Hallo Wissende!
Spiele mit dem Gedanken, mich demnächst an die Digitalisierung von Opas Schelllackplattensammlung zu machen.
Wer von Euch hat da Erfahrungen und kann mir Tips zur hochqualitativen Grundausstattung (Abspielgerät - Aufzeichnungsgerät) geben?
Vatertagsgruß!
ADKY
Hallo ADKY,
…mich demnächst an die Digitalisierung
von Opas Schelllackplattensammlung zu machen.
Wer von Euch hat da Erfahrungen und kann mir Tips zur
hochqualitativen Grundausstattung (Abspielgerät -
Aufzeichnungsgerät) geben?
Hochqualitativ bei Schellackplatten ist schon gewagt! Sind es wirklich 78er Schellackplatten?
Dann wird das Problem erst mal die Suche nach einem Plattenspieler sein, der auch für diese Umdrehungszahl gebaut ist; so einer würde für diesen Zweck reichen.
Beispiel:
http://www.roe-hifi.de/product_info.php?info=p923&la…
Die Qualität wird dich dann wahrscheinlich mächtig enttäuschen.
Du bräuchtest dann die passende Nadel für den Tonabnehmer - einen Vorverstärker/Entzerrer für den Eingang zum Computer (Soundkarte)
Beispiel:
http://www.radiostore.de/shop/Audio-Video-Hifi/Platt…
- und ein geeignetes Bearbeitungsprogramm (wie MAGIX), mit dem du dann die schlimmsten Sachen ausbügeln, den Ton etwas verbessern und das alles auf CD brennen kannst.
Und dann wartet geduldige Arbeit auf dich!
Gruß Heinz
Hallo Heinz,
vielen Dank für die prompte und gut aufgebaute Antwort. Ich habe noch ein paar Fragen dazu:
Hallo ADKY,
…mich demnächst an die Digitalisierung
von Opas Schelllackplattensammlung zu machen.
Wer von Euch hat da Erfahrungen und kann mir Tips zur
hochqualitativen Grundausstattung (Abspielgerät -
Aufzeichnungsgerät) geben?Hochqualitativ bei Schellackplatten ist schon gewagt! Sind es
wirklich 78er Schellackplatten?
Ja, natürlich. Richtig alte Teile.
Dann wird das Problem erst mal die Suche nach einem
Plattenspieler sein, der auch für diese Umdrehungszahl gebaut
ist; so einer würde für diesen Zweck reichen.Beispiel:
http://www.roe-hifi.de/product_info.php?info=p923&la…Die Qualität wird dich dann wahrscheinlich mächtig
enttäuschen.
Wieso?
Du bräuchtest dann die passende Nadel für den Tonabnehmer -
einen Vorverstärker/Entzerrer für den Eingang zum Computer
(Soundkarte)Beispiel:
http://www.radiostore.de/shop/Audio-Video-Hifi/Platt…
Danke für das Beispiel. Haben die auch die Nadeln dazu?
Und wie kommt der Ton vom Entzerrer am besten in den PC? Ich denke, dass ein einfacher Klinkenstecker wohl nicht der beste Übertragungsweg ist. Wie sieht es mit USB-Übertragungswegen aus?
- und ein geeignetes Bearbeitungsprogramm (wie MAGIX), mit
dem du dann die schlimmsten Sachen ausbügeln, den Ton etwas
verbessern und das alles auf CD brennen kannst.
Und dann wartet geduldige Arbeit auf dich!Gruß Heinz
Hallo ADKY,
Die Qualität wird dich dann wahrscheinlich mächtig
enttäuschen.Wieso?
Hast du schon Aufnahmen von Schellackplatten gehört? Wenn ja, weißt du, wie das klingt, wenn nein wird es dich sicherlich enttäuschen. Nichts mit Klang; alles hört sich blechern an, keine Bässe, keine Höhen.
Danke für das Beispiel. Haben die auch die Nadeln dazu?
Das weiß ich nicht, mußt du selbst rausfinden. Die Nadeln für Schellackplatten sind wesentlich dicker - es gibt auch spezielle Tonabnehmer dafür. Dann müsste man aber am Tonarm das Abnehmersystem austauschen können.
Und wie kommt der Ton vom Entzerrer am besten in den PC? Ich
denke, dass ein einfacher Klinkenstecker wohl nicht der beste
Übertragungsweg ist. Wie sieht es mit USB-Übertragungswegen
aus?
Mit einem Plattenspieler, der das Signal bereits als Digitalsignal per USB an den Computer geben kann, brauchst du keinen Vorverstärker, weil der ja dann im Plattenspieler integriert ist.
