Scheue Katze hat Heimweh

Hallo,

wir haben seit einer Woche ein kleine Katze (jetzt etwa 10 Wochen alt). Sie ist bis dahin mit einem Geschwisterchen auf einem Hof aufgewachsen, wo sie jederzeit den Stall nach draußen verlassen konnte.
Das Kätzchen ist sehr scheu, faucht einen sehr schnell an und läßt sich im Allgemeinen nicht anfassen (reagiert aber nicht aggresiv). Außerdem maunzt es ständig sehnsüchtig und herzzerreißend. Es frißt und spielt schön und benutzt meistens ordentlich das Katzenklo.
Wer weiß, wie man die Katze handzahm bekommt und man dieses ständige Miaue in den Griff bekommt (mit Spielen ablenken klappt nicht immer)?

Gruß Lutz

HI :smile:

Wenn ihr es euch leisten könnt und da s Kätzchen ja wohl schon dran gewöhnt war… mit einem gleichaltrigen Spielgefährten tät se sich nicht so allein fühlen.

MfG

Prägung
Hallo Lutz,

wieviel Kontakt hatte sie in den ersten 10 Wochen zu Menschen?

Wenn sie den nahen Umgang mit Menschen nicht gewöhnt ist (was bei Katzen vom Bauernhof schon mal vorkommen kann) bzw. in den ersten 7-8 Wochen ihres Lebens so gut wie keinen Kontakt (i.S. von angesprochen, berührt werden) mit Menschen hatte, ist die Chance leider gering, daß sie eine Katze wird, die Nähe zu Menschen sucht.

Scheu wird das Kätzchen mit großer Wahrscheinlichkeit immer bleiben und wahrscheinlich auch glücklicher, wenn es raus kann. Ist leider meine Erfahrung.

Viele Grüße
Diana

Hallo Lutz,

auch ich würde hier (wie meistens :smile:) zu einer zweiten Katze raten. Dadurch gewinnt das Kätzchen wahrscheinlich mehr Sicherheit.
Was das Anfassen angeht: Gebt ihr einfach noch etwas Zeit, es kann natürlich trotzdem sein, daß sie niemals ein großer Schmuser werden wird.
Kenne es aber von bereits ausgewachsenen verwilderten Katzen, daß auch sie sich mit der Zeit von dem Menschen, der sie versorgt, anfassen und streicheln lassen, bei einem Kater dauerte es allerdings 7 Jahre, da wird es bei einem kleinen Kätzchen innerhalb einiger Wochen passiert sein… :smile:
Wenn die Katze bisher „in Freiheit“ aufgewachsen ist, würde ich auch unbedingt dazu raten, sie nach der Kastration (solange sollte sie es aushalten) auch raus zu lassen, wenn das irgendwie möglich sein sollte.
Berichte doch mal bei Gelgegenheit, wie sie sich entwickelt. :smile:

Viele Grüße,

Tanja

Hallo Lutz,

na ich denke auch noch nach einer woche kann ein kaetzchen schon mal noch scheu sein, ehe sie sich richtig an das neue zu hause gewoehnt hat. naja und miauen ist da auch nicht ungewoehnlich. meine tun das auch heute noch, wenn sie mal allein sind oder ihnen einfach die aufmerksamkeit fehlt.v
vielleicht gibt sich das noch bei deiner kleinen, wenn nicht wirst du damit leben muessen. tun kann man gegen das miauen leider nichts. ist halt so.

und wie die anderen schon schrieben, vielleicht waere ein spielgefaehrte fuer deinen tiger wirklich nicht das schlechteste.
ansonsten gib ihr halt viel liebe, verwoehn sie oefters mit leckerlies die sie aus der hand frisst oder so.
Dann wird sie sicher auch anhaenglicher.

viele Gruesse von Manu

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Hallo,
das war mit meiner kleineren Katze genau dasselbe.
Wollte man sie streicheln hat sie gefaucht und sich
zurückgezogen, während sich ihre Schwester bereits am
zweiten Tag auf meiner Brust breitgemacht hat.
Heute begrüßt sie mich genauso freudig, hat die süße
Eigenheit sich gerne am Bauch kraulen zu lassen, ist
aber gegenüber Fremden immer noch scheu.
Laß ihr einfach Zeit und strahle Ruhe aus (hört sich
evtl. etwas platt an, umfaßt aber insbesondere:
keine hektischen Bewegungen, keine Versuche sie gegen
ihren Willen zu streicheln).

