Schenken, Überschreiben, Kaufen?

Hallo Zusammen,

bin ich der glücklichen Situation, dass es in unserer Familie bereits ein Eigenheim gibt.
Jetzt stellt sich die Frage, was ist der beste Weg für den Eigentumsübergang.

Und da tun sich viele Fragen auf:

In meinen grauen Gehirnzellen steckt noch irgendwie ein Kommentar, dass die Pflegeversicherung innerhalb von 10 Jahren auf das Eigentum zurückgreifen kann (meine Eltern sind zwar noch quietschfidel aber nicht mehr die jüngsten und 10 Jahre sind schon lang).
Ist das grundsätzlich so oder nur wenn es eine Schenkung war oder es überschrieben wurde?
Gibt es einen Unterschied zwischen schenken und überschreiben?

Wie wäre es steuerlich das beste (sowohl für die Eltern, als auch für mich)?
Hab auch kein Problem das Häuschen für einen mehr oder weniger obligatorischen Wert zu kaufen.
Geht das überhaupt?
Das Haus wurde 1937 erbaut und eigentlich hat keiner so recht eine Ahnung, was es überhaupt wert ist.
Mit Gutachter und so wird zwar dann der Verkehrswert ermittelt, aber das kostet dann wieder.
Wenn es einen Verkehrswert gäbe, sagen wir mal 100.000 Euro, könnte ich das auch für 10.000 Euro meinen Eltern abkaufen oder gäbe es da irgendwelche rechtlichen Problem?

Gar nicht so einfach, wenn man sich als Laie mit sowas auf einmal beschäftigen muss.
Im Internet bin ich leider nicht so ganz fündig geworden.
Vielleicht könnt Ihr mir ja helfen.

Danke schon mal für die Antworten

Schönen sonnigen Tag noch
Bärle

Hallo Ratsuchender,

das Thema ist zu komplex und ohne Kenntnis der gesamten Umständ ach nicht aus der Ferne zu beantworten.

Mein Rat:
Termin bei einem Notar, da diese Angelegenheiten in jedem Falle nur mit einem Notar abzuwickeln sind.
Einen weiteren Termin bei einem Steuerberater, der die aktuelle Situation erklären kann.
Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass letztlich damit keine unbedingte Sicherheit gegeben ist, da die Legislative sich oftmals einen Dreck um die Bürger schert, die bestehenden Gesetze kurzerhand ändert und man als braver Bürger letztlich der Gelackmeierte ist, wenn man sich auf staatliche Versprechen einlässt.

Mein Vorschlag:

  1. Die Interessen und Ziele BEIDER Parteien (Eltern und Kinder) müssen klar auf den Tisch. Auch Alternativen sollten vorab definiert sein.

  2. Damit zum Notar und zum Steuerberater.

Diese Ergebnisse im Kreis der Familie besprechen und dann eine Entscheidung treffen.

Vielleicht tragen meine Ausführungen etwas zur Entscheidungsfindung bei.

Mit freundlichen Grüßen
Friedrich Pausch

Hallo Bärle,

ich kann meinen Vorredner nur zustimmen.
Die einzige vernünftige Lösung ist es, einen Steuerberater hinzuzuziehen und mit ihm die Situation aufdröseln. Idealerweise einer, der sich in Immobiliensachen gut auskennt.
Zuvor sollten sich alle!!! Beteiligten auf eine Linie abstimmen, damit der Termin glatt über die Bühne geht und nicht dort oder später wieder Knatsch entsteht.

Das Geld ist sicher besser angelegt als die meisten Investitionen die Du je gemacht hast.

Gandalf