Guten Tag,ich hätte da zwei Fragen wegen Nebenkosten
1)Kann ein Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung einfach die Kosten für Wasser und Heizung halbieren, wenn man genau zur Hälfte des Jahres (im Juli) umgezogen ist, oder muss der genaue Zählerstand berücksichtigt werden?
2)Hätte der Vermieter auf die tatsächlichen Nebenkosten bei Vertragsabschluss hinweisen müssen, wenn in der Abrechnung statt 180€ plötzlich umgerechnet 240€ im Monat zu zahlen sind?
Vielen Dank für eine Antwort, Grüße
Guten Tag,ich hätte da zwei Fragen wegen Nebenkosten
Moin, und ich hätte drei Antworten:
1)Kann ein Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung einfach die
Kosten für Wasser und Heizung halbieren, wenn man genau zur
Hälfte des Jahres (im Juli) umgezogen ist, oder muss der
genaue Zählerstand berücksichtigt werden?
Wasser, ja.
Heizung ist entweder nach Ablesung oder nach Jahresgradzahlen zu teilen. Angenommen es wurde nicht abgelesen, steht der M mit Jahresgradzahlen besser, da die kalten Monate mit erhöhtem Verbrauch üblicherweise die erste Jahreshälfte betreffen. Er wäre bei 50/50 also begünstigt.
2)Hätte der Vermieter auf die tatsächlichen Nebenkosten bei
Vertragsabschluss hinweisen müssen, wenn in der Abrechnung
statt 180€ plötzlich umgerechnet 240€ im Monat zu zahlen sind?
Da viele verbrauchsabhängige Nebenkosten in der Abrechnung enthalten sind, der Energiepreis recht erheblichen Schwankungen unterliegt und das zukünftige Wetter bei Vertragsabschluss noch nicht wirklich bekannt ist, würde mich interessieren wie ein Vermieter das wohl machen sollte.
Vielen Dank für eine Antwort, Grüße
Bitte vnA
Ablesbare Kosten, Wasser über Zähler und Heizung über „Striche“ werden, wenn es im Mietvertrag drinsteht immer nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet.
Außer es erfolgt ein Wechsel im laufenden Jahr, dann darf die Aufteilung auch über Jahresgradtage erfolgen.
Rechtsgrundlage habe ich nicht, aber Mieterverein hat das ohne Probleme akzeptiert. Ist auch nachvollziehbar, da die Röhrchen alleine keinen realen Verbrauch anzeigen sondern nur im Verbund mit allen anderen Röhrchen eine Anteilsmenge anzeigen. Man müsste somit sämtliche anderen Röhrchen auch ablesen, ein extremer Aufwand, der in größeren Wohnanlagen zu einer Dauerbeschäftigung der Ableser führen würde.
vnA