Scheues Pferd (lang)

Hallo,

ein Pferd (13) lahmt. Dieses Pferd ist ziemlich scheu, führen ist kein Problem, Hufe auskratzen wird langsam aber alles was ihm fremd ist, gestaltet sich schwierig. Das Pferd stammt aus Bulgarien und wurde dort mißhandelt. (Narben sind sichtbar) Es ist seit ca. einem Jahr in Deutschland und hat seit ca. 6 Wochen einen neuen Besitzer (15 Jahre). Im Umgang ist das Pferd relativ normal, führen läßt es sich problemlos, leichte Schwierigkeiten bei der Hufpflege (zappelig). Da das Pferd lahmt habe ich versucht einen kühlenden Verband anzulegen, was ziemlich schmerzhaft (für meine Nase und mein Jochbein)und mühevoll war. Pferd durfte Verband ausgiebig beschnuppern und wurde durch Ansprache und Gabe von Leckerli beruhigt.

Heute früh wollte ich den Verband angießen, was sich alleine als unmöglich erwies. In der Box beim fressen, wich er immer aus, am Strick setzte er sich fast auf den Hosenboden, um die Verletzung nicht noch schlimmer zu machen, habe ich es dann gelassen.

Wie kann man diesem Pferd beibringen, daß es sich Verbände und Aufgüsse gefallen läßt?

Das Pferd ist zudem ein „Kleber“. Wenn es kurzfristig alleine ist, schlägt es gegen die Box und wiehert. Wie kann man ihm beibringen für eine gewisse Zeit alleine zu bleiben.

Es sind nur zwei Pferde im Stall. Ich möchte meinem Pferd natürlich seinen täglich Koppelgang nicht vorenthalten, was ziemlich schwierig ist, wenn der andere sich die Beine kaputthaut.

Obwohl es kein Anfängerpferd ist, wurde es an zwei Jugendliche verkauft, die eigentlich nur wissen wie man reitet (hoffe ich jedenfalls), sich aber mit der Pflege und Haltung von Pferden noch recht wenig auskennen.

Für Anregungen wäre ich dankbar.

Gruß
Tina

Hi tina,

das wichtigste zuerst : lass die Finger von dem fremden Pferd - wenn dir etwas dabei passiert hast du richtig Pech - noch schlimmer für dich ist : wenn dem Pferd etwas dabei passiert bist DU dran !

Da das Pferd
lahmt habe ich versucht einen kühlenden Verband anzulegen, was
ziemlich schmerzhaft (für meine Nase und mein Jochbein)und
mühevoll war. Pferd durfte Verband ausgiebig beschnuppern und
wurde durch Ansprache und Gabe von Leckerli beruhigt.

Weisst du denn WARUM das Pferd lahmt?
Und woher die Lahmheit kommt?
War ein Tierarzt da? wenn nein warum nicht?

JE nachdem WARUM das Pferd lahmt, kann ein „kühlender“ Verband auch schädlich sein!

Hat der Besitzer dich gebeten das Pferd ärztlich zu versorgen ?

Wenn ja hast du das schriftlich - vor allem hast du das schriftlich von seinen Eltern ??

Es ist die Aufgabe eines Tierarztes und nicht die der Miteinsteller Tiere zu untersuchen Diagnosen zu stellen und die Tiere entsprechend tierärztlich zu versorgen. Je mehr Erfahrung man mit Pferden hat desto eher kann man (am eigenen ! Pferd) auch mal die Erstversorgung vornehmen bis der TA kommt, aber so wirklich "wissend " kommt du grad nicht so rüber :-\ und es ist nicht DEIN PFerd … also vorsicht mit allem was du tust und sei es noch so nett gemeint !!!

Leckerli helfen nicht gegen angst und nicht gegen „Ich will nicht“ !

Heute früh wollte ich den Verband angießen, was sich alleine
als unmöglich erwies. In der Box beim fressen, wich er immer
aus, am Strick setzte er sich fast auf den Hosenboden, um die
Verletzung nicht noch schlimmer zu machen, habe ich es dann
gelassen.

das hat jetzt nichts mit der vorgeschichte des Pferds zu tun, das kenn ich auch von nicht misshandelten Pferden die entweder Angst vor wasser oder einfach auch keinen Bock drauf haben sich was ans Bein schütten zu lassen (ist eine Urangst)

Überlass die Sorge für das Pferd dem Eigentümer !

