Schill
Jetzt will ich meine Meinung zu Schill schreiben.
Schill als Richter
Schill wurde nicht durch harte Urteile berühmt; harte Urteile werden täglich gefällt, ohne dass es die Öffentlichkeit interessiert. Schills Popularität verdankt er Skandalurteilen, die die nächste Instanz sofort wieder aufhoben. Als Richter hat er Recht und Ordnung für seine Zwecke missbraucht - jetzt soll er als Innensenator Recht und Ordnung in Hamburgs Straßen durchsetzen. Lachhaft.
Schills Partei
Die Partei wird kaum PRO genannt, sondern „Schill-Partei“. Und so bezeichnet sie sich auch selbst: http://www.schill-partei.de/
Da könnte man das Führer-Prinzip vermuten, doch soweit gehe ich nicht: Diese Partei besteht halt fast ausschließlich aus Schill. Wenn diese Partei jetzt mächtig Zulauf hat, dann ist sie bald mit Machtkämpfen beschäftigt (wie eins die Reps) und weg vom Fenster. Es ist mir ein Rätsel, wie er 25 fähige Parlamentarier auftreiben will - auch noch ein spannender Punkt.
Schills Wähler
Bei den rechtsextremen Wahlerfolgen der jüngeren Vergangenheit (DVU, NPD, REP) wurden Ergebnisse von ca. 5% selten überschritten. Und 5% Bodensatz hat wohl jede Gesellschaft. Nun hat Schill mit seinen Parolen fast 20% erreicht. Nur wären es ohne bin Laden wohl deutlich weniger gewesen: Da Schill mit Sicherheit verwechselt wird, schien er für viele eine Alternative zu sein. Das wird sich korrigieren. Außerdem werden die Terroristen ihre nächsten Anschläge kaum passend mit Schills Wahlplänen terminieren.
Schills Weltbild
Schill ist gegen Verbrechen. Schön; das bin ich auch. Nur hat für Schill Verbrechen eine Hautfarbe: schwarz. Und da wird klar, wofür er die 2000 Polizisten haben will die er nicht bekommt: Repressionen gegen Ausländer und andere Unerwünschte. Nur soviel Vertrauen in den deutschen Polizisten habe ich dann doch, dass er sich nicht missbrauchen lässt.
Die Wahl in HH ist eine natürlich Reaktion auf die 25 Jahre
währende Filz- und Mißwirtschaft der Sozis im Stadtstaat.
Schill und seine Partei sind nicht rechtsradikal, sondern
ultrakonservativ.
Jetzt versteh ich endlich deine Sozi-Phobie. Wenn Wechsel eine „natürliche Reaktion“ auf jahrelangen Parteienfilz ist, dann steht euch in Bayern ja einiges bevor. Ich bin schon gespannt auf das neue Modell „real exisitierender Sozialismus“ auf bayrischem Boden.
Als weitsichtiger Politprofi kann es für dich eigentlich nur eine Lösung geben: die SPD wählen, damit die endlich den jahrzehntelangen CSU-Filz ablöst und damit schlimmeres verhindern.
… Und wenn ich wieder mehr Polizisten auf
der Strasse haben will, wahle ich dann die Parteien die mir
seit 10 Jahren mehr Innere Sicherheit versprechen aber
gleichzeit dauernd Polizeistellen abbauen ?. Nein, dann waehle
ich jemand, der mir glaubhaft versichern kann, dass er, wie
Schill versprach, 2 000 neue Polizsten einstellt. Somit sind
die anderen Parteien selber schuld.
laut Verhandlungen zwischen CDU, FDP und Schill werden aus den 2.000 plötzlich 400 (ein Fünftel)
hat Schill gerade in den Bezirken, die von der Kriminalität wenig bis gar nicht betroffen sind, am meisten Stimmen bekommen.
Es riecht also ganz stark nach faulem Populismus…
Der Vergleich mit Hitler und Haider ist nur ein sehr schwacher
Versuch der etablierten Parteien von ihren eigenen Schwaechen
abzulenken.
Ich halte den Vergleich - wenn er auch etwas überzogen ist - für sinnvoll. Denn was war Hitler und was ist Haider am Anfang: rechte Populisten, die das Thema „Überfremdung“ und „Ausländer“ bzw. „Volksfremde“ für den Stimmenfang instrumentalisieren…
oh ja, dieser Mann ist eine Gefahr. Selbst wenn ich davon ausgehe, dass Schill ohne die Ereignisse des 11.09. einen nicht ganz so durchschlagenden Erfolg gehabt hätte, war diese Wahl (für mich) ein klassisches Lehrstück des Politikverständnisses Deutscher Bundesbürger.
Augenscheinlich hat so gut wie niemand auch nur einen Blick in das sogenannte Parteiprogramm (das ja kein Programm, sondern ein Katalog mit Forderungen ist) geworfen. Neben vielen für mich nicht kommentierbaren lokalpolitischen Angelegenheiten und der tatsächlich vereinzelt auftretenden guten Idee findet sich u. a. folgender denkwürdiger Satz:
Kinder haben ein Recht darauf, für das Leben in der Gemeinschaft erzogen zu werden. Das beinhaltet die Erfahrung von Lob und Tadel, Belohnung und Bestrafung.
Väter, wetzt die Rohrstöcke…
Interessant auch die Finanzierungsideen zu seinen milliardenschweren Sicherheitsideen: Asylanten abschieben, 2 Senatoren sparen, Sozialhilfeempfänger von der Heilfürsorge ausschliessen.