Bei einem anderen Plattenspieler wird das Signal analog über den Vorverstärker/Entzerrer an den Computer gegeben, der es dann in ein Digitalsignal umwandelt (mit dem Programm MAGIX als Beispiel)
Hier ein solcher Plattenspieler:
http://preis.info/Lenco_L_81_USB/_prsrstsgstsksg.html
nimm aber nicht den Billigsten, meist sind dann alle verbauten Komponenten minderwertig.
Versuche einen zu finden, bei dem man das Tonabnehmersystem austauschen kann. Dann kaufst du dir ein gutes System für 78er Platten. Das ist wichtiger als der USB Anschluß.
Ein Bearbeitungsprogramm brauchst du dann aber doch noch, wenn es etwas Vernünftiges werden soll.
Gruß Heinz
… Nichts mit Klang; alles hört sich blechern an, keine Bässe, keine Höhen…
Und wie kommt der Ton vom Entzerrer am besten in den PC? Ich denke, dass ein einfacher Klinkenstecker wohl nicht der beste Übertragungsweg ist. Wie sieht es mit USB-Übertragungswegen aus?
Mit einem Plattenspieler, der das Signal bereits als Digitalsignal per USB an den Computer geben kann, brauchst du keinen Vorverstärker, weil der ja dann im Plattenspieler integriert ist.
Bei einem anderen Plattenspieler wird das Signal analog über den Vorverstärker/Entzerrer an den Computer gegeben, der es dann in ein Digitalsignal umwandelt (mit dem Programm MAGIX als Beispiel)…
Versuche einen zu finden, bei dem man das Tonabnehmersystem austauschen kann. Dann kaufst du dir ein gutes System für 78er Platten. Das ist wichtiger als der USB Anschluß.
Ein Bearbeitungsprogramm brauchst du dann aber doch noch, wenn es etwas Vernünftiges werden soll.Gruß Heinz
Hallo an alle,
Schellackplatten wurden mit unterschiedlichen, damals noch nicht einheitlich genormten Vorverzerrungen („Schneidkennlinien“) aufgenommen, eine Entzerrung (über einen „Equalizer“) ist in der Regel sehr sinnvoll.
Die Qualität günstiger, handelsüblicher Soundkarten ist in der Regel um Klassen besser als die Qualität, die von der Platte kommt. Aufnahme über den Analogeingang ist vollkommen ausreichend.
Einen Entzerrer-Vorverstärker benötigt man nur für magnetische Abnehmer, für piezoelektrische Keramik- bzw. Kristallsysteme nicht.
Bernhard
Hallo Bernhard,
Schellackplatten wurden mit unterschiedlichen, damals noch
nicht einheitlich genormten Vorverzerrungen
(„Schneidkennlinien“) aufgenommen,
das ist mir auch in Erinnerung
eine Entzerrung (über einen
„Equalizer“) ist in der Regel sehr sinnvoll.
meintest du das wirklich oder eher „nicht sinnvoll“.
Einen Entzerrer-Vorverstärker benötigt man nur für magnetische
Abnehmer, für piezoelektrische Keramik- bzw. Kristallsysteme
nicht.
Stimmt, nur haben heutige Plattenspieler keine solchen Tonabnehmersysteme.
Gruß Heinz
eine Entzerrung (über einen „Equalizer“) ist in der Regel sehr sinnvoll.
meintest du das wirklich oder eher „nicht sinnvoll“.
Hallo Heinz,
das meine ich wirklich. Die Schellackplatten klingen wirklich oft blechern, ohne Bässe und Höhen. Mit einem Equalizer kann man zumindest das Blecherne etwas abmildern, den Amplituden-Frequenzgang ein wenig entzerren. Wunder darf man nicht erwarten, außerdem muss die Entzerrzng vorsichtig angewendet werden (Tipp: Amplituden-Spektrum ansehen). Man kann damit auch gleich das Rumpeln des Laufwerks unterdrücken.
Einen Entzerrer-Vorverstärker benötigt man nur für magnetische Abnehmer, für piezoelektrische Keramik- bzw. Kristallsysteme nicht.
Stimmt, nur haben heutige Plattenspieler keine solchen Tonabnehmersysteme.
Ja, dafür bekommt man dafür selten die passenden Abtastnadeln für die „Normalrille“. Die „Mikrorille“ kam erst später. Für ältere Keramiksysteme findet man leichter Wende-Nadeln. Ich weiß nicht, welches System ADKY verwenden wird. Siehe auch http://mikiwiki.org/wiki/Rillentyp
Gruß Bernhard
Hallo Bernhard,
eine Entzerrung (über einen „Equalizer“) ist in der Regel sehr sinnvoll.
meintest du das wirklich oder eher „nicht sinnvoll“.
ich hatte in der Schnelle „Entzerrer“ gelesen! Natürlich ist ein Equalizer sinnvoll.
Gruß Heinz