Schilddrüsen-Operation - Wie lange ?

Hallo !
Mein Arzt hat kürzlich einen 2,5 cm großen Knoten an meiner Schilddrüse entdeckt und empfielt diesen heraus zu operieren.
Aber er wollte noch nichts genaues darüber sagen (muß erst noch bei der „Nuklearmedizin“ untersucht werden).
Jedenfalls würde mich mal interessieren, wie lange man dabei im Krankenhaus ist und wie lange man hinterher noch Krank geschrieben ist.

Mein Arbeitgeber meinte, das die das heutzutage auch mit Bestrahlungen weg bekommen und gar nicht mehr ausfällt.

Vielleicht hat ja jemand schon einmal etwas ähnliches erlebt.
Kann man wählen, ob man es „weggestrahlt“ oder „wegoperiert“ haben will ?
Was ist empfehlenswerter.
Auf der einen Seite möchte ich meinen Arbeitgebeer nicht im Stich lassen, auf der anderen Seite möchte ich natürlich auch das Ding weg haben (drückt derzeit auf die Lufträhre/verengt sie).
Danke für alle Antworten
Gruß
Andreas

Moin Andreas!

Du solltest auf jeden Fall die Funktionsuntersuchung (Szintigraphie) der Schilddrüse abwarten. Denn erst dann kann man zuverlässig sagen, ob der Knoten gutartig oder bösartig ist. Davon hängt dann die weitere Therapie ab.
Zusätzlich werden (wenn noch nicht geschehen) sicherlich noch einmal die Schilddrüsenhormone im Blut bestimmt werden. Dann wirst Du sicherlich zu einem Spezialisten (HNO-Arzt oder Thorax-Chirurg) überwiesen, der Dir Genaueres sagen kann und Dir eine Empfehlung geben wird.
Zur Dauer des Aufenthaltes: Zwei Ärzte - drei Meinungen. Sprich: Jedes Krankenhaus hat andere Richtlinien diesbezüglich. Ich denke, etwa eine Woche solltest Du einplanen. Auf jeden Fall darfst Du deine Entscheidung nicht vom Arbeitgeber abhängig machen, insbesondere wenn Du schon eine Einengnung der Luftröhre hast! Da liegt auf lange Sicht kein Segen drauf.
Gruß
Johannes

Moin Andreas!

Du solltest auf jeden Fall die Funktionsuntersuchung
(Szintigraphie) der Schilddrüse abwarten. Denn erst dann kann
man zuverlässig sagen, ob der Knoten gutartig oder bösartig
ist. Davon hängt dann die weitere Therapie ab.

Nun ja, ich wollte hier ja keine „Therapieberatung“ oder so etwas haben :smiley:
Ich dachte nur, das der ein oder andere hier vielleicht selber schon mal so etwas erlebt hat und dann erzählt „Als ich das hatte war ich… Tage im Krankenhaus und dann war ich noch hinterher … Wochen Krank geschrieben.“
So in etwa. Nicht als „Beweis“, sondern als Orientierung.
Das ich mich jetzt noch nicht „innerlich“ ins Krankenhaus einliefere ist mir klar. Zumal diese Untersuchung auch erst in 2 Monaten ist (kein Termin vorher frei). Vermutlich zieht sich das ganze noch ins nächste Jahr.
Derweil kann der Patient nicht mehr richtig schlucken und bekommt mit unter keine Luft… Aber muß ja alles seinen Gang gehen *g*

Gutartig/Bösartig. Meinst du das macht einen Unterschied in Bezug auf die Operation. Weil mein Hausarzt gleich meinte, das er empfehlen würde das rauszuschneiden. Ich habe da eigentlich keine Probleme mit. Hauptsache die Stimme bleibt erhalten, aber da sagte er, wäre der Knoten weit genug von weg.

Trotzdem Danke
Gruß
Andreas

Hai, Andreas,

Jedenfalls würde mich mal interessieren, wie lange man dabei
im Krankenhaus ist und wie lange man hinterher noch Krank
geschrieben ist.

da es ganz darauf ankommt, was da genau wo und wie gewachsen ist, können die Auskünfte, die wir Dir hier zur Zeit geben können, von „kann ambulant gemacht werden, nach 'nem halben Tag biste wieder fit“ bis „mach Dich auf viele Wochen Krankenhausaufenthalt mit anschließender Kur gefasst“ reichen - Du könntest auch gleich würfeln.

