand was fragen. Dann gib ich ne antwort. Dann muss er weiter nachhacken dann geb ich ne ausführlichere antwort. usw…
Als wir letzten
Freitag weggingen, meinte er nach 2 Stunden einfach er wolle
jetzt heim. Auf meine Frage nach dem warum meinte er dann, es
würde ihm nicht mehr gefallen. In letzter Zeit ist er häufiger
deprimiert und v. a. launisch.
Dieses verhalten kenne ich von dem Lehrling der im 4ten lehrjahr war als ich im 1 war. (wir haben immer noch konntakt) er war depressiv und leidet phasen weise immer noch an depressionen.
Wenn du das gefühl hast er leidet an depressionen, dann werde dir eines bewusst. Depressionen sind kein dingsda was er einfach hat. Sondern ein deffekt im gehirn resp. es werden zuwenige Botenstoffe ausgeschüttet. (das kann ganz verschiedene ursachen haben) Und weil diese botenstoffe fehlen wird der Mensch depressiv. Es ist NICHT ein wirrwar von gedanken in dem er sich verstrickt hat. Es ist NICHT eine falsche lebenseinstellung. Sondern einfach eine Mangelerscheinung. Antidepressiva machen auch genau das sie fügen dem Körper die mangelnden botenstoffe hinzu (mit ner menge nebenwirkungen)
M. M. nach liegt das u. a. daran, dass er sich nicht
durchsetzt. Er läßt sich von anderen einfach zu viel gefallen
und läßt sich leicht einschüchtern. Zu seiner Vergangenheit
kann man sagen, dass er ein Scheidungskind ist. Er erzählt
häufiger dass es immer wieder Schwierigkeiten zwischen ihm und
seinem Stiefvater gibt, wenn er seine Mutter besucht. ICh
glaube das Verhältnis zwischen beiden ist nicht das beste, um
es vorsichtig auszudrücken. Teilweise ist er richtig wütend
auf ihn. Ich glaube das wirkt sich heute neg. auf andere
Beziehungen aus, von denen er nicht sehr viele hat.
Das würde passen zu dem was ich oben geschrieben habe.
Er hat sein Leben einfach nicht im Griff, setzt sich nicht
durch und hat wenig Selbstvertrauen. Ich habe das Gefühl dass
die jetzige Sit. sehr schwierig für ihn ist und frage mich wie
er sich so (auch beruflich) etablieren will. Seit Wochen geht
es bei ihm nicht mehr vorwärts.
passt genauso zu dem was ich oben geschrieben habe
Wer weiß eine Möglichkeit wie er wieder Anschluß finden und
Fuß fassen kann?
Sag ihm das du dir sorgen um ihn machst. Frag ihn was er denkt was los ist. Versuch nicht eine Lösung für ihn zu finden. Hilf ihm beim finden der lösung. Der einzige der die Lösung kennt ist er selber.
Was kann man machen?
alles oben beschrieben
Danke!
gerngeschehen, ich weiss aber nicht obs hilfreich ist.
Sev