Hallo,
Ich bin 60 Jahre alt und leide unter chronischer Depression. Parallel habe ich seit Jahrzehnten einen mehr oder weniger erhöhten MCV Faktor im Blut. Das sagt aus, dass mein Körper nicht in der Lage ist, Vitamin B12 zu speichern. Somit habe ich wahrscheinlich immer wieder zu wenig davon. Dies kann u.a. ein Grund für Depression oder allg. Blutarmut.
Nachdem sämtliche Ärtze sich weigern, die Überprüfung über das „große Blutbild“ hinaus zu veranlassen, möchte ich auf eigene Kosten den Schillingtest machen lassen.
Wer hat damit Erfahrung und könnte mir diese Schildern?
Im voraus besten Dank - Jacqueline
Hallo Jacqueline !
Mit dem Schilling-Test wird überprüft, ob die
Vitamin B12-Aufnahme im Dünndarm funktioniert.
Ein Vitamin-B12-Mangel kann durchaus auch eine
makrozytäre Anämie (Hb-Wert niedrig bei erhöhtem
MCV) bewirken.
ABER:
Es gibt noch mehr Ursachen hierfür !
Ich würde erstmal prüfen lassen, ob überhaupt ein
Vitamin-B12-Mangel vorliegt. Das kann durch eine
einfache Blutuntersuchung geschehen, indem man
den Vitamin-B12-Spiegel im Serum oder (was noch
genauer ist) den Holotranscobalamin-Spiegel
bestimmt. Auch ein Folsäure-Mangel kann ein
eine makrozytäre Anämie auslösen. Dieser kann
ebenfalls durch eine einfache Blutuntersuchung
nachgewiesen werden.
Als weitere Ursachen für ein erhöhtes MCV
und damit ein makrozytäres Blutbild kommen
noch vermehrter Alkoholkonsum oder auch
Knochenmarkserkrankungen in Frage.
Fazit:
Bevor Du Dich einem Schilling-Test unterziehst,
prüfe erstmal, ob ein Vitamin-B12-Mangel vorliegt
oder ob das erhöhte MCV nicht doch andere Ursachen
hat.
Gruß Kai