Warte die genauen Ergebnisse ab und frag dann Deinen Arzt - wir können nur raten.

Mein Arbeitgeber meinte, das die das heutzutage auch mit
Bestrahlungen weg bekommen und gar nicht mehr ausfällt.

…aber hier geht mir der Kamm hoch. Ist Dein AG ein Arzt oder hat irgend eine medizinische Ausbildung? Der hat die Ergebnisse schon, die Dein Arzt noch braucht, um das Vorgehen festzulegen?
Oder gehört der zu den Leuten, die kein Problem damit haben, wenn ihre MA am Arbeitsplatz verrecken, es gibt ja noch genug Arbeitslose (und wenn der MA nicht freiwillig seine Gesundheit auf dem Altar der Profitmaximierung des AG opfern will, kann man mit den Arbeitslosen ja drohen), oder was?

Von so einem *übles-Schimpfwort* wurde mein Onkel bequatscht, bis der Arzt nur noch traurig mit der Schulter zucken und sagen konnte „Tja, wären Sie früher gekommen…“

Vielleicht hat ja jemand schon einmal etwas ähnliches erlebt.

schon… :frowning:

Kann man wählen, ob man es „weggestrahlt“ oder „wegoperiert“
haben will ?

Du kannst alles wählen - Du kannst sogar wählen, Dich gar nicht behandeln zu lassen, damit Dein AG Dich auch nicht einen Tag vermissen muß…
Ansonsten wird Dein Arzt Dich über die möglichen Behandlungsarten aufklären - gleich, wenn er weiß, was er da eigentlich zu behandeln hat.

Was ist empfehlenswerter.

Das kommt wieder darauf an, was Du denn genau hast…

Auf der einen Seite möchte ich meinen Arbeitgebeer nicht im
Stich lassen, auf der anderen Seite möchte ich natürlich auch
das Ding weg haben (drückt derzeit auf die Lufträhre/verengt
sie).

Ach Gottchen, der arme Arbeitgeber - vermutlich wird er umgehend pleite gehen, weil Du die Frechheit besitzt, Dir eine Krankheit zuzulegen…

Ja - gut - es kommt Deinen Arbeitgeber billiger, wenn Du Dir die Behandlung inclusive Krankschreibung sparst und in absehbarer Zeit direkt hopps gehst - aber das wollen wir eher nicht. Also streich den AG mal vorübergehend aus Deinem Bewusstsein und sorg mit Hilfe Deines Arztes dafür, daß Du wieder gesund wirst und zwar in Ruhe!

Gruß und Daumen-drück
Sibylle

2 Wochen :smile:
Hallo!

Ich hatte zwar noch keiner Schilddrüsen OP aber ich lag schon des öfteren viele Wochen auf einer Station wo auch Schilddrüsen OP’s gemacht wurden.
Die Damen die in meinem Zimmer lagen hatten auch alle mehr oder weniger grosse Knoten, kalte und warme, und es war eigentlich immer so, dass Montag Nachmittag die Patienten kamen, aufgenommen wurden etc. Dienstag früh war die OP und Freitag war dann Entlassungstag.

Nur ein einziges mal habe ich erlebt, dass eine Patientin noch übers WE blieb, weil sie fand „ihre Narbe sähe schrecklich aus und da stimmt bestimmt was nicht etc.“ es war aber alles ok und sie ging am Montag.

Bestrahlt werden nur Knoten die aus welchem Grund auch immer nicht operabel sind.

Zum krankschreiben weiss ich nur, dass man ca. 1 Woche krankgeschrieben ist.

Also insgesamt 2 Wochen und zum Trost: Mir wurde übereinstimmend gesagt, die Op bzw. die anschliessenden Schmerzen wären nicht so schlimm. :smile:

Gruß Claudia

Danke für die Info. Damit hat man ja schon mal einen guten Schnitt und kann mir ungefähr denken, was auf mich zukommt. Das alles noch anders kommen kann ist mir schon klar. Ging ja nur um eine etwaige Vorstellung (Ärzte „spekulieren“ wohl nicht gerne)
Danke
Gruß
Andreas

Hallo
Danke für deine furchtbar langen Worte :smile:

Ging ja nur um einen „Durchschnitt“ und die Aussage, das es sowohl einen Tag als auch Wochen dauern kann ist doch auch schon mal aufschlussreich.