Wenn der auch nicht damit zurecht kommt kannst du ihnen den Tipp geben den Anguss hautwarm (35°) zu machen und die Flüssigkeit (Disifin oder Rivanol schätze ich ?) mit einem Schwamm den man oberhalb vom Verband ausdrückt in den Verband laufen zu lassen … das spüren sie fast nicht und wenn doch ist die Reaktion nicht so heftig wie wenn jemand mit Gießkanne oder Plastikflasche (niemals Glas in Pferdenähe !) eiskaltes zeug in den verband schütten will !

Wie kann man diesem Pferd beibringen, daß es sich Verbände und
Aufgüsse gefallen läßt?

das DAUERT! bei manchen pferden JAHRE … kauft euch ein Buch über clickertraining und geht auf eine Fortbildung zu Clickertraining - das hilft (vor allem den Menschen die Pferde besser zu beobachten und mehr zu loben, das wird nämlich gern vergessen ;o) )

Das Pferd ist zudem ein „Kleber“. Wenn es kurzfristig alleine
ist, schlägt es gegen die Box und wiehert.

das ist kein Kleber, das ist erstmal normal - Üferde sind Herdentiere die wissen dass sie zum Überleben ihre Herde brauchen - nimmt man die Herde (in dem Fall das einzige andere Pferd) weg, sind sie auf sich gestellt und haben erstmal angst - klar !

Aber sie lernen das ganz schnell, dass der andere auch wieder zurückkommt - bis dahin sollte man die Zeiten des Alleinseins langsam steigern - UND dem der drin bleiben muss genügend Heu hinlegen !!! damit er in seinem Stress bissi was zu kauen hat … machen sie gern als übersprungshandlung und hilft ihnen wieder auf den Teppich zu kommen (Heu oder Gras zu fressen ist nämlich auch überlebensnotwendig)

Es sind nur zwei Pferde im Stall. Ich möchte meinem Pferd
natürlich seinen täglich Koppelgang nicht vorenthalten, was
ziemlich schwierig ist, wenn der andere sich die Beine
kaputthaut.

dann steckt dem doch auf der Wiese ein Paddock ab - ob er auf 4x4m oder weniger drin steht, oder auf 5x5m draussen ist für die Heilung unerheblich und für seine Psyche besser

Obwohl es kein Anfängerpferd ist, wurde es an zwei Jugendliche
verkauft, die eigentlich nur wissen wie man reitet (hoffe ich
jedenfalls), sich aber mit der Pflege und Haltung von Pferden
noch recht wenig auskennen.

*räusper* - das was du bisher gefragt hast, klingt jetzt mal so auf den ersten Eindruck auch nicht wirklich …ehh… sagen wir erfahren :-\

klar jeder fängt mal kein an - ganz schlecht aber wenn es in dem Stall nur noch einen weiteren gibt der dann auch shcon bei einfachen Dingen relativ hilflos ist :-\

Ach ja noch etwas - wenn du die einzige Volljährige in eurer Zweiergemeinschaft bist, kann das für dich auch ungeahnte Folgen haben, wenn du den Kids mit ihrem Pferd hilfst

Halte dich so gut es geht fern, reite nicht mit ihnen aus, gibt ihnen keinen Unterricht und versuch sie zu überzeugen, dass sie mit ihrem Tier in einen Reitstall gehen sollen in dem man sich mit Pferdehaltung und -Ausbildung auskennt :-\

so ein Basispass-Pferdekunde ist übrigens auch nicht das schlechteste , damit man wengistens ein bisschen Theorie rund ums Pferd mitbekommt

Gruß H.

Da das Pferd
lahmt habe ich versucht einen kühlenden Verband anzulegen, was
ziemlich schmerzhaft (für meine Nase und mein Jochbein)und
mühevoll war. Pferd durfte Verband ausgiebig beschnuppern und
wurde durch Ansprache und Gabe von Leckerli beruhigt.

Weisst du denn WARUM das Pferd lahmt?
Und woher die Lahmheit kommt?
War ein Tierarzt da? wenn nein warum nicht?

Tierarzt, weiß nicht ob sie einen gerufen haben, es ging lediglich um die Erstversorgung. Mein Verdacht ist eine gezerrte Sehne.

JE nachdem WARUM das Pferd lahmt, kann ein „kühlender“ Verband
auch schädlich sein!

