Schilddrüse: auton. Adenom - Behandlung notwendig?

Hallo,

es ist noch nicht ganz raus, weil ich jetzt erstmal 2 Wochen mit Schilddrüsenhormonen eine Suppressionstherapie machen soll, aber in worst case könnte die Ursache meines niedrigen TSH basal (0,56) ein autonomes Adenom sein, eine gutartige Gewebsneubildung.

Die soll, laut Arzt, behandelt werden durch Radiojodtherapie (stationär in Quarantäne im Krankenhaus unter horrender Strahlenbelastung) oder per Opereration.

Meine Frage nun:

warum soll man sowas Gutartigem (wenn das denn stimmt) mit solchen Horrortherapien zu Leibe rücken?

Wegen jeder Mammographie wird ein Riesengezeter gemacht aufgrund der Strahlenbelastung, und wegen einem gutartigen Adenom in der Schilddrüse verfrachten sie einen zur Radiojodtherapie ?

Da stimmt doch die ganze Relation nicht mehr!!!

Was meint ihr dazu?

Und:

gibts keine Alternativen zur Radiojodtherapie und Operation??

Kann doch nicht sein! Solche Methoden sollten doch „bösartigen“ Fällen vorbehalten sein, oder?

Eine Radiojodtherapie kann ja sogar langfristig erst recht Schilddrüsenkrebs auslösen - mal von Leukämien abgesehen.

Holger

Ärzte raten dazu weil :

benigne ( gutartige ) Geschwulste in maligne " umkippen " können.
Vorallem Adenome haben die Tendenz .
Ich würde die operative Methode bevorzugen.

Ansonsten, keine Sorge, Kopf hoch und gute Besserung

Merkur

Hallo Holger,

ja eine Behandlung ist notwendig.
Gutartig bezieht sich zunächst mal nur auf die Geschwulstart - diese ist gutartig, d.h. sie wächst nicht infiltrierent, sie metastasiert nicht und sie wächst relativ langsam u.a.
Das ist schon mal besser als Krebs.
Allerdings ist es tatsächlich so, daß an der Schilddrüse, die Tendenz sich manchmal umkehrt und dann eben doch bösartig wird.

Aber unabhängig davon, daß die Geschwulst gutartig ist, wenn du ein autonomes Adenom hast, dann muß auch behandelt werden.
Autonom heißt, das das SD-Gewebe unabhängig von irgendwelchen Regelkreisen und also inneren und/oder äußeren Notwendigkeiten sein Hormn produziert.
Das führt in der Regel zu Überfunktionssymptomen.
Dazu gehört z.B. auch Überreiztheit, die sich je nach Veranlagung in Wut oder Angst äußern kann.

Überfunktion der SD ist aus unterschiedlichen Gründen nicht zu tolerieren.

Du schreibst etwas von Suppressionstherapie mit SD-Hormonen, das gibt irgendwie keinen Sinn. Was für ein Medikament bekommst du denn genau??
Du schreibst nur deinen TSH-Wert, wie ist denn deine Symptomatik und wie sind die anderen Werte?

Jetzt noch zur Frage des Wie-Behandeln?

Meine Idee dabei ist immer, so spät wie möglich etwas wegschneiden oder zerstören, bevor nicht (soweit Zeit genug ist) andere Wege ausprobiert worden sind. Denn damit wird ja in der Regel nur die Ursache der Symptomatik (das ist schon mal nicht schlecht) und nicht die Ursache des Geschwulst (das scheint mir besser) behoben.

Autonome Adenome lassen sich homöopathisch beeinflußen und zur Rückbildung bringen. Es gibt aber - genau wie bei allen schulmedizinischen Methoden, keine Erfolgsgarantie.

Solltest du Interesse daran haben das auszuprobieren, könntst du mir sagen, wo du bist und ich versuche jemanden zu finden, der empfehlenswert ist.

Also erstmal:
Keine Panik
Gruß
Kerstin

Hi Kerstin!

Läßt sich konkret sagen, wie die Autonomie homöopathisch anzugehen ist?

Gruß
Peter

homöopathische Behandlung??
Hey Peter,

Läßt sich konkret sagen, wie die Autonomie homöopathisch
anzugehen ist?

ja läßt sich schon, braucht aber etwas länger.

Ich kann natürlich nur für mich reden.
In der Homöopathie gibt es verschiedene Richtungen, die in der ich hauptsächlich und in so einem Fall arbeiten würde, läßt sich wahrscheinlich am ehesten mit klinisch und/oder anti-miasmatisch bezeichnen.

