habe eigentlich gedacht, dass Schiller seine Werke in der Klassik schrieb. Jetzt habe ich aber Aufschriebe gefunden, in denen etwas anderes steht.
Laut Aufschrieb soll er „Die Räuber“ und „Die Leiden des jungen Werther“ in der Epoche der Empfindsamkeit geschrieben haben.
Außerdem muss ich noch wissen, in welcher Epoche er Wallensteins Lager geschrieben hat.
Stimmt es, dass Lessing „Nathan der Weise“ in der Epoche der Aufklärung verfasst hat?
Es wäre schön, wenn Ihr mir helfen könntet.
In seiner Jugend war Schiller ein jugendlicher Draufgänger, rebellisch, mit hohen Idealen. Später wurde er gelassener, änderte seine Meinung zur vielen Dingen, z.B. zur Literatur.
So schrieb er also in der Epoche des Sturm&Drangs und in der Klassik.
Die Epochen gabs damals natürlich noch nicht - erst viel später fällt Literaturwissenschaftlern auf, dass zu bestimmten Zeiten sich Inhalte und Ausdrucksformen der Literatur verändern. Dann schreiben sie Epoche drüber und geben ihr einen Namen.
Aufgrund der Lebensdaten des Autors ein Werk einer Epoche zuzuordnen ist allerdings Unsinn. Auch heute kannst du noch ein klassisches Gedicht schreiben, einen Roman mit allen Merkmalen der Romantik oder ein Gedicht a la Trümmerlyrik. Es kommt eben darauf an, ob Inhalt und Form typisch für einen Zeitraum sind.
Und ja, Nathan der Weise ist ein typisches Werk der Aufklärung, weil Lessing den Leser darin aufklärt über… ach, dass musst du jetzt selbst irgendwo nachlesen