Keine äußeren Verletzungen sichtbar, nichts warm, nichts pulsiert, Sehnenbogen leicht angelaufen, läuft auf weichem Boden schlechter als auf hartem.

Hat der Besitzer dich gebeten das Pferd ärztlich zu versorgen
?
Jep.

Wenn ja hast du das schriftlich - vor allem hast du das
schriftlich von seinen Eltern ??

Nein.:

Es ist die Aufgabe eines Tierarztes und nicht die der
Miteinsteller Tiere zu untersuchen Diagnosen zu stellen und
die Tiere entsprechend tierärztlich zu versorgen. Je mehr
Erfahrung man mit Pferden hat desto eher kann man (am eigenen
! Pferd) auch mal die Erstversorgung vornehmen bis der TA
kommt, aber so wirklich "wissend " kommt du grad nicht so
rüber :-\ und es ist nicht DEIN PFerd … also vorsicht mit
allem was du tust und sei es noch so nett gemeint !!!

Leckerli helfen nicht gegen angst und nicht gegen „Ich will
nicht“ !

Waren auch zu „ablenken“ gedacht.

das hat jetzt nichts mit der vorgeschichte des Pferds zu tun,
das kenn ich auch von nicht misshandelten Pferden die entweder
Angst vor wasser oder einfach auch keinen Bock drauf haben
sich was ans Bein schütten zu lassen (ist eine Urangst)

Das ist mir klar, mit ging es darum wie man einem Pferd, daß ängstlich das beibringen kann. Mein Pferd, der noch nie in seinem Leben schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat, ist sogar darauf trainiert sein Bein in einen Eimer kaltes Wasser zu stellen. Bei einem „normalen“ Pferd kann man da ganz anderes rangehen, wie bei einem Pferd mit so einer Vorgeschichte.

Überlass die Sorge für das Pferd dem Eigentümer !

Die noch nicht mal merken, wenn sie das Gebiss verkehrtherum ins Zaumzeug schnallen, die noch nicht einmal einen Verband anlegen können?

Wenn der auch nicht damit zurecht kommt kannst du ihnen den
Tipp geben den Anguss hautwarm (35°) zu machen und die
Flüssigkeit (Disifin oder Rivanol schätze ich ?)

nein, kaltes Wasser zur Kühlung der Sehne, mit Essig verdünnt (Tipp vom TA)

mit einem

Schwamm den man oberhalb vom Verband ausdrückt in den Verband
laufen zu lassen … das spüren sie fast nicht und wenn doch
ist die Reaktion nicht so heftig wie wenn jemand mit Gießkanne
oder Plastikflasche

War weder das eine noch das andere, ein einfacher Plastikbehälter, ähnlich dem Futterbehälter.

Wie kann man diesem Pferd beibringen, daß es sich Verbände und
Aufgüsse gefallen läßt?

das DAUERT! bei manchen pferden JAHRE … kauft euch ein Buch
über clickertraining und geht auf eine Fortbildung zu
Clickertraining - das hilft (vor allem den Menschen die Pferde
besser zu beobachten und mehr zu loben, das wird nämlich gern
vergessen ;o) )

Das Pferd ist zudem ein „Kleber“. Wenn es kurzfristig alleine
ist, schlägt es gegen die Box und wiehert.

das ist kein Kleber, das ist erstmal normal - Üferde sind
Herdentiere die wissen dass sie zum Überleben ihre Herde
brauchen - nimmt man die Herde (in dem Fall das einzige andere
Pferd) weg, sind sie auf sich gestellt und haben erstmal angst

  • klar !

Im Prinzip hast Du recht, aber ich bin mein Pferd gewöhnt, der jahrelang problemlos alleine stand und überhaupt keinen unglücklichen Eindruck machte, was auch mein TA bestätigt.

Aber sie lernen das ganz schnell, dass der andere auch wieder
zurückkommt - bis dahin sollte man die Zeiten des Alleinseins
langsam steigern - UND dem der drin bleiben muss genügend Heu
hinlegen !!! damit er in seinem Stress bissi was zu kauen hat
… machen sie gern als übersprungshandlung und hilft ihnen
wieder auf den Teppich zu kommen (Heu oder Gras zu fressen ist
nämlich auch überlebensnotwendig)

Futter rührt er in solchen Situationen überhaupt nicht an.

dann steckt dem doch auf der Wiese ein Paddock ab - ob er auf
4x4m oder weniger drin steht

Eher größer, Problem ist, daß er bei einer Sehnengeschichte absolute Boxruhe braucht und weicher Boden einfach schlecht ist.