Traurig, dass jetzt Hamburg tatsächlich erleben wird, was Schill angeblich ändern wollte: totaler politischer Stillstand. Natürlich werden sich die einzelnen Blöcke behindern, wo sie nur können.
Vieleicht ist es doch langsam an der Zeit, mal über eine Reform des Föderalistischen Systems nachzudenken und die Stadtstaaten in andere Bundesländer zu integrieren…
man soll dem Mann doch erstmal eine Chance geben. Guiliani haben die linken auch so diffamiert. Nun hat er erst in New York aufgeräumt und nach seinem Einsatz im Zusammenhang mit dem Islamistischen Terror sind plötzlich auch seine Gegner voll des Lobes. Wer Hamburg kennt, wer in Bahnhofsnähe wohnt, in St.Pauli oder St.Georg , hat das Recht, sich darüber zu ärgern, wenn der Schulweg der Kinder an dem geschäftigen Treiben der Dealer vorbeiführt. Leider ist es eine traurige Wahrheit, daß es durchaus ausländische „Mitbürger“ gibt, die von Integration nichts wissen wollen und lieber einer kriminellen Tätigkeit nachgehen. Das hat nichts mit Rassismus zu tun. Wenn Schill was gegen die Dealerszene tun will, wird er zwangsläufig eher „schwarz“ sehen. Die weißen kriminellen, die es natürlich auch gibt, sind in anderen „Branchen“ tätig und können auch in Hamburg noch einiermaßen bekämpft werden, glaub ich. Vielleicht kennt der eine oder andere auch einen Hamburger Polizisten und weiß, was die sich alles bieten lassen mußten von den Tatverdächtigen. Die SPD-Bonzen wohnen im Grünen in Blankenese oder Friedrichsruh und haben keine Ahnung, was den kleinen Bürger stört. Wenn Populismus bedeutet, das mal einer sich der Sorgen der Leute annimmt und sich nicht von der leidigen Political Correctness beeindrucken läßt, kann ich nur sagen: weiter so!!Bundesweit hat das natürlich nur soweit Aussicht auf Erfolg, wie die „Sicherheit“ schleifen gelassen wird. Das wird sicher nur die großen Städte betreffen, In Berlin, Köln, Frankfurt sehe durchaus Potential.
Beste Grüße
gewo
man soll dem Mann doch erstmal eine Chance geben. Guiliani
haben die linken auch so diffamiert.
Kannst Du mir wirklich einmal logisch erklären, welche Linken in New York gegen Guiliani waren, ob es nicht die High Society war und deren Gefolgschaft. Was aber Schill und der Einsatz des NY Bürgermeister gemeinsam, haben, kann ich nicht erkennen. Der eine, in NY fällt auf durch Leistung, der andere durch doofe Sprüche.
!Bundesweit hat das
natürlich nur soweit Aussicht auf Erfolg, wie die „Sicherheit“
schleifen gelassen wird. Das wird sicher nur die großen Städte
betreffen, In Berlin, Köln, Frankfurt sehe durchaus Potential.
Ich sehe grundsätzlich auch Potential der Vorbeugung und der Bekämpfung, aber entsprechend juristischer Vorgaben. Und Schill hat nur mal ein besonderes Veehältnis und bekanntlich sitzt auch schon mal jemand hinter Gitter, weil Schill glaubt es müsse sein und weil er deshalb einfach eine Beschwerde liegen lässt, nach dem Motto, ich musst ihn freilassen, wenn ich nichts tue, sitzt er wenigstens über das Wochenende. Ich habe etwas gegen das Recht beugende Juristen. Man wird sehen, wie das Verfahren gegen Schill ausgeht. Und ein weiteres. Wann hat Schill jemals jemand der gehobenen Hamurger Klasse wegen Kleinigkeiten Jhare hinter Gitter gesetzt, wie er es mit wherlosen alleinstehenden Frauen macht ?? Gleiches Recht ja, aber nicht wenn der Klüngel vor Gericht steht den Schwanz einziehen und wenn der Kleinbürger kommt, sich an diesem austoben.
man soll dem Mann doch erstmal eine Chance geben. Guiliani
haben die linken auch so diffamiert. Nun hat er erst in New
York aufgeräumt […]
2 Dinge:
Ist Hamburg nicht NY! Erst recht nicht bei den Verbrechen.
Hat Guiliani viel Ärger für diese Politik bekommen, da es nun viele Übergriffe der (amerikanischen) Polizei gegen Randgruppen gab.
Gegen Drogendealer vorzugehen ist richtig und wichtig, gegen schwarze rassistisch. Warum? Wenn die afrikanischen Dealer verschwinden, dann kommt die nächste Gruppe. Vielleicht Kurden. Oder Bulgaren. Oder Deutschrussen. Wenn alle ethischen Gruppen weg sind, dann sind die Dealer eben Deutsche. Denn wo ein Abhängiger, da auch ein Schwein, dass Drogen verkauft. Und je stärker der Polizeieinsatz, desto teurer die Drogen und desto höher der Gewinn. Traurig, aber wahr.
Eine gute Drogenpolitik bestraft die Täter, hilft den Opfern und versucht zumindest, Gründe für eine Drogenkarriere zu beseitigen. Schill will nur das Verbrechen aus der Sicht des Volkes schieben.