Scheu meines Hundes

Hallo habe seit 4 Tagen einen Hund aus dem Tierheim, zu mir ist er sehr zutraulich aber bei anderen ist er ängstlich und versteckt sich, auch bei Autos. Dazu muss man aber auch sagen er hat eine schreckliche vergangenheit hinter sich und dafür einen sehr guten Charakter behalten, nun wollte ich wissen ob es villeicht mit der Zeit wieder leicht weg geht oder für immer bleibt ?

Hallo Stephan,

lass deinem Hund Zeit sich einzugewöhnen. Noch ist alles neu für ihn, bedränge ihn nicht, lass ihm einfach Zeit sich auf diese neue Situation einzustellen.

Da du nicht weißt was dein Hund erlebt hat, gehe einfach behutsam mit ihm um. Bestimmt muss er noch vieles Kennenlernen, wie z.B. Autos und vieles andere mehr. Aber nun muss er sich erstmal bei dir eingewöhnen und all die fremden Eindrücke verarbeiten und das braucht alles seine Zeit :smile:

Mfg.
BelRia

Hallo Stephan,

die Tiere brauchen so ca. 3/4 bis 1 jahr, bis sie Vertrauen in Dich aufbauen und sich komplett aklimatisieren. Eine Bekannte von mir hat auch so einen Hasenfuß (mehrfach richtig übel misshandelt) aus dem TH geholt, der sich am Anfang von niemanden außer ihr so richtig anfassen ließ und auch bei jedem kleinen Geräusch in der Ecke verschwand. Mit viel Liebe, Zuwendung, Sicherheit, Zuverlässlichkeit ihrer Seite und natürlich Leckerlies um unangenehme Situationen angenehm zu gestalten ist das Tier in dem letzten Jahr komplett aufgetaut und fast wie verwandelt. Du musst halt hier besonders viel Sicherheit, Regeln und Strukturen bieten und wirklich die Rudelführung übernehmen, um dem Tier Rückhalt zu geben und musst in der ersten Zeit einfach viele Situationen voraus sehen und im Vorfeld gemäß dem Sicherheitsbedürfnis Deines Hundes absichern und kontrollieren.

Selbst unser Hund, der keine schlimme Vorgeschichte hatte ist erst so nach und nach aufgetaut.

Hallo,

dem kann ich mich nur anschließen. Dein Hund benötigt vor allem Zeit. Aber du könntest mit Bachblüten oder Homöopathie das ganze beschleunigen. Sie mal hier http://www.heilkraeuter.de/bach/bachblueten-liste.htm

Wenn du deinen Hund mit Homöopathie unterstützen möchtest, solltest du dir aber sorgfältig einen guten Therapeuten aussuchen, der ersteinmal eine gründliche Anamnese durchführt und nicht einfach die Schublade auf macht und nach einem Komplexmittel greift.

Viele Grüße und Viel Erfolg,
horsemanship76

Lieber Tierfreund
Zuerst Danke, dass Sie sich dem Tier angenommen haben, wir
haben schon etliche traumatisierte Hunde in ein neues Leben
begleitet und ddabei ankbare, wundervolle Hausgenossen kennen
gelernt.
Ja, was gesagt worden ist, ist richtig, Geduld uns nochmals Geduld.
Kleine Schritte ins neue Leben, wenig Neues und immer wieder
Sicherheit geben und Rückzug ermöglichen.
Den Hund selber seine Schritte wählen lassen, möglicherweise
bleibt immer ein Rest Unsicherheit zurück,aber da ist nicht weiter
schlimm für den Hund, er wird Vertrauen fassen in seine Menschen
uns seine Umgebung.
Zur Unterstützung haben wir gute Erfahrung mit Notfalltropfen
(SOS-Tropfen oder Rescue-Tropfen usw) gemacht.
Mit tierfreundlichen Grüssen
Marc für http://www.dbi.ch/Tierinformation/

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Hallo Stephan ,
na das ging ja dann flott mit einem Hund!
Was ist das denn nun für einer?

Mit viel Geduld kann man das wieder hinbekommen!

LG

Hallo Stephan,

wie schon geschrieben wurde: Sicherheit und Zuverlässigkeit sind wichtig. Nicht allzu behutsam sein, denn man läuft schnell Gefahr, den Hund in seiner Angst zu bestätigen, womit sie sich manifestieren kann. Du solltest ihn zwar nicht gleich einer „Schocktherapie“ aussetzen, aber ihn auch nicht von allem fern halten (sprich nicht zu viele Leute und auch nicht jeder sollte ihn anfassen dürfen, aber schon wechselnde Leute in Deiner Wohnung, keine Spaziergänge auf Autobahnbrücken, aber schon an befahrenen Straßen): Er muss es schließlich als „normal“ kennenlernen. Und je „normaler“ Du Dich verhältst, desto schnell begreift der Hund, dass er auch keine Angst haben muss. Ein sicheres „Los, komm hier zu mir!“ ist da hilfreicher als ein „Ach Du Armer, versteck Dich ruhig hinter mir!“.