, oder auf 5x5m draussen ist für

die Heilung unerheblich und für seine Psyche besser

Öhm, das möchte ich jetzt mal so dahingestellt lassen.

*räusper* - das was du bisher gefragt hast, klingt jetzt mal
so auf den ersten Eindruck auch nicht wirklich …ehh… sagen
wir erfahren :-\

Das kannst Du anhand des Textes beurteilen? Ich habe ein 28jähriges Pferd, welches meine Haltung mittlerweile 25 Jahre überlebt hat. Meine beste Freundin ist Tierärztin und hätte mich sicherlich schon darauf aufmerksam gemacht, wenn ich gravierende Fehler gemacht hätte.

klar jeder fängt mal kein an - ganz schlecht aber wenn es in
dem Stall nur noch einen weiteren gibt der dann auch shcon bei
einfachen Dingen relativ hilflos ist :-\

Hä?

Halte dich so gut es geht fern, reite nicht mit ihnen aus,
gibt ihnen keinen Unterricht und versuch sie zu überzeugen,
dass sie mit ihrem Tier in einen Reitstall gehen sollen in dem
man sich mit Pferdehaltung und -Ausbildung auskennt :-\

Und was sie sich sicher leisten können!

so ein Basispass-Pferdekunde ist übrigens auch nicht das
schlechteste , damit man wengistens ein bisschen Theorie rund
ums Pferd mitbekommt

Gruß H.

hi

Weisst du denn WARUM das Pferd lahmt?
Und woher die Lahmheit kommt?
War ein Tierarzt da? wenn nein warum nicht?

Tierarzt, weiß nicht ob sie einen gerufen haben, es ging
lediglich um die Erstversorgung. Mein Verdacht ist eine
gezerrte Sehne.

JE nachdem WARUM das Pferd lahmt, kann ein „kühlender“ Verband
auch schädlich sein!

Keine äußeren Verletzungen sichtbar, nichts warm, nichts
pulsiert, Sehnenbogen leicht angelaufen, läuft auf weichem
Boden schlechter als auf hartem.

dann gehört der TA her

Wenn ja hast du das schriftlich - vor allem hast du das
schriftlich von seinen Eltern ??

Nein.

gefährliche Sache das - für dich - hol dir eine Unterschrift (der Eltern) , dass du NICHZT haftest für Schäden am Pferd und lass dir die Versicherungspolice zeigen, um zu sehen ob Schäden an DIR abgedeckt sind, wenn du dich gefälligkeitshalber ums PFerd kümmerst !!!

ein blöder Tritt kann dich in den Rollstuhl schicken oder erwerbsunfähig machen und wenn dann keiner zahlt …

Das ist mir klar, mit ging es darum wie man einem Pferd, daß
ängstlich das beibringen kann. Mein Pferd, der noch nie in
seinem Leben schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat,
ist sogar darauf trainiert sein Bein in einen Eimer kaltes
Wasser zu stellen.

ist auch kein Thema und keine Kunst - genau deswegen frage ich mich wieso du fragen musst, wie das geht

Bei einem „normalen“ Pferd kann man da ganz
anderes rangehen, wie bei einem Pferd mit so einer
Vorgeschichte.

vergiss die Vorgeschichte, die hat damit nichts zu tun … das ist ganz normales Verhalten eines ganz normalen Pferdes, dass es einen erstmal nicht mit Gegenständen kaltes Wasser ans Bein schütten lässt, wenn es das noch nicht kennt

Und ich kenne genügend „normale“ Pferde ganz ohne Vorgeschichte, die sich das nicht gefallen lassen - und zwar ihr leben lang nicht

Läge es an seiner Vorgeschichte, hättest du die Box nicht lebend verlassen, also streich das aus deinem Gedächtnis - das ist ein ganz normales Pferd

Überlass die Sorge für das Pferd dem Eigentümer !

Die noch nicht mal merken, wenn sie das Gebiss verkehrtherum
ins Zaumzeug schnallen, die noch nicht einmal einen Verband
anlegen können?

