mein Sohn (6 J.) hat beim Gutenachtgespräch darüber nachgedacht wie oft wir uns sehen. Er hat die Tage aufgezählt die Wochenenden benannt und fing dann an zu weinen.
Mein Trösten ließ er nicht zu und hat dann sofort das Thema gewechselt.
Die Kleinen merken mächtig schlau.
Ich weiss nicht, wie Du ihn versucht hast zu trösten, aber man sollte nicht verscuhen, die Trauer, Wut, Enttäuschung, Einsamkeit… des Kindes „wegzureden“; manchmal reicht erst einmal einfach nur in den Armnehmen als Zeichen des Da-Seins, Verstehens, Angenommenseins, und man braucht (erstmal) nicht viel zu sagen. Vielleicht hilft Dir das auch, wenn Du merkst, dass Du in diesem Augenblick eigentlich nicht die richtigen Worte dafür parat hast.
Mitfühlende Grüsse,
Deborah
mein Sohn (6 J.) hat beim Gutenachtgespräch darüber
nachgedacht wie oft wir uns sehen. Er hat die Tage aufgezählt
die Wochenenden benannt und fing dann an zu weinen.
Mein Trösten ließ er nicht zu und hat dann sofort das Thema
gewechselt.
Die Kleinen merken mächtig schlau.
wie oft seht ihr euch denn? Meine Tochter (fast 6) war jedes zweite WE von Fr bis So für ca. 48 Stunden bei mir, und ich jeden Mittwoch-Abend für ein paar Stunden. Sie zeigte immer starke Loyalitätskonflikte am Freitag (will bei Mama bleiben) und Sonntag (will bei Papa bleiben).
Nach einem gemeinsamen Gespräch beim JA haben wir den Umgang ausgeweitet, von Fr bis Mo (zum Kindergarten), einmal im Monat hole ich sie außerdem am Fr direkt vom KiGa ab und einmal im Monat bleibt sie auch vom Mi-Do bei mir.
Obes nun an dem Gespräch lag was sicher auch einige Ängste ihrer Eltern abgebaut hat, oder an dem erweiterten Umgang, aber seitdem wir die neue Regelung haben (ca. 2-3 Monate), sind die Loyalitätskonflikte fast völlig verschwunden.
Ich weiss nicht, wie Du ihn versucht hast zu trösten, aber man
sollte nicht verscuhen, die Trauer, Wut, Enttäuschung,
Einsamkeit… des Kindes „wegzureden“; manchmal reicht erst
einmal einfach nur in den Armnehmen als Zeichen des Da-Seins,
Ich habe von Anfang an nichts weggeredet. Trauer,Wut und schlechte Laune gehören immer dazu.Ich finde es wichtig, daß er sowas auch bewußt auslebt wenn ihm danach ist.
Nur ist mir in dem Moment wieder klar geworden, daß doch nicht alles in Ordnung ist.
Man kann sich im normalen Tagesablauf leicht einbilden, daß alles gut läuft.
Wir haben die meiste Zeit genug zu tun mit Allem was so anliegt: Hausarbeit, Spaß haben etc…
Wir sehen uns zweimal die Woche: einmal zum Turnen und Insbettbringen,und einmal nur zum Schlafenlegen, und alle zwei Wochen am Wochenende; oder öfter.
Klingt toll, oder?
Die Zeiten dazwischen sind offenbar beeindruckender für meinen Sohn.
Wollte nur mal so mitteilen wie’s bei mir so läuft, um zu erfahren wie es bei Anderen aussieht.
Meine grosse Hoffnung ist, daß Kinder in dieser Situation soviel Halt finden und Unterstützung erfahren, daß sie stark und selbstbewußt groß werden können.
Bei meinem Sohn tue ich alles was mir möglich ist.
Bei anderen Kindern bin ich immer etwas hilflos.