Wenn man Berufstätig ist und auf das Geld auch noch angewiesen ist und darüber hinaus auch absolut keine Lust hat sich etwas anderes zu suchen, kann man ruhig auch mal etwas loyaler der Firma gegenüber sein.
Ein Arzt ist er nicht, aber er wird vielleicht schon mal was drüber gehört zu sagen. Ich kenne eigentlich keinen AG, der nicht sagt „Ach das kenn ich, das ist nach … Tagen wieder vorbei“. Was solls. Soll er doch sagen.
Ist ja auch nicht so, das er mir „verbietet“ krank zu schreiben. Ist ja alles „im eigenen Ermessen“.
Aber kannst du dir vielleicht vorstellen, das ich meine Arbeit vielleicht gerne mach und wenn ich für mehrere Wochen/Monate ausfalle meine Position vielleicht anderweitig besetzt ist und dann muß ich auf eine andere Position die mir vielleicht nicht so viel Spaß macht :wink:
Da ist es nun mal nicht verkehrt, wenn man sich vorher mit dem AG zusammensetzt und darüber redet, was auf ihn zukommt und ihm so vielleicht auch noch die Chance zu geben, sich um Ersatz zu bemühen, die nicht gleich dauerhaft bleibt :wink:
Der AG ist ja nun mal nicht mein Feind, oder ?
:wink:

Trotzdem Danke
Gruß
Andreas

Hallo Andreas,

ich kann dir sagen, wie es bei mir gelaufen ist. Ich bin Sonntag abend ins Krankenhaus. Montag früh operiert, dann bis zum Folgetag auf der Intensiv-Station (ist so üblich). Donnerstag morgen wurde ich entlassen.
Ich war für insgesamt 2 Wochen krankgeschrieben.

Vorgeschichte war eine Hashimoto (Autoimmun-Variante der Schilddrüsenentzündung) mit vermehrter Knotenbildung. Von der ersten Diagnose bis zur OP gingen fast 10 Monate mit Cortison-Behandlung und Beta-Blockern ins Land. Mehrere Szintigramme und 2 Feinnadel-Punktionen liessen keinen eindeutigen Schluß zu. Daher wurde dann das komplette Schilddrüsengewebe entfernt.
Die Knoten waren im übrigen gutartig.

Ich verstehe, dass du dir jede Menge Gedanken machst, das ging mir genauso :wink: Ist aber alles halb so wild. Lass erstmal den Nuklearmediziner das Szinti machen und dann sieht man weiter.

Das mit der Bestrahlung kann man sich übrigens nicht aussuchen. Das wird nämlich nur nach einer OP gemacht, wenn es sich um Krebs gehandelt hat. Und dann bleibt man erst einmal eine Weile auf der Isolierstation. So zumindest wurde mir erklärt, was passieren würde, wenn die Knoten bösartig wären.

Du solltest mit deinem Arzt mal in Ruhe darüber reden. Der kann dir (hoffentlich) alles genau erklären. Wenn der Knoten als gutartig eingestuft wird, werden sie gar nix weiter machen, ausser ab und zu mal nach zu kontrollieren. Es ist also alles möglich :smile:

Ich verstehe deine Angst um deinen Arbeitsplatz, aber dein Arbeitgeber hat offensichtlich nicht wirklich Ahnung wovon er redet. Lass dich von dem nicht kirre machen. Deine Gesundheit ist unterm Strich doch das wichtigste. Einen Arbeitsplatz kann man ersetzen, die Gesundheit nicht.

Ich wüsch dir alles Gute.

Gruss
Petra

Moin!

Also ich bin sicherlich kein Fachmann auf dem Gebiet der Schilddrüsenchirurgie. Aber meiner Meinung nach werden gutartige Knoten nicht bestrahlt. Und bei bösartigen Knoten ist die Bestrahlung in der Regel eine zusätzliche (adjuvante) Therapie zur Operation.
Ausserdem besteht noch die Möglichkeit mit einer leichten Chemotherapie zu behandeln, durch ein modifiziertes Schilddrüsenhormon.

Gruß
Johannes

Hmmm… Bestrahlung… Chemotherapie… Sowas höre ich nur in Verbindung mit Krebs… Hab ich Krebs !!!