Nun ja … du weisst ja auch nicht, wie man einem Pferd beibringt hinzustehen, weil deiner das schon konnte - wieso sollten sie das wissen ?

solange etwas nicht tierschutzrelevant ist, hast du dich schlichtweg nicht einzumischen - du kannst mit ihnen reden, aber fass das Pferd nicht an - das ist ein GANZ ernstgemeinter Rat ! du kannst in Teufels Küche kommen wenn was schief geht

nein, kaltes Wasser zur Kühlung der Sehne, mit Essig verdünnt
(Tipp vom TA)

Auf telefonische Diagnose deinerseits , ja ?

o.k. dann hat er dir auch gesagt, dass man das Pferd statt dessen auch 2 - 4x täglich unter fliessend kalt Wasser stellen sollte, oder? Dann kannst du dir den Angussverband sparen … Dann noch Enelbin drauf (wirkt auch ohne Verband)

mit einem

Schwamm den man oberhalb vom Verband ausdrückt in den Verband
laufen zu lassen … das spüren sie fast nicht und wenn doch
ist die Reaktion nicht so heftig wie wenn jemand mit Gießkanne
oder Plastikflasche

War weder das eine noch das andere, ein einfacher
Plastikbehälter, ähnlich dem Futterbehälter.

das meinte ich ;o) es ist wurscht obs eine giesskanne oder einer falsche ist oder ein andere plastikbehälter - es geht drum dass dieses pferd das noch nicht kennt (oder nicht will) dass jemand mit irgendeinem gegenstand an seinen beinen herum macht *schulterzuck* und es braucht eine weile bis die das lernen (wenn sie es überhaupt lernen)

Wie kann man diesem Pferd beibringen, daß es sich Verbände und
Aufgüsse gefallen läßt?

das DAUERT! bei manchen pferden JAHRE … kauft euch ein Buch
über clickertraining und geht auf eine Fortbildung zu
Clickertraining - das hilft (vor allem den Menschen die Pferde
besser zu beobachten und mehr zu loben, das wird nämlich gern
vergessen ;o) )

Das Pferd ist zudem ein „Kleber“. Wenn es kurzfristig alleine
ist, schlägt es gegen die Box und wiehert.

das ist kein Kleber, das ist erstmal normal - Üferde sind
Herdentiere die wissen dass sie zum Überleben ihre Herde
brauchen - nimmt man die Herde (in dem Fall das einzige andere
Pferd) weg, sind sie auf sich gestellt und haben erstmal angst

  • klar !

Im Prinzip hast Du recht, aber ich bin mein Pferd gewöhnt, der
jahrelang problemlos alleine stand und überhaupt keinen
unglücklichen Eindruck machte, was auch mein TA bestätigt.

die wenigsten TÄ sind kompetent was die Pferdepsyche angeht und nur weil dein Pferd nicht weinend in der Box steht (weil es das nicht kann) heisst es nicht dass es glücklich war … das heisst nur, dass es sich in sein Schicksal gefügt hat - die meisten Pferde geben auf und fügen sich (das machts ja so einfach mit ihnen)

Allein die Tatsache, dass dein TA jahrelange EINZELhaltung eines Pferde für o.k. befand disqualifiziert ihn in meinen Augen als Tierarzt >:frowning: !

Aber sie lernen das ganz schnell, dass der andere auch wieder
zurückkommt - bis dahin sollte man die Zeiten des Alleinseins
langsam steigern
- UND dem der drin bleiben muss genügend Heu
hinlegen !!! damit er in seinem Stress bissi was zu kauen hat
… machen sie gern als übersprungshandlung und hilft ihnen
wieder auf den Teppich zu kommen (Heu oder Gras zu fressen ist
nämlich auch überlebensnotwendig)

Futter rührt er in solchen Situationen überhaupt nicht an.

lies einfach mal ganz langsam und genau was ich geschrieben habe - ich wills nicht wiederholen …

dann steckt dem doch auf der Wiese ein Paddock ab - ob er auf
4x4m oder weniger drin steht

Eher größer, Problem ist, daß er bei einer Sehnengeschichte
absolute Boxruhe braucht und weicher Boden einfach schlecht
ist.

absolute Boxenruhe hat man bei Sehnenschäden (sofern es überhaupt einer ist) vor hundert Jahren gemacht - mittlerweile heisst es regelmässige konsequente Schrittarbeit auf hartem boden und lieber 1/2 Jahr auf Koppel stellen als Boxenruhe - es sei denn die Sehne ist ganz ab - aber nachdem ja noch kein kompetenter TA da war …