Die Idee der Miasmen geht zurück auf Hahnemanns’ chronische Krankheiten. Es handelt sich also um angeborene oder erworbene Krankheitsideen, die sich mindestens in der Krankheitsgeschichte des Patienten als roter Faden wiederfinden.

Die Idee dabei ist dann, das diese Krankheitsidee, die eigentlich Ursache einer Erkrankung ist, während es dann noch zusätzlich Auslöser und unterhaltende Umstände gibt.

Die Bezeichnungen der Miasmen basieren i.d.R. auf Namen von Krankheiten, die eine sehr große Ählichkeit mit der möglichen Symptomatik des Patienten hat und die Hahnemann damals tatsächlich dafür verantwortlich gemacht hat.

Ein zugrundeliegendes Miasma bei einer Überfunktion der Schilddrüse könnte jetzt Tuberkulinie sein.
Ein Auslöser könnte eine Impfung sein, z.B. die BCG-Impfung.
Eine unterhaltende Ursache könnte in der Ernährung und/oder der Gefühlssituation liegen.

Ich erstelle dann eine Chronologie des Patienten und sehe mir die Krankheiten und Todesarten der Blutsverwandschaft an um Hinweise zu bekommen welchem roten Faden ich folgen kann.

Das zugebende Mittel muß dann:

  • das Miasma abdecken und die Fähigkeit haben die eigentlich Ursache zu beheben
  • den Auslöser abdecken
  • und die akute individuelle Symptomatik des Patienten
  • und es muß auch noch inder Lage sein, nicht nur die Stimmung (das Gemüt) des Patienten zu verbessern, sondern auch noch auf das Gewebe selbst einzuwirken.

Eine Behandlung wird dann (abwechselnd oder manchmal auch gleichzeitig) mit großen antimiasmatischen Mitteln und kleineren sogenannt organotropen Mitteln stattfinden. (wenn du dich auskennst, letzteres fußt in den Ideen von Burnett)

Antimiasmatische könnten sein:

  • Tuberkulinum, Thyreoidinum, Phosphor und natürlich Jodum

Organotrope wären z.B.

  • alle Mittel mit einem hohen Jodanteil wie z.B. Spongia

Ich hoffe, daß war jetzt nicht zu detailreich. Ich hatte den Eindruck, daß du mich schon einmal sehr gut ergänzt hättest bei einer Empfehlung und bin deshalb davon ausgegangen, daß du ungefähr weißt wovon ich rede.

Zwei Nachsätze noch:

  • Für alle Mit-Homöopathen: Ich hab ja gesagt, es gibt verschiedene Wege, laßt uns nicht darüber streiten welcher besser ist, laßt uns lieber viele Wege kennen um für jeden Patienten den richtigen zu finden.
  • Für Homöopathie-Ablehner: Ich weiß, ihr haltet das alles für Humbug, ich halte manches was ihr befürwortet auch für Humbug. Na und?? Wer heilt hat recht! Ich verwehre keinem Patienten auf eurem Weg gesund zu werden, haltet ihr das bitte auch so.

Schönen Abend noch
Kerstin

Schilddrüsen-Werte - Suppresionstherapie

Du schreibst etwas von Suppressionstherapie mit SD-Hormonen,
das gibt irgendwie keinen Sinn. Was für ein Medikament
bekommst du denn genau??

Ich soll 14 Tage lang 1x1 Tablette L Thyroxin 125 nehmen.

Du schreibst nur deinen TSH-Wert, wie ist denn deine
Symptomatik und wie sind die anderen Werte?

Die anderen Werte kenne ich leider nicht, nur den TSH 0,56.
An Symptomatik hab ich nicht viel, jedenfalls weiß ich nicht, was der Schilddrüse wirklich ALLEINE zuzuordnen wäre.

Ich hab z.B.

  • nächtliche Schweißausbrüche
  • allgemeine körperliche Schwäche - beides aber erst seit 6 Wochen
  • bin immer müde und wenig leistungsfähig
  • friere schnell (natürlich nicht bei 30 Grad draußen)

Dass ich seit Jahren schon an Depressionen, Angst- und Panikattacken leide incl. Wutausbrüchen usw. ist aber eher der Diagnose Borderline zuzuschreiben, die ja frühkindliche Ursachen hat.

Meine Idee dabei ist immer, so spät wie möglich etwas
wegschneiden oder zerstören, bevor nicht (soweit Zeit genug
ist) andere Wege ausprobiert worden sind.

Aber welche Werte gibt es denn noch??
Mir wird nur als Alternativen angeboten Operation oder Radiojodtherapie - WENN sich nach den zwei Wochen Tabletteneinnahme herausstellen SOLLTE, dass ich autonome Areale habe, das ist ja noch nicht mal sicher!

in der Regel nur die Ursache der Symptomatik (das ist schon
mal nicht schlecht) und nicht die Ursache des Geschwulst (das
scheint mir besser) behoben.