Viel Glück und viele Wochenendgrüße

Kathleen

Vielen dank für die Antworten =) Also Liebe bekommt er mehr als genug von mir , der darf sogar im Bett bei mir schlafen und gekuschelt und gespielt wird jede freie Minute ^^…

manou also es ist ein Podenco Mix.

MFG

Stephan

Hallo,

4 Tage sind ja garnichts. Zunächst solltest du froh sein, wenn er aufgrund seiner Vergangenheit nicht aggressiv geworden ist oder ein Angstbeisser. Ein Bekannter hatte einen Problemhund aus dem Tierheim, zunächst konnte man ihm nicht mehr die Hand geben, weil der Hund gleich auf alles losging, was sein neues Herrchen bedrohen könnte - es hat 2 Jahre gedauert, dann war er fast ein ganz normaler Hund. Also viel Geduld.

Gruss Reinhard

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Oh schön.
Bekommt genug Liebe…das ist schön, aber ein Hund gehört nicht ins Bett!..das passt nicht wirklich in die Rangordnung.
Viel Spass

Hi,

aber ein Hund gehört
nicht ins Bett!..das passt nicht wirklich in die Rangordnung.

Immer diese Pauschalierungen. Mein Hund schläft auch bei mir im Bett und sie weiß genau, dass ich Cheffe bin, obwohl wir uns das Lager teilen.

Gruß,

Anja

Hi Anja,
was hat das mit Pauschalierung zutun?
Er hat den Hund gerade mal 4 Tage…
Aber ganz ehrlich, ich neige auch dazu alles mit ins Bett zunehmen:wink:
LG

Hallo,

solange der Hund rausgeht, wenn ich das sage… dann dürfte es auch kein Problem geben. Tragisch finde ich bloss die Fälle, wenn eine knurrende Bestie (häufig Kleinhund) niemanden mehr aufs Bett / Sofa lässt - und die Besitzer lassen das auch noch durchgehen…

kopfschüttelnde Grüsse

Julia

PS: meine Hunde dürfen zwar auch nicht ins Bett (zu wenig Platz :wink:, dafür aber aufs Sofa…
Und mit der Katze gab es immerhin einen Kompromiss: Bett ja, Tisch nein.

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Hallo habe seit 4 Tagen einen Hund aus dem Tierheim,

gratuliere aus dem tierheim ist immer gut
zu mir ist er sehr zutraulich aber bei anderen ist er ängstlich und

versteckt sich, auch bei Autos. Dazu muss man aber auch sagen
er hat eine schreckliche vergangenheit hinter sich und dafür
einen sehr guten Charakter behalten, nun wollte ich wissen ob
es villeicht mit der Zeit wieder leicht weg geht oder für
immer bleibt ?

mit viel durchsetzungsvermögen und konsequenz geht das sicher
unser hund ist ein jahr alt und wir haben ihn bekommen als er 3 monate alt war er hatte vor vielen dingen angst wir haben ihn überall mitgezogen zum einkaufen(wobei er nach 2x längerem warten vor einem geschäft nicht mehr in diese richtung gegangen ist teilweise sich sogar auf di straße gesetzt hatt weil er dachte ich will in ein geschäft einkaufen gehen mit leckerlies gelockt an der leine gezogen nichts hatt geholfen aber wir haben nicht aufgegeben und jetzt läuft er überall mit wartet zwar unwillig vor einem geschäft aber er tut es

nimm ihn einfach überall mit es kostet zwar viel mühe aber es lohnt
viel freude mit dem neuen familien mitglied
ps bei uns hatt es 9 monate gedauert also hab geduld

Hallo habe seit 4 Tagen einen Hund aus dem Tierheim, zu mir
ist er sehr zutraulich aber bei anderen ist er ängstlich und
versteckt sich, auch bei Autos.

Hi Du,

unser Dackel ist von Anfang an ein sehr unerschrockener Hund gewesen, mur den Staubsauger fand er echt beängstigend und damit provozierend …

Ich hab den Staubsauger dann einfach laufen lassen, mir den Hund in den Arm genommen, mich damit dem „Angsmacher“ genähert und dabei ruhig aber bestimmt auf den Hund eingeredet.
Später dann ein Leckerchen drauf gelegt, das Ding lief aber weiterhin.

Das hat funktioniert, er hat seine Angst verloren. Gut, er liebt dem Staubsauger noch immer nicht, kann ihn aber ohne Stress hinnehmen.

Vielleicht kannst Du das übertragen?