, oder auf 5x5m draussen ist für

die Heilung unerheblich und für seine Psyche besser

Öhm, das möchte ich jetzt mal so dahingestellt lassen.

ich deine Meinung auch …

*räusper* - das was du bisher gefragt hast, klingt jetzt mal
so auf den ersten Eindruck auch nicht wirklich …ehh… sagen
wir erfahren :-\

Das kannst Du anhand des Textes beurteilen?

ja, das kann ich

Ich habe ein 28jähriges Pferd, welches meine Haltung mittlerweile 25 Jahre
überlebt hat.

überlebt ist richtig - allein die Tatsache ein Herdentier jahrelang allein zu halten …

Meine beste Freundin ist Tierärztin und hätte mich sicherlich
schon darauf aufmerksam gemacht, wenn ich
gravierende Fehler gemacht hätte.

einzelhaltung ist für Pferde so ziemlich das Übelste was man ihnen ausser körperlicher Verletzung antun kann

dass sie TÄ ist heisst nicht, dass sie Ahnung von Pferden hat - oder ist sie Fach-TA für Pferde ? und selbst dann …

klar jeder fängt mal kein an - ganz schlecht aber wenn es in
dem Stall nur noch einen weiteren gibt der dann auch shcon bei
einfachen Dingen relativ hilflos ist :-\

Hä?

wie z.B. wie bringe ich einem Pferd bei sich einen verband anlegen zu lassen - wie bringe ich einem Pferd bei allein zu bleiben - etc.

Halte dich so gut es geht fern, reite nicht mit ihnen aus,
gibt ihnen keinen Unterricht und versuch sie zu überzeugen,
dass sie mit ihrem Tier in einen Reitstall gehen sollen in dem
man sich mit Pferdehaltung und -Ausbildung auskennt :-\

Und was sie sich sicher leisten können!

DANN können und dürfen sie sich eigentlich auch kein Pferd leisten !!! denn spätestens bei der ersten notwendigen Kolik-OP müssten sie das arme Vieh verrecken lassen weil einschläfern nämlich auch sehr teuer ist - allerdings billiger als eine Kolik-OP

so ein Basispass-Pferdekunde ist übrigens auch nicht das
schlechteste , damit man wengistens ein bisschen Theorie rund
ums Pferd mitbekommt

*daraufnochmalhindeut* und das clickertraining solltet ihr euch euren Pferden zuliebe wirklich mal angucken

Gruß H.

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Hallo,

mein Pferd war (wer rechnen kann ist klar im Vorteil) 3 Jahre als ich ihn bekam, also roh.

Mein TA ist absolut kompetent und natürlich gibt es Unterschiede bei einem Pferd mit Vorgeschichte und ohne.

Du kennst mein Pferd nicht und kannst deshalb kein Urteil abgeben, er war seit jeher ein Einzelgänger, der auch in großen Reitställen keinen Kontakt zu Boxennachbarn suchte. Es waren bereits verschiedene (auch Fachtierärzte) da und keiner hat Verhaltensauffälligkeiten feststellen können.

Das mit der Sehne wäre mir neu. Mein Pferd hatte zuletzt vor ca. 2 Jahren eine Sehnenzerrung und da galt noch das obige.

Da Du mir nicht helfen kannst, brauchst Du auch nicht mehr zu antworten.

Jedes „normale“ Pferd läßt sich relativ einfach an Verbände, Gamaschen usw. gewöhnen, das ist keine Kunst. Dieses Pferd hat aber kein Vertrauen zu Menschen und ist in einer neuen Umgebung, da ist es schon schwieriger.

Gruß
Tina

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Hallo

Ich kann dir keinen Tipp geben, mich interessiert nur etwas:

Obwohl es kein Anfängerpferd ist, wurde es an zwei Jugendliche verkauft …

Wie kann man ein Pferd an Jugendliche vekaufen?
So ein Kaufvertrag ist meiner Meinung nach unwirksam, das könnte aber auch hier im Forum nachgefragt werden. Die Jugendlichen werden das Pferd aber wohl nicht zurückgeben wollen, nehme ich an.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

wenn das Pferd jetzt wenig Vertrauen hat, würde ich nicht unbedingt mit ganz neuen Dingen anfangen wie Angussverband oder auch das alleine lassen.

