meine Tochter ist jetzt fast 2 Jahre alt und lebt bei meiner Exfrau. Ich sehe meine
Tochter jedes Wochenende für einen Tag, an
dem ich Sie zu mir hole und Abends wieder
heim bringe. Jedesmal danach stellt Sie den
größten Terror an, daß heißt Sie will nicht schlafen gehen, schmeißt mit Ihrem Spielzeug um sich und fängt im härtesten Fall mit Fieber und Übelkeit an. Dieses kann sich dann über zwei bis drei Tage hinwegziehen.
Wer kann mir einen Tipp geben wie man Sich in einem solchen Fall am besten verhält?
Schon im voraus herzlichen Dank für jede Info!!!
Ich fürchte, deine Tochter ist mit der Situation überfordert. Jedes Wochenende und dann nur für einen Tag, das ist wahrscheinlich zuviel Wechsel für sie. Wenn sie sich gerade wieder ein bisschen an dich gewöhnt hat, bringst du sie wieder weg. Es wäre wahrscheinlich besser, wenn du sie alle 2 Wochen für ein Wochenende zu dir holen würdest.
Wenn es alle 2 Wochen nicht geht, bzw. wenn das auch nichts bringt, würde ich an eurer Stelle auf jeden Fall in einer Erziehungsberatungsstelle oder bei einem Kinderpsychologen Rat holen. Vielleicht ist es für eure Tochter im Moment sogar besser, dich gar nicht zu sehen (auch wenn das sicher schmerzlich für dich wäre), aber das Wohl des Kindes sollte wichtiger sein als dein Wunsch, deine Tochter zu sehen. Oder ist es vielleicht umgekehrt, und sie will lieber bei dir als bei deiner Frau sein? Es gibt so viele Möglichkeiten. Es wäre bestimmt gut, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen! Alles Gute!
Gruß,
Delia
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Hallo,
zunächst möchte ich mal meiner Vorrednerin insofern zustimmen, daß das natürlich viele Ursachen haben kann - und im Zweifelsfall ist natürlich der Besuch einer Erziehungsberatung anzuraten (die gibt es ja von den verschiedensten Trägern, bestimmt auch bei Euch in der Nähe). Zu einem Psychologen könnt Ihr danach immer noch gehen.
Es könnte natürlich sein, daß Deine Tochter wirklich überfordert ist und ich bin auch der Meinung, daß 1 Tag in der Woche nicht so ein guter Rhythmus ist - bevor sie merkt, daß sie da war, muß sie auch schon wieder weg.
Andererseits denke ich, daß Kinder in dem Alter eigentlich noch recht gut mit veränderten Situationen klarkommen…, ich also nicht unbedingt einen ernsthaften psychischen Schaden oder ähnliches vermuten würde.
Vielmehr käme mir da in den Sinn, daß sie herausgefunden hat, wie sie Euch „kriegen kann“ - vermutlich macht Ihr Euch große Sorgen und seid dementsprechend unsicher im Umgang mit ihrem Verhalten und unklar in Eurem Verhalten. Ich könnte mir gut vorstellen, daß sie, sobald Ihr ihr durch Euer Verhalten (nicht nur durch Worte) klargemacht habt, daß die Situation nun mal so ist wie sie ist und daß Ihr dahintersteht, auch mit dem „Terror“ aufhört. Dann hat sie einen sicheren Rahmen ihres zur Zeit etwas durcheinandergeratenen Lebens und kann die Situation akzeptieren.
Ich fürchte, deine Tochter ist mit der
Situation überfordert. Jedes Wochenende
und dann nur für einen Tag, das ist
wahrscheinlich zuviel Wechsel für sie.
Wenn sie sich gerade wieder ein bisschen
an dich gewöhnt hat, bringst du sie
wieder weg. Es wäre wahrscheinlich
besser, wenn du sie alle 2 Wochen für ein
Wochenende zu dir holen würdest.
Dem muss ich ganz entschieden widersprechen. Für Kleinkinder ist häufiger kurzer Kontakt wichtiger als „seltener“ langer Kontakt. Oft ist allerdings die 2-Wochen-Lösung bequemer für die Eltern, aber da hast du ganz recht: das Wohl des Kindes zählt, nicht Bequemlichkeit der Eltern.
Wenn es alle 2 Wochen nicht geht, bzw.
wenn das auch nichts bringt, würde ich an
eurer Stelle auf jeden Fall in einer
Erziehungsberatungsstelle oder bei einem
Kinderpsychologen Rat holen.
Das ist allerdings ein guter Vorschlag.
Vielleicht
ist es für eure Tochter im Moment sogar
besser, dich gar nicht zu sehen (auch
wenn das sicher schmerzlich für dich
wäre), aber das Wohl des Kindes sollte
wichtiger sein
Das wiederum ist totaler Quatsch! Versetze dich doch mal in die Situation des Kindes! Es wird denken, der Vater habe sie verlassen, sich vermulich ungeliebt oder gar schuldig fühlen. Es wird sich dann extrem an die Mutter binden, um diese nicht auch noch zu verlieren. Lezteres wird ein späteres Annhähern viel schwieriger und vor allem schmerzhafter machen. Wie kommst du nur auf so eine Idee und begründest sie dann noch mit dem Kindeswohl?
Ich weiss, wovon ich rede, denn ich war vor einem Jahr in derselben Grundsituation und habe mich sehr intensiv damit beschäftigt. Zum Glück hatte unsere Tochter nie so extrem reagiert wie in diesem Fall.
Alles Gute, besonders für alle Scheidungkinder, wünscht
Michael
Mein Soh ist jetzt 11 Jahre alt. Mein Ex-Mann und ich haben uns getrennt, als er 1 Jahr alt war. Nach einem weiteren Jahr hat er seinen Vater - auf den Initiative hin - nicht mehr gesehen. Mein Sohn leidet immer noch darunter, obwohl er mit meinem Freund einen tollen Vater bekommen hat!
Nach einem weiteren
Jahr hat er seinen Vater - auf den
Initiative hin - nicht mehr gesehen. Mein
Sohn leidet immer noch darunter, obwohl
er mit meinem Freund einen tollen Vater
bekommen hat!
das tut mir für deinen Sohn wirklich leid. Ich werde solche „Väter“ (die die Bezeichnung nicht verdient haben) nie verstehen. Meiner Tochter wird das mit Sicherheit nicht passieren.