Hallo,
mein Sohn (12,5) hatte im Februar folgende Blutwerte:
FT3 = 6,33 ( 3,1-6,8 Norm)
FT4 = 11,37 (13,9-22,1 Norm)
TSH = 4,77 (0,28-4,20 Norm)
außerdem - aber das eher nebenbei - zu wenig Leukozyten 4,3 (Norm wäre 4,5-11,4) und etwas zuviel Hämoglobin 8,52 (Norm wäre 6,33-8,32).
Der Kinderarzt hatte nach einem SD-Ultraschall gesagt, dass das Bild der SD normal aussähe und es nur eine leichte („leichte“ sehr betont) Unterfunktion sei und außerdem sei es normal dass beim Kind die Werte schwanken (vorhergehende speziell Schilddrüsenwerte gab es nicht).
Ich bestand trotzdem auf eine Überweisung zur Kinderendokrinologie. Mit verknietschtem Gesicht und den Worten das sei doch gar nicht nötig, gab er mir die Überweisung.
Von Kinderendos gibt es wenige bzw. in einer Großstadt nur 3 an der Zahl (davon 2 in einer Uniklinik sitzend), normale Endokrinologen nehmen Kinder nicht auf. Ich war mit Sohn bei einer Endo in der Uniklinik. Dort war eine junge Ärztin. Sie nahm Blut ab, erfragte das Befinden und den Tagesablauf vom Sohn. Sie sagte zum Befund vom Kinderarzt, wenn der auch so bleibt, dann sei das zwar kontroll- aber nicht behandlungsbedürftig. Sie sagte, mein Sohn müsste schon eine schlechtere Haut und andere Symptome aufweisen, aber solange es ihm „so gut“ ginge, bräuchte man das nicht. Mein Sohn solle halt mehr Sport machen und mehr an die frische Luft gehen. Anmerkung: mein Sohn hat Konzentrationslücken, vergisst viel, lange Leitung und fröstelt zwar nicht immer aber eben öfters auch wenn es warm ist. Die Ärztin begründete viel mit der Pubertät.
Dann sagte sie, ich solle in einer Woche anrufen und den Befund erfragen. und im August nochmal zum Ultraschall kommen. Danach folge die Auswertung. Aber substituieren bräuchte er momentan nichts. Als ich dort heute anrief, war die Ärztin nicht da, weil das Kind der Ärztin wohl krank sei und keine Vertretung. Ich ließ den aktuellen Blutbefund faxen. Darauf standen nur die folgenden 3 Werte
TSH = 3,20 (Norm 0,27-4,20)
Freies Thyroxin (das ist sicher das FT4?) = 11,40 (Norm 11,54-29.49)
Trijodthyronin (ist das FT3?) : 2,61 (Norm 1,07-3,23)
Ich soll nächsten Dienstag anrufen, da sei eine Kollegin/andere Endo-Ärztin da, sie könne mir das dann nochmal erklären (das auch nur, weil ich sagte, dass ich mich damit nicht zufrieden gebe und das Blutergebnis ausgewertet wissen möchte und nicht erst im August).
Jetzt zu meiner Frage(n) - ist es wirklich richtig, dass die Werte beim Kind normalerweise schwanken? Bei solchen Werten muss/sollte wirklich nicht substituiert werden?? Sind die Werte wirklich noch in Ordnung, dass nicht behandelt/substituiert werden muss?
Der Referenzbereich TSH ist recht hoch angesetzt mit bis zu 4,2, manche Labore nehmen den Grenzwert bis 2,5. Warum solche Unterschiede??
Ich verstehe halt nicht, für mich ist das eine Unterfunktion und sollte demnach doch behandelt werden. Ich habe halt selbst Probleme mit der SD und mach mir deshalb große Sorgen.
Ich bitte um Antworten - bitte nur von Leuten, die sich damit auskennen, bspw. durch med. Wissen oder weil sie mit ihrem Kind in der gleichen Situation sind/waren.