Ich würde es am sinnvollsten erachten, wenn mal klargestellt wird, was da los ist um zu sehen, was wirklich gemacht werden MUSS.

Angussverbände finde ich auch toll. Aber wenn so ein Pferd sie nicht toleriert, gibt es auch noch andere Varianten zum Kühlen. Gels, Abspritzen mit Wasser z.B. Und wenn es wirklich der Angussverband sein muss oder auch andere Varianten nicht toleriert werden, würde ich in so einer Situation in Absprache mit dem Tierarzt auch zu einem Sedierungsmittel greifen. Weniger Stress für das Tier und in der Regel auch deutlich gefahrloser für den Behandler.

Und wenn das Pferd wirklich stehen muss, findet sich in aller Regel auch eine Lösung für ein Beistellpferd. Viele Pferde bleiben nicht alleine ruhig im Stall stehen. Und wenn ein Pferd so klebt und eh vorbelastet ist, würde ich mit dem Üben nicht in so einer Situation anfangen. Ggf. kann es gesünder sein, dass PFerd mit rauszustellen als so einen Hampelmann in der Box zu behalten. Ggf. hilft das Sedierungsmittel aber auch hier gleich mit. Muss man ausprobieren und vor allem Abstimmen. Also kein völlig abgeschossenes (sediertes) Pferd mal eben mit in die Herde stellen.

Die Haftungsfrage bei evtl. Unfällen sehe ich deutlich entspannter. Zum einen bin ich mir ziemlich sicher, dass z.B. eine normale Pferdehaftpflicht bereits greift. Zum anderen bin ich persönlich auch privat unfallversichert. Ganz unabhängig davon kläre ich auch nicht immer erst die Haftungsfrage bevor ich helfe. Mag manchmal blöd sein, ist aber nun so. Wenn der Besitzer mich um Hilfe bittet oder aber auch die Hilfe toleriert, bedeutet das für mich auch sein Einverständnis. Klar kann er hinterher immer noch auf dumme Gedanken kommen. Aber wenn ich im Alltag und im Umgang mit Tieren erst einmal Paragraphen studiere, komme ich immer zu spät. Wie das wirklich ist… das wäre wohl auch eher eine Frage fürs Rechtebrett. Ging ja eigentlich auch um eine ganz andere Frage.

Und… Viele Wege führen nach Rom.

VG
Monroe

Hallo Tinchen,

Mein Verdacht ist eine
gezerrte Sehne.

Keine äußeren Verletzungen sichtbar, nichts warm, nichts
pulsiert, Sehnenbogen leicht angelaufen, läuft auf weichem
Boden schlechter als auf hartem.

Vermutlich hast du recht mit einem Verdacht auf Sehnenzerrung.

Das Problem, daß sich Pferde gegen einen Angußverband wehren, kenne ich gut, denn außer den Mutterstuten, habe ich nur Jungpferde bis max 4 Jahre, die noch etwas unzivilisiert sind und solche Dinge noch nicht kennen.

Ich arbeite mit Homöopathie.
Für Sehnenzerrungen gibt es eine bewährte Indikation -> Rhus toxicondendron.

Wenn du dem Pferd 1x täglich 2 Globuli (kleine Kügelchen) der Potenz D30 ins Maul gibtst (z.B. auf Leckerli oder Möhre), dann heilt die Sehne in einigen Tagen. (Die Globuli nicht mit feuchten Fingern berühren, sonst geht der Wirkstoff evtl auf dich über.)
Arbeiten darfst du das Pferd natürlich nicht, aber es darf sich frei nach Wunsch bewegen, jedenfalls solange es nicht ständig rumrennt und mit anderen rauft. Ein Angußverband wird dadurch überflüssig und du kannst, ohne das Vertrauen des Pferdes zu stören, weiter an der normalen Gewöhnung des Pferdes arbeiten.

Ich behandele seit Jahren alle Sehnen- und Bänderzerrungen meiner Pferde so. Das ist für Mensch und Pferd gleichermaßen einfach angenehm und praktisch.