Da schaut einem der Arzt so Sorgenvoll an und sagt was von einem Knoten und hin und her… Ich habe doch keine Ahnung von dem was der weiß. Die fangen dann immer an zu Fachsimpeln von irgendwelchen Hämopoden und Suptratoden und wer weiß was noch alles. Klar „Bauerndeutsch“ können die ja wohl nicht reden :smile:
Irgendwann wenn ich mal nach Wochen aus dem Krankenhaus komme und ich die Schwester frage, was ich überhaupt gehabt habe, sagt die mir ich hatte Krebs. Und ich sag „Na super. Ich hab Krebs und ich bin nicht mal dabei gewesen“. *lach*
Naja. Nur nicht den Humor verlieren.
Egal wie gut wir unser Leben behandeln, es wird doch nur mit dem Tod enden :wink:
Danke für den Hinweis über die Behandlungsmethoden. Hilft alles ein wenig weiter um sich schon mal innerlich zu beruhigen was auf einen Zukommen kann.
Gruß
Andreas

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Hallo Petra !

Danke für deinen „Erfahrungsbericht“. Der ist sehr hilfreich.

10 Monate von Erkennen bis Operation ? Naja… Bei mir wird ja die Luftröhre verengt. Ich merke das ja schon, das ich kaum noch schlucken kann (größere Sachen) und die Luft nicht so „gescheit durchzieht“… Vielleicht sollte die mal eine Ausnahme machen und sich beeilen :smiley:

Das mit dem Krebs kann schon gut sein. Der wird in meiner Familie ganz groß geschrieben. Darauf richte ich mich schon seit der Kindheit ein. Kann mich also nicht sehr schocken :wink:

Das einzige wovor ich „Angst“ habe ist die „unbeholfenheit“. Also wenn man nicht selber auf Toilette gehen kann oder so. Das finde ich sehr unangenehm. Ich hoffe das dem nicht so ist.

Die Angst um den Arbeitsplatz ist nicht so groß wie man hier annehmen mag. Möchte dem Chef nur gerne Gelegenheit geben sich darauf einzustellen, was möglicherweise auf „uns“ zukommt.
Hätte ich hier geschrieben „Wie lange werde ich denn da wohl krank geschrieben und brauch nicht zur Arbeit“, hätte ich wohl die Diskussion in Sachen „Krankschreiben auf Kosten des Staates“ oder so gelenkt :smile:

Danke nochmal für deinen Bericht. Hat mir sehr geholfen
Gruß
Andreas

Hallo Andreas!

Nur als kleine „Warnung“…selbst die Ärzte können einem nicht unbedingt sagen, wie lange etwas wirklich dauert.
Ich hatte Anfang Mai eine OP, und vorher nachgefragt, wie lange ich ausfalle, damit mein Arbeitgeber planen kann. Es hiess, insgesamt 3-4 Wochen.

Ich war dann 6 Wochen krankgeschrieben und bin danach 3 Wochen „wiedereingegliedert“ worden, sprich eingeschränkte Stundenzahl, eingeschränkte Tätigkeiten. Erst danach konnte ich wieder normal arbeiten. Dabei war der Heilungsverlauf bis auf die Wundheilung (die aber nichts mit der Arbeit zu tun hatte!) besser als erwartet/befürchtet.

Ich will damit sagen, man kann sich viele Infos holen, aber obs dann auch wirklich passt steht auf einem anderen Blatt. Ich war vollkommen perplex über die tatsächliche Dauer meiner Krankheit, und ich hatte ein super schlechtes Gewissen gegenüber meinem AG, weil ich so viel länger nicht einsatzfähig war.

Gute Besserung wünscht
Bine :smile:

Hallo Andreas!

Nur als kleine „Warnung“…selbst die Ärzte können einem nicht
unbedingt sagen, wie lange etwas wirklich dauert.

Hallo Bine
Es geht hierbei ja auch nicht um eine „Akurate Aussage“, mit der ich Stundengenau den Ablauf planen kann. Es geht mir nur um eine grobe Richtung was passieren kann. Es hätte ja auch sein können, das jemand sagt, er war am nächsten Tag schon wieder aus dem Krankenhaus und war dann noch 3 Wochen zu Hause.
Kann ja auch durchaus bei mir sein, das sie auf dem Wege noch viel mehr entdecken (was ich denen bisher noch verschwiegen habe *g*) und dann bin ich da erstmal „Dauergast“…

Wie gesagt. Nur eine Richtlinie (schon alleine um das Krankenhaustagegeld einzuplanen)
Gruß
Andreas