ich mit Dir keine weitere Diskussion und beende dies mit der letzten Stellungsnahme. Wer weiter unten den Liberalismus in Deutschland als größere Gefahr als die gesamte RAF bezeichnet, ist für mich kein Diskussionspartner.
Nein, es war eine Frage, weil ich davon auszugehen hatte, dass
da jemand schreibt, der keine Ahnung aus dieser Zeit hat.
du hattest nicht davon auszugehen, sondern du musstest davon
ausgehen, denn es darf ja wohl keine andere richtige meinung
neben deienr geben.
Da
Du aber offensichtlich, wie Du hier darlegst, auf der andere
Seite gestanden bist, verstehe ich nun mehr Deine Haltung zu
Schily. Was sagst Du dann zu seinem Mitstreiter Horst Mahler ?
Ich habe auch damals auf keiner Seite gestanden, und war
trotzdem vom Radikalenerlass betroffen!
Wer seinerzeit auf „keiner bestimmten Seite“ gestanden hat, war auch nicht betroffen. Deine weiteren Äusserungen zeigen wohl deutlich, dass es Gründe gegeben hat, dass Du betroffen warst.
Und was schert mich Horst Mahler! Das einzige was mich daran
schert ist dein unmöglicher Vergleich. Sollte ich hier
behaupten dürfen, daß die witwe von Freisler CDU-Mitglied war
und Kohl deswegen auch nicht besser. Ich würd eher sterben als
solche hanebüchenen Vergleichsargumentationen von dir zu
übernehmen.
Diese Behauptung wurde von mir nicht aufgestellt. Ich habe hingewiesen, dass Ströbele , Mahler und Schily gemeinsam früher zusammen gearbeitet haben. Dreh nicht alles um, wenn Du nicht mehr weiter kommst.
Der ist auch rechts gelandet, sogar ganz rechts. Der Weg vom
nationalen Sozialismus im Pelz eines
maoistischen-kommunistischen Sytsem zum Rechtsradikalismus ist
leider sehr kurz. Das hat Hitler mit seinem Sozialismus schon
bewiesen.
Und die Mitglieder der CDU waren nie Mitglieder der NSDAP
oh, da waren in den Anfängen sehr viele früher bei der NSDAP und wussten und wissen bis heute nicht, wer Hitler ist.
genauso wie die Mitglieder der Blockflöten-CDU nie was mit dem
DDR-Staat
auch auch hier haben sehr viele in Demokratie über Nacht rüber gemacht.
zu tun hatten. Merkst du eigentlich nicht wie
einfach dein politisches Verständnis gestrickt ist?
Ich lasse mich gerne von eine Meister der politischen Wissenschaften und der Historie korrigieren - aber nur wenn er im Recht ist -
Stolper da
man nicht drüber.
Zur Klarstellung. Ich bin in jener Zeit in die Politik. Auch
meine persönliche Umgebung wurde durchleuchtet, jeder
Bekannte, jede Reise musste gemeldet werden, am Arbeitsplatz
wurde nicht nur einmal geprüft, welche Meinung ich vertreten
habe. Und da ging man irgend wann mit einem Politiker in den
Wahlkampf hinaus. Und man wusste nicht, ob man am Abend noch
lebt oder ob man durch MPs-Salven wild gewordener Linker
umgelegt wird, weil die den Politiker wollen und jeden
umgebracht haben, der in der Nähe war.
So gefährlich waren die Linken. Les nochmal in deinen Bücjhern
nach, daß die RAF jederzeit die Vertreter des Staates und
nicht die Mitläufer im Visiser hatten, du warst also nicht
gefährdet.
Man sieht, Du hast keine Ahnung. Dein Wissen besteht aus wohl linken Büchern. Hat jemals ein Terrorist darauf Rücksicht genommen, wer in der Nähe eines Politikers oder eines Wirtschaftsführer gewesen ist ? Du solltest Deine Aussagen mit Ex-Terroristen vergleichen. Selbst diese sind heute der Meinung, dass es falsch war, jeden Toten in Kauf zu nehmen, wenn man einer bestimmten Person habhaft werden wollte.
Wer in jener Zeit - gilt heute auch - nur sind die Methoden
verfeinert - in Gruppen oder Organisationen tätig war, deren
Ziel es gewesen ist, den Staat und dessen Verfassung so zu
ändern, dass das demokratische System entfernt wird, kann doch
nicht ernsthaft - weder seinerzeit noch heute - über einen
Radikalenerlass sprechen. Soll die Hand, die man beisssen
will, auch noch füttern ?