Und was könnten die URSACHEN autonomer Areale sein, FALLS es sich herausstellt, dass ich welche hab?

Autonome Adenome lassen sich homöopathisch beeinflußen und zur
Rückbildung bringen. Es gibt aber - genau wie bei allen
schulmedizinischen Methoden, keine Erfolgsgarantie.
Solltest du Interesse daran haben das auszuprobieren, könntst
du mir sagen, wo du bist und ich versuche jemanden zu finden,
der empfehlenswert ist.

Ich komme aus dem Raum Nürnberg, also alle Adressen, die im Raum Nürnberg/Fürth/Erlangen zu finden wären, wären interessant. Danke schon mal.

Holger

Hallo in die Runde,

ein erniedrigtes TSH spricht für eine grenzwertge Überfunktion der Schilddrüse, das kann schon ein autonomes Adenom machen, die Idee mit Schilddrüsenhormon zu substituieren und damit das Adenom zu stoppen ist gut, kann ausreichen. Kann aber bald zur klinisch manifesten Hyperthyreose kippen und muss dann geblockt werden.

Ich würde es operativ angehen, einen gutartigen Tumor kann man letztendlich nur in der histologischen Aufarbeitung klären. Ich habe schon mehr als einmal eine gutartigen Nadelbiopsie als bösartigen Tu mit Re-Op erlebt.

Also schulmedizinisch behandeln lassen.

gruß Jens

PS frag den Chirurgen mal bei der OP-Aufklärung nach Neuromonitoring

OP?
Hallo,

Ich würde es operativ angehen, einen gutartigen Tumor kann man
letztendlich nur in der histologischen Aufarbeitung klären.
Ich habe schon mehr als einmal eine gutartigen Nadelbiopsie
als bösartigen Tu mit Re-Op erlebt.

Das verstehe ich jetzt nicht. Offenbar unterschied der Nuklearmediziner schon zwischen „heißen Knoten“ (die ich nicht hab), „kalten Knoten“ (die ich auch nicht hab) und „autonomen Arealen“ (von denen er noch nicht weiß, ob ich sie hab - Szintigrafie wird erst wieder nach den 14 Tagen L Thyroxin-Einnahme gemacht, bisher nur Ultraschall).

Was sollte da dann also biopsiert werden?

Und: da würde dann ja eine Radiojodtherapie für mich als Laien auch wenig Sinn machen, oder? Also doch lieber OP?

PS frag den Chirurgen mal bei der OP-Aufklärung nach
Neuromonitoring

Was heißt das auf deutsch bitte?

Danke.
Holger

Nachtrag Schilddrüsenwerte
Hallo,

hab nochmal nachgesehen:

TSH ist 0,56

FT3 ist 5,21 (Referenzbereich 3,3-8,2)
FT4 ist 19,2 (Referenzbereich 10,0-23.0=

Was muss mir das dann jetzt sagen?
Symptomatik wie im Posting zuvor.

Danke.
Holger

Hallo Holger,

ich hab deine weiter oben gestellte Frage (und Antworten) nun schon gelesen, und kann da nur Kerstin Recht geben, such dir einen Arzt deines Vertrauens und lass dich beraten, lerne zu vertrauen.

Nun zu den Fragen.
ein autonomes Adenom (=Geschwulst) produziert Sd-Hormon ohne Rücksicht auf Bedarf und Regelkreis.
Ein heißer(=autonomer) Knoten (=Geschwulst) auch. Wenn da jemand noch weiter unterscheiden möchte --> bitte

Wenn sich deine Symptomatik noch mit SD-Hormonen regeln lässt ist das doch gut, die Antwort wirst du sicher bald erhalten.
Nur wenn man dir zur weiteren Therapie rät, kann ich nur für mich sagen, dass ich (bis auf ganz wenige Ausnahmen) die operative Variante bevorzugen würde.
weil sicherster Ausschluß eines Karzinoms und wenn dann, auch die sicherste Behandlung des Karzinoms
(wohl wissend um die wahrscheinliche Unwahrscheinlichkeit)

Neuromonitoring: dabei wird zur Präparation und vor dem Absätzen der Schilddrüse der Verlauf des Nervus vagus/N. reccurens elektrisch dargestellt um sie nicht zu verletzen. Wichtig um die Funktion der Stimmbänder nicht zu verlieren, eines der Risiken der Op.

wir machen das schon sehr lange und mit guten Ergebnissen, setzt aber gute Erfahrung des Operateurs voraus…

In der Hoffnung dich nicht ganz zu
verunsichern

Gruß Jens