Gruß Steffi

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Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort. Das Problem ist nicht der Angussverband an sich, man könnte ja die Bandagierunterlage naß machen und dann erst einbandagieren. Das Problem ist, daß dieses Pferd durch seine Mißhandlungen so verschreckt ist, daß es problematisch ist überhaupt einen Verband draufzumachen. Schon allein die Berührung mit der Bandagierunterlage ist ein Problem, egal ob diese nass oder trocken ist.

Mir geht es darum, wie ich dem Pferd auf lange sicht die Angst davor nehmen kann. Ein Verband kann bei verschiedenen Verletzungen wichtig sein, beispielsweise ein Druckverband.

Man kann ihm die Unterlage hinhalten, er beschnuppert sie, man kann ihn damit auch abreiben, aber sobald die Unterlage an sein Bein kommt, wird es schwierig. Gamaschen läßt er sich auch nicht hinmachen. Klar erfordert soetwas lange Übung. Aber dieser Fall ist halt grad akut. Man kann das Pferd schließlich nicht bei jedem Verbandwechsel sedieren.

Der TA war da und hat im 1 Woche Boxenruhe verordnet, danach Schritt führen. Als Erstehilfemaßnahme war kaltes Wasser absolut richtig. Auch der TA ist der Meinung, daß gegen die Ablehnung eines Verbandes unbedingt was unternommen werden muß. Er hat den Besitzern ein paar Tipps gegeben.

Gruß
Tina

Hallo,

sie hatten die Zustimmung der Eltern, die Mutter hat den Kaufvertrag unterschrieben.

Gruß
Tina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

danke für Deine Antwort, ich werde das mit Sicherheit ausprobieren.

Das Problem bei diesem Pferd ist, daß es sich generell nicht verbinden läßt, also auch ein ganz normaler Verband, bzw. Gamaschen sind unmöglich. Du kannst ihn diese Sachen beschnuppern lassen, er duldet auch die Berührung am Körper, aber sobald Du an sein Bein kommst tickt er aus.

Da aber ein Verband (beispielsweise ein Druckverband) in manchen Situationen einfach wichtig ist, möchte ich gerne ein paar Anregungen wie man einem so unsicheren Pferd die Angst nehmen kann.

Gibt es da auch homöopathische Mittel, die beruhigend wirken?

Gruß
Tina

Hallo Tina,

…er duldet auch die Berührung am Körper,
aber sobald Du an sein Bein kommst tickt er aus.

Möglich sind…

  • Angst aufgrund von schlechten Erfahrungen/evtl. Mißhandlung
    Je nach Ausprägung und Ursache helfen Geduld und Konsequenz

  • extreme anlagebedingte Angst oder körperliche Übersensibilität

Gibt es da auch homöopathische Mittel, die beruhigend wirken?

Zu Übungszwecken oder im Notfall helfen Bachblüten Rescue-Tropfen zur Beruhigung, aber sie werden das Grundproblem nicht lösen.

Homöopathische Mittel können wirken wenn es ein psychischem Trauma oder anlagebedingt ist. Aber man kann in so einem Fall keine Standardempfehlung geben, sondern muß den Fall genau untersuchen und ein Mittel wählen, daß genau zum Fall paßt.

Gruß Steffi

Möglich sind…

  • Angst aufgrund von schlechten Erfahrungen/evtl. Mißhandlung
    Je nach Ausprägung und Ursache helfen Geduld und Konsequenz

  • extreme anlagebedingte Angst oder körperliche
    Übersensibilität

Gibt es da auch homöopathische Mittel, die beruhigend wirken?

Zu Übungszwecken oder im Notfall helfen Bachblüten
Rescue-Tropfen zur Beruhigung, aber sie werden das
Grundproblem nicht lösen.

Homöopathische Mittel können wirken wenn es ein psychischem
Trauma oder anlagebedingt ist. Aber man kann in so einem Fall
keine Standardempfehlung geben, sondern muß den Fall genau
untersuchen und ein Mittel wählen, daß genau zum Fall paßt.

Gruß Steffi

Hallo Steffi,

da das Pferd erst seit 6 Wochen im Stall ist, ist es schwierig eine Aussage zu treffen. Offensichtlich wurde es mißhandelt, die Narben sind deutlich sichtbar. Ob die Anlage auch eine Rolle spielt kann ich nicht sagen, dazu kenne ich das Pferd zu wenig.

Ich werde den Besitzern aber mal vorschlagen sich zur Unterstützung an einen Homöopathen zu wenden.

Danke für Deine Hilfe!

Gruß
Tina