Wenn der Hund noch jung genug ist, dann kann er lernen. Mach Dich nicht zu sehr gaga, wenn der Hund eine härtere Vergangenheit hat.
Er wird sich an deiner Zaghaftigkeit orientieren oder eben … an deinem Mut.

Liebe Grüße und viel Erfolg, Son-ja

Hi Stephan,

habe seit 4 Tagen einen Hund aus dem Tierheim,

finde ich Super,ich selber habe einen Tierheimhund seit fast 10 Jahren.

zu mir
ist er sehr zutraulich

Nach 4 Tagen,ein sehr positiver Ansatzpunkt,arbeite viel mit ihm,mittel Leckerli.Sitz,Platz…verbunden mit gestik und lob.

aber bei anderen ist er ängstlich und
versteckt sich,

Lass ihn erstmal verstecken,lobe ihn wenn er von sich aus kommt,um den Besuch zu begrüßen,sehr hilfreich kann es sein wenn Besuch Leckerli gibt.Zwinge den Hund aber nicht,ruf ihn,wenn er nicht kommt lass ihn.Wenn er so weit ist ,das er Leckerlis von Besuch nimmt,wird er Besuch schnell mit etwas positiven Verbinden und das Thema iss durch.;o)

auch bei Autos.

Versuche ihn beim spazieren gehen auf dich zu konzentieren,ansprechen,bei Blickkontakt Leckerli.Autos sind Nebensache,alles iss okay.

Dazu muss man aber auch sagen
er hat eine schreckliche vergangenheit hinter sich und dafür
einen sehr guten Charakter behalten, nun wollte ich wissen ob
es villeicht mit der Zeit wieder leicht weg geht oder für
immer bleibt ?

Das kommt auf Dich an,wenn du an Sache ran gehts mit der Einstellung,der Arme Hund…wird er in seinen Ängsten bestättig,gebe ihn das Gefühl das alles in Ordnung iss, so wie es ist.

Und bitte keine Crashkurse alla Hund mit Verlassensängsten mal eben 2 Stunden vor den Supermarkt anbinden.

LG Biene

Hallo,

Hunde aus dem Tierschutz, ehemalige Streuner usw. sind oft nicht scheu, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben, sondern weil sie wenige oder gar keine Erfahrungen gemacht haben. Somit sind sie mit neuen Situationen überfordert und reagieren mit Angst. Je nach Lebensgeschichte, Charakter und Alter legt sich das oft überraschend schnell, nur ganz selten bleiben die Tiere auch dem Besitzer gegenüber scheu. Ich habe eine Bekannte, die sich auf die Pflege solcher Hunde spezialisiert hat und dort schon mehrmals gesehen, wie ein zitterndes Nervenbündel innerhalb weniger Wochen zu einem fröhlichen Hund wurde.

Ich würde Dir einen guten Hundetrainer empfehlen, und zwar keinen Schäferhundprügler sondern einen, der mit positiver Verstärkung arbeitet und Erfahrung mit Tierschutztieren hat. Ansonsten schon mal ein paar Hinweise:

  • kein Mitleid! Ein Hund lebt im Jetzt, es ist praktisch irrelevant, ob er früher gequält wurde oder einfach reizarm in einer Scheune groß wurde - er sitzt nicht bei Dir in der Wohnung und denkt an schlimme Zeiten zurück. Wenn Du ihn betüdelst und vor allem was ihm Angst machst schützt, machst Du es nur schlimmer
  • zeige dem Hund durch ruhiges und souveränes Verhalten, dass seine Angst unbegründet ist. Bloß nicht trösten oder gut zureden, wenn er Angst hat
  • sichere den Hund am Anfang mit Halsband + Geschirr und Doppelleine. Das Halsband darf ruhig ein Würger mit Stop sein, damit der Hund nicht rückwärts aus dem Halsband kann. Es kommt bei scheuen Hunden am Anfang oft vor, dass sie in bestimmten Situationen (quietschendes Fahrrad, Autohupe, Mann mit Regenschirm …) in Panik geraten und wegrennen.
  • arbeite von Anfang an an der Bindung zum Hund. Du könntest ihn z.B. anfangs aus der Hand füttern.

Gruß,

Myriam

Viele dank für die Hilfe !!!

Ich werde versuchen die Rahtschläge in die Tat umzusetzen, aber wie kann ich es schaffen die Bezugsperson meines hundes zu werden ?
Am anfang war ich es aber immer mehr habe ich das gefühl das ich es nicht mehr bin. =*(

Hallo,

Am anfang war ich es aber immer mehr habe ich das gefühl das
ich es nicht mehr bin. =*(

Du hast den Hund erst ein paar Tage, was heißt da „am Anfang“? Hast Du Dich schon in einer Hundeschule angemeldet? Du brauchst auf jeden Fall einen längeren Atem. Hier schon mal ein paar Tipps:

http://www.bayernhunde.de/html/kommand/bindung.php

Gruß,

Myriam