Schiefe Querbalken bei Fachwerkhäusern

oh war da mal in ein schiefen Raum, eines alten Fachwerkhauses. Da war vorgegeben wo das Sofa und wo der Schrank stehen musste. Denn sonst gingen die Schranktüren immer von selber zu wenn man was raus hohlen wollte. auf den Sofa kippte man immer nach vorne. also Plätze Tauschen, Türen gingen dann von selbst auf und auf den Sofa war man dann nach hinten zur Lehne hin gekippt.

:sweat_smile:

Ein Gefälle zur Wand hin ist eben in allen Fällen besser als von der Wand weg - ob Sofa oder Schrank. Am ungünstigsten sind durchhängende Decken, wo der Boden von allen Wänden mit Gefälle zur Raummitte geneigt ist. Hatten wir auch schon in einer Altbauwohnung. Da bekam man kein Möbelstück vernünftig an die Wand gerückt. Aber so starke Neigungswinkel wie in deiner Schilderung sind natürlich im wahrsten Sinne des Wortes schräg.

Schräg ist das Haus hier! :smiley:

Sowas gibt’s auch andernorts wie im Bayerischen Wald.

Ich weiß, die habe ich aber nicht gesehen/betreten. :wink:

Ich bedanke mich beim Stadtmuseum Nördlingen für die Kopie aus „Kunstdenkmäler in Bayern, Stadt Nördlingen“, München 1998, S. 186

Ein weiteres Dokument des Stadtbauamts - Untere Denkmalschutzbehörde lese ich mir gerade durch.

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Nein.

Typisch für die Oberlausitzer Umgebindehäuser ist das Umgebinde, das ist die Aufständerung des ersten Stockwerks über einen Teil des Erdgeschosses. Tante Wiki zeigt zwar sehr hübsch ein Umgebinde und erklärt dieses auch, aber von

als typischem Bauelement ist auch dort nicht die Rede. Die Stube im Erdgeschoss, um die das Umgebinde gebaut ist, ist beläufig die, in der der Webstuhl stand. Die Funktion des Umgebindes ist, den Rest des Hauses von den Erschütterungen zu isolieren, die vom Webstuhl ausgehen.

Noch bis ca. 1991 lebten ganze Dörfer (wie Eibau, wo am Eingang zum Waldkretscham das Gesellenstück meines Großvaters angebracht ist) im Dreiertakt der Webstühle - voll mechanisiert und in kleinen Fabrikhallen aufgestellt liefen sie zwar in etwas schnellerem Takt als zu Zeiten der lochkartengesteuerten, handbetriebenen „Damastautomaten“, aber das durchdringende, das ganze Leben in Oberoderwitz, Walddorf, Eibau etc etc bestimmende Rack-Tack-Tack - Rack-Tack-Tack - Rack-Tack-Tack war dasselbe.

Schöne Grüße

MM

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