Gruss
Enno

Hallo,

grundsätzlich musst du eins wissen:

du kannst einer Katze im Haus ein paar (wenige) Benimmregeln
beibringen, an die sie sich einigermassen halten wird, du wirst
aber immer um ihre Liebe betteln muessen. Will sagen: lass ihr
Zeit sich an dich zu gewöhnen. Lass ihr nix durchgehen, was du
nicht willst (kratzen an Vorhängen o.Ä). Das musst du von
Anfang an durch in klares NEIN unterbinden.
Verlang aber nicht von ihr, mit dir zu schmusen. Sprich sanft
mit ihr, biete ihr an, sie zu streicheln, aber dräng es ihr
nicht auf. Umsomehr wirst du später ihr Vertrauen geniessen
koennen.
Unsere Quendi ist die distanzierte Prinzessin schlechthin. Aber
wenn sie dann mal schmust, dann gibt es keine andere Katze, die
auch nur annähernd so hingebungsvoll ist.

Gruss, Niels

Hallo Lutz,

eine Freundin von mir hatte dasselbe Problem. Sie hat es mit Bachblüten versucht, obwohl sie nicht sonderlich viel davon gehalten hat. Und es hat funktioniert. Nach 3-4 Tagen Bachblüten wurde es von einer Minute auf die Nächste viel besser. Heute mag ihr Kater zwar keine Fremden, liebt sie aber über alles.

Versuch’s doch mal - schaden kanns ja nicht.

Gruß Ti4n4

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Hallo lutz,
so war es bei unserer Inka:
Wir haben sie im Alter von 12 Wochen aus einer Katzenhilfe geholt. Dabei mußten wir sie aus Ihrem Versteck „zerren“, da sie super ängstlich war (Mutter war eine wilde Katze). Zu Hause angekommen hat sie sofort Katzentoilette, Kratzbaum, Freßnapf angenommen, sich aber von uns zurückgezogen, bzw. versteckt. Uns gab man den Tipp, wie hier bereits ewähnt, in Inkas Erziehung mit dem einfachen Wort „Nein“ bei Sachen die wir nicht wollen einzugreifen. Inkas Lieblingsplatz war ihr Transport-Korb. Dort hat sie sich behütet gefühlt. Mein Mann hat dann jeden Abend so ca. ein bis zwei Stunden davor gelegen (sah lustig aus, langer Kerl flach im Flur vor Katzenkörbchen) und hat mit ihr einfach nur geredet (also keine tiefgehenden Gespräche :smile:) ). Nach 2 Tagen durfte der dann auch die Hand reinstecken und Inka hat sich kraulen lassen, aber nur im Korb. Nach 1 Woche, ich war gerade auf einem Lehrgang, habe ich zu Hause angerufen und siehe da: Kurz vor dem Anruft krabbelte Inka auf die Beine meines Mannes zum Schmusen. Von da an war das Eis gebrochen. Als ich wieder zu Hause war hat es bei mir noch ca. 2 Tage gedauert, bis sie auch bei mir schmusen kam.
Das Wort „Nein“ hat sie übrigens total akzeptiert und hört heute noch drauf. Inka ist jetzt 12 Jahre alt, hat nie etwas kaputt gemacht, Gardinen, etc. sind immer verschont geblieben. Sie liebt uns heiß und innig, Fremnden gegenüber ist sie sehr zurückhaltend, selbst Freunde können sie nach 12 Jahren noch nicht anfassen, sie geht einfach weg und schaut sich alles aus sicherer Entfernung an. Wir können mit unserer Maus machen was wir wollen, sie hört wie ein Hund wenn wir sie rufen.
Ich denke, Ihr müßt dem Kätzchen einfach die Zeit geben, daß sie sich bei Euch sicher und geborgen fühlt, der Rest kommt von allein.
Ganz viel Spaß wünsche ich Euch,
Hasenschnitte