Hallo Kirstin,
ich habe Lena schon in einem anderen Forum geantwortet, möchte aber auf Deinen Beitrag eingehen und ihn für zwecks Hilfe für andere Hashimoto- bzw. Autoimmunthyreoiditis-Betroffene berichtigen.
Du fragst Lena:
Worin begründet der Arzt seinen Verdacht?
Das ist offensichtlich. Lena schrieb:
das Gessmtvolumen wurde auf 6ml geschätzt…
Die normale Größe der Schilddrüse einer Frau beträgt 18 ml. Eine Schilddrüse, die nur noch ein Drittel der normalen Größe hat, deutet ganz gravierend auf eine Autoimmunthyreoiditis hin, da diese Erkrankung wohl die einzige ist, bei der die Schilddrüse immer kleiner wird.
Weiter schreibst Du:
Eine solche Autoimmunthyreoiditis kann man nur mit positiven Autoantikörpern, Namens „TPO-AK“ nachweisen.
Das ist absolut falsch und irrefrührend! Diese Aussage birgt gleich zwei Fehler:
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Eine Autoimmunthyreoiditis kann sehr wohl auch ohne das Vorhandensein von Antikörpern bestehen. Dann ist der Patient seronegativ.
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Es sollten zur Abklärung drei Antikörper-Werte bestimmt werden, nämlich TPO-AK, TG-AK und TR-AK.
außer beim TSH. Der ist im unteren Bereich ( TSH geht Richtung 0 bei ÜF der SD) , aber könnte theoretisch noch ok sein.
Der TSH von Lena ist durchaus NICHT im unteren Bereich. Für den TSH gibt es seit einigen Jahren neue Labor unabhängige Richtwerte für die Obergrenze. Der obere Grenzwert liegt bei 2,5. Gute Ärzte behandeln bei Symptomen aber bereits bei einem Wert von 2,0. Da Lenas Wert bei 2,0 liegt und sie Symptome hat, sollte mit Schilddrüsenhormon behandelt werden.
Wenn Lena bereits Medikamente einnimmt, kann der TSH durchaus auch bei 0,0… liegen, ohne dass sie eine Überfunktion hat. In diesem Falle wäre der TSH supprimiert und kann für eine Bewertung, ob Unter- oder Überfunktion nicht mehr herangezogen werden. Darüber hinaus sollte nicht unerwähnt bleiben, dass bei einer Autoimmunthyreoiditis der TSH noch viele Jahre lang falsch richtig sein kann, weshalb es Ärzte mit der Diagnose nicht gerade leichter haben.
Wie sind Deine Leberwerte ?
Die Leberwerte sind nicht immer der Auslöser einer Gelbfärbung der Haut. Besonders bei SD-Patienten ist der Auslöser für gelbliche Haut eher meistens ein Cortisol-Mangel. Cortisol ist das Stresshormon und wird in der Nebennierenrinde gebildet. Selbst wenn der Wert noch im unteren Normbereich liegen würde, ist das schon zu wenig, um die Schilddrüsenhormone dort ankommen zu lassen (in den Zellen), wo sie hin sollen. Es gibt nur sehr wenige Ärzte (noch nicht einmal eine Handvoll), die sich hier auskennen, was eine ganze Reihe von SD-Patienten dazu verurteilt, sozusagen dahinzuvegetieren, obwohl die Lösung des Problems doch so einfach wäre.
Bei einer AI-thyreoiditis sind Frieren, Müdigkeit und trockene Haut unter anderem typische Symptome, aber gelbe Haut eher nicht (ist mir jedenfalls nicht bekannt), daher meine Frage nach den Leberwerten.
Hier, wie eben beschreiben, ziemlich sicher: Cortisolmangel; wahrscheinlich durch eine schon länger vorliegende, nicht erkannte Autoimmunthyreoiditis.
Lasse Dir auf keinen Fall Jod verschreiben und schränke auch sonst das Jod in der Nahrung so weit, wie es geht ein !! Wichtig bei dem Verdacht.
Das ist eine ganz wichtig Sache und sollte wirklich unbedingt beachtet werden! Allerdings gibt es ein ganz spezielles Jod, das bei einem NACHGEWIESENEN GROßEN Jodmangel (im 24-Std.-Urintest) genommen werden sollte. Hierzu genügt aber keine spontane Urinprobe und auch nicht alleinig die Blutuntersuchung.
Wenn sich Der Verdacht bestätigt, wirst Du Thyoxin bekommen, weil die SD nicht mehr selbst genug bilden kann.
Hierzu möchte ich erwähnen - da ich das erst nach vielen, vielen Jahren in meinem Falle mitbekommen habe -, dass es auch Kombipräparate mit sowohl T4 (Thyroxin) als auch T3 (Liothyronin) gibt. Und was mir geholfen hat: Natürliches Schilddrüsenhormon (Schilddrüsenextrakt vom Schwein).
Alles weitere habe ich Lena im anderen Forum schon geschrieben.
Gruß
Catlyn