Schiel OP - Kostenübernahme

Moin,

folgende Situation:

ich schiele seit meiner Kindheit auf einem Auge.
Im Alter von nun 34 Jahren habe ich endlich den Entschluss gefasst, dass ich mich operieren lassen möchte.

Natürlich habe ich das nicht einfach von Heute auf Morgen beschlossen, sondern intensive Recherchen im Internet angestellt (Risiken, Voraussetzungen etc.).

In den vielen, vielen Foren, die es zum Thema gibt, habe ich fast immer die klare Aussage gelesen, dass die gesetzliche Krankenkasse für einen solchen Eingriff aufkommt und man das nicht mal beantragen muss…egal ob der Eingriff aus gesundheitlichen oder kosmetischen Gründen gewünscht wird.

Da ich aber kein Risiko eingehen wollte, habe ich bei meiner Versicherung angefragt, ob die Kosten für eine solche OP übernommen werden.
Man antwortete mir, dass man zur Beantwortung meiner Frage wissen müsse, ob die OP stationär, oder ambulant durchgeführt werden würde. Ich nahm daher Kontakt mit dem UKE auf. Man teilte mir mit, dass die Behandlung dort stationär durchgeführt wird.

Nachdem ich meiner Krankenkasse dies mitteilte erhielt ich nun ein Schreiben, in dem die Krankenkasse einiges von mir wissen möchte und mir stellt sich die Frage, ob die Übernahme doch nicht so selbstverständlich und einfach ist.

Zum einen möchte die KK ein Foto haben, dass die Augen-Fehlstellung zeigt. Zudem möchte sie von mir wissen, warum ich die OP jetzt durchführen lassen möchte und warum diese stationär erfolgen soll.

Kann die Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnen ?
Welche Argumente sollte ich vorbringen, um die Bewilligung des Antrags sicherzustellen ?

Für mich selbst liegen die Gründe hauptsächlich dort, wo sie bei den meisten Betroffenen liegen…nämlich in der Psyche…mangelndes Selbstbewusstsein ist in meinem Beruf ein absolutes Manko, aber das hat man nunmal, wenn man dem Gegenüber nicht länger als 2 Sekunden in die Augen schauen kann.
Rein gesundheitlich wäre der Eingriff eher schwer zu begründen…zwar hat mir das Schielen in der Vergangenheit viele Wege verbaut, aber das Wiedererlangen des räumlichen Sehens ist nach den meisten Aussagen ohnehin unwahrscheinlich und ansonsten kann ich eigentlich noch recht gut sehen…nicht perfekt, aber ich komme ohne Brille aus.

Ich weiß selbst absolut nicht, wieso ich erst jetzt so weit bin, dass ich diese „Behinderung“ korrigieren lassen will, da mich das Problem schon immer schwer belastet hat und ich ärgere mich, dass ich nicht schon viel früher gehandelt habe…Um so wichtiger ist es mir nun, dass das Ganze auch wirklich von Statten geht…und das am Besten so schnell wie möglich. Ich glaube, dass eine Ablehnung des Antrags seitens der KK mich in ein tiefes Loch stossen würde.

So…lange Rede so am frühen Morgen…
Wäre dankbar, wenn mir jemand ein paar gute Ratschläge geben könnte.

Gruß
Michael

Hi, geh dem ganzen KK Theater aus dem Weg und such Dir ´ne Klinik in der das auch ambulant gemacht wird.
Der stationäre Aufenthalt nach einer einseitigen Schielop. ist nicht notwendig.
Und selbst bei beidseitiger, gleichzeitig erfolgender Schielop. ist das auch nicht notwendig wenn man zu Hause jemanden hat, der einen bis zur Verbandfsabnahme versorgen kann.
MfG ramses90