homöopathische Behandlung??
Hey Peter,
Läßt sich konkret sagen, wie die Autonomie homöopathisch
anzugehen ist?
ja läßt sich schon, braucht aber etwas länger.
Ich kann natürlich nur für mich reden.
In der Homöopathie gibt es verschiedene Richtungen, die in der ich hauptsächlich und in so einem Fall arbeiten würde, läßt sich wahrscheinlich am ehesten mit klinisch und/oder anti-miasmatisch bezeichnen.
Die Idee der Miasmen geht zurück auf Hahnemanns’ chronische Krankheiten. Es handelt sich also um angeborene oder erworbene Krankheitsideen, die sich mindestens in der Krankheitsgeschichte des Patienten als roter Faden wiederfinden.
Die Idee dabei ist dann, das diese Krankheitsidee, die eigentlich Ursache einer Erkrankung ist, während es dann noch zusätzlich Auslöser und unterhaltende Umstände gibt.
Die Bezeichnungen der Miasmen basieren i.d.R. auf Namen von Krankheiten, die eine sehr große Ählichkeit mit der möglichen Symptomatik des Patienten hat und die Hahnemann damals tatsächlich dafür verantwortlich gemacht hat.
Ein zugrundeliegendes Miasma bei einer Überfunktion der Schilddrüse könnte jetzt Tuberkulinie sein.
Ein Auslöser könnte eine Impfung sein, z.B. die BCG-Impfung.
Eine unterhaltende Ursache könnte in der Ernährung und/oder der Gefühlssituation liegen.
Ich erstelle dann eine Chronologie des Patienten und sehe mir die Krankheiten und Todesarten der Blutsverwandschaft an um Hinweise zu bekommen welchem roten Faden ich folgen kann.
Das zugebende Mittel muß dann:
- das Miasma abdecken und die Fähigkeit haben die eigentlich Ursache zu beheben
- den Auslöser abdecken
- und die akute individuelle Symptomatik des Patienten
- und es muß auch noch inder Lage sein, nicht nur die Stimmung (das Gemüt) des Patienten zu verbessern, sondern auch noch auf das Gewebe selbst einzuwirken.
Eine Behandlung wird dann (abwechselnd oder manchmal auch gleichzeitig) mit großen antimiasmatischen Mitteln und kleineren sogenannt organotropen Mitteln stattfinden. (wenn du dich auskennst, letzteres fußt in den Ideen von Burnett)
Antimiasmatische könnten sein:
- Tuberkulinum, Thyreoidinum, Phosphor und natürlich Jodum
Organotrope wären z.B.
- alle Mittel mit einem hohen Jodanteil wie z.B. Spongia
Ich hoffe, daß war jetzt nicht zu detailreich. Ich hatte den Eindruck, daß du mich schon einmal sehr gut ergänzt hättest bei einer Empfehlung und bin deshalb davon ausgegangen, daß du ungefähr weißt wovon ich rede.
Zwei Nachsätze noch:
- Für alle Mit-Homöopathen: Ich hab ja gesagt, es gibt verschiedene Wege, laßt uns nicht darüber streiten welcher besser ist, laßt uns lieber viele Wege kennen um für jeden Patienten den richtigen zu finden.
- Für Homöopathie-Ablehner: Ich weiß, ihr haltet das alles für Humbug, ich halte manches was ihr befürwortet auch für Humbug. Na und?? Wer heilt hat recht! Ich verwehre keinem Patienten auf eurem Weg gesund zu werden, haltet ihr das bitte auch so.
Schönen Abend noch
Kerstin