wie spricht man eigentlich Schibboleth aus? Gibt es da Unterschiede zwischen der hebräischen und der deutschen Aussprache?
Ich tendiere einfach zu „Schibbolett“, andere sagen „Schiebolet“ oder „Schibbolee(t)“ oder sogar veritalienischt „Skibbolett“…wie gehts denn nun?
Mein Rechtschreibduden sagt natürlich nichts Genaues zur Aussprache. Aber zu dem Sch sagt er nichts, also wird es sch gesprochen (bei „Scherzo“ steht als Erläuterung sk…). Das o ist unterstrichen, wird also betont und lang gesprochen. Zu dem …eth sagt er wieder nichts, was er bei „Filet“ (…le:smile: tut. Außerdem sagen wir ja auch „Knesseth“ und nicht „Knesseeh“.
Mein „Indizienurteil“: Schibbooleth
Gibt es da Unterschiede zwischen der hebräischen und der deutschen
Aussprache?
Und nur nebenbei: Word will mein „Rechtschreibduden“ nicht haben und und schlägt statt dessen Rechtschreibdruden, Rechtschreibdulden, Rechtschreibjuden (!!!), Rechtschreibbuden, Rechtschreibluden (pfui!) vor. )
Mensch, datt is ja ein Ding: da weiß in der Duden-Redaktion anscheinend die rechte Hand nicht, was eine der vielen linken tut… Und wem soll man jetzt glauben?
Schibolet heißt der Roggen oder die Ähre (Teil eines Geitreidestückes). Was zum Teufel soll das auf Deutsch sein???
Im gebildeten Deutsch wurde das Wort, in Erinnerung an die Erzählung im Buch der Richter, in der Bedeutung „Losungswart, Erkennungswort, Passwort“ verwendet.
Schib|bo|leth, das; -s, Plur. -e und -s (selten für Erkennungszeichen, Losungswort)
der Rechtschreibduden gibt die korrekte Ortografie; die
Aussprache wird dort nicht immer genannt.
Dazu gibt es eben den Ausspracheduden.
Das weiß ich wohl. Aber auch der Rechtschreib-Duden macht Angaben zur Aussprache (die ich ja ausgiebig zitiert habe), und wenn die seinem Aussprache-Bruder widersprechen, dann finde ich das ganz schön übel.
Und nur nebenbei: Word will mein „Rechtschreibduden“ nicht
haben und und schlägt statt dessen Rechtschreibdruden,
Rechtschreibdulden, Rechtschreibjuden (!!!),
Rechtschreibbuden, Rechtschreibluden (pfui!) vor. )
Hallo gargas,
wunderschöne Suchbegriffe. ;oDD
„Rechtschreibbude“ für Schule und „rechtschreibdulden“ finde ich ausgesprochen zeitgemäß.
Sagt Word auch was zu: Pisa, das Rechtschreibluder?
vielen Dank, auf die Idee mit dem normalen Duden hätte ich auch selber kommen können…da fehlte mir wohl der detektivische Spürsinn.
Vielleicht sollte ich in einer Rechtschreibbude nachfragen oder so:smile:Übrigens macht mein Rechtschreibprogramm aus Lippenlesen Libanesen…das sagt ja einiges.
ertmal danke an alle, die sich die Mühe gemacht und nachgeschlagen haben, im Buch oder im eigenen Hirn.
Nur zur Erläuterung, ich meine tatsächlich das „Schibboleth“ in der Sprache, für sprachliche Mittel, mit denen sich Gruppen nach außen abgrenzen. Den Hintergrund mit den Kornähren kannte ich nicht, dachte, es heißt im Hebräischen auch einfach „Erkennungsmerkmal“…tja.
Wie auch immer, Betonung auf dem o klingt gut, betontes i und langes o find ich ein bißchen schwierig. Jedenfalls sind nun der Anfang „sch“ und das Ende „et“ klar.
Ich dachte penultimates kämen mur bei Zweisilbern vor.
Wasndas?
Wörter mit Segol als letzten Vokal (viele davon) sind nicht endbetont. Und weiblich. Zb. Knesset. Es gibt aber Ausnahmen, die nur diese Form haben aber nicht zur Gruppe gehören zb. Zewet („Team“, welches m. ist). Schibolet gehört aber dazu.