Den Absatz hab ich trotz intensivster Sprachanalyse nicht
verstanden. Was willste denn da sagen?
Du hast den Satz sehr gut verstanden.
Wieviel Charakter benötigt ein Mensch, um gegen den Staat zu
kämpfen, in dessen Gesellschaft man auf Kosten der
Steuerzahler eine gesicherte Zukunft für sich beansprucht von
den Institutionen beansprucht, die man bekämpft.
Von wem sprichste denn hier? Dem unbekannten linken
Revoluzzer?
Ich war gegen den Erlass. Aber, ich war auch dagegen, dass
dieser Staat jemand in den Dienst nimmt, von dem er bekämpft
wird. Ich bin auch heute dagegen, dass unser Staat Personen in
den Staatsdienst übernimmt oder im Staatsdienst beschäftigt,
wenn sei in Parteien, Organisationen oder
Religionsgemeinschaften sind, die die Verfassung dieses
Staates nicht anerkennen oder durch ihr Verhalten erkennen
lassen, dass sie nicht Gewähr bieten, die Verfassung zu
beachten.
Ich bin der Meinung: Eine gefestigte Demokratie, sollte die
Wadenbeißer am linken und rechten Rand ertragen können.
Nein, nochmals nein. Wer gegen etwas ist, dies hat mit Demokratie wenig zu tun, der sollte von sich aus schon nicht auf die Idee kommen, jemand zu bekämpfen und dann von diesem zu erwarten, dass man ihm auch lebenslange Sicherheit der Versorgung bietet.
„Wenn mir die Brötchen meines Bäckers nicht schmecken, kaufe
ich dort nicht ein. Wenn ich mit diesem Staat nichts zu tun
haben will, habe ich vor mir soviel Selbstwertgefühl, dass ich
in diesem Staat selbst dann keine Stelle will, wenn ich dafür
arbeitslos bin“.
Ich denke mal weiter: Wenn dir unser Innenminister nicht
gefällt, dann…
Denke mal nicht, es kommt nichts dabei heraus, wie der letzte Satz von Dir zeigt. Diese Antwort auf meine Beschreibung passt nun überhaupt nicht.
Es geht, aber wie dargelegt, ich verstehe Dich, darum, dass
seinerzeit Schily vor der Presse nicht nur einmal dem Staat
vorgeworfen hat, er würde die „politischen Gefangenen“ in
Isolationshaft halten. Er warf dem Staat vor, der Staat würde
die Anwälte bei der Verteidigung behindern. Es gab nie in
unserem Land „politische Gefangene“. Die Anwälte wurden auch
nicht behindert. Es wurden lediglich verhindert, dass weitere
Kassiber an freie Mittäter durch Anwälte überbracht werden
konnten, um draussen neue Morde zu planen.
Du unterschlägst, daß auch im Spektrum der FDP und der
liberalen CDU damals diskutiert wurde, ob die Behandlung der
RAF-Gefangenen sich so mit dem Grundgesetz und den Gesetzen
der Bundesrepublik vereinbaren ließen. Zumal man Gefahr lief
aufgrund der Sonderbehandlung den ganzen Stammheimprozess
beenden zu müssen.
Quatsch, es ging um diverse Vorgänge mit dem Vorsitzenden, der auch in einem Prozess bekanntlich abgelöst werden musste nachdem er erlaubt hatte, dass in einem Paket ein Strick an die Gefangene gesandt und dieser ausgehändigt wurde.
Insofern: War die Bezeichnung „Politischer Gefangener“ rein
rechtstheoretisch
Es gibt keinen rechtstheoretischen Begriff des „politischen Gefangenen“. Es gab nicht einmal ein Rechtfertigungsgrund eines Widerstandsrechtes gegen den Staat.
garnicht mal so abwegig. Das soll nicht
heißen, daß die Jungs und Mädels nicht eingesperrt gehört
hätten.
Niedlich, akzeptiere ich hier nicht. Das waren „keine Mädels und keine Jungs“ mehr. Dies waren Verbrecher.
Und es wurden ebneso die Grenzen des Liberalismus klar, was
eigentlich die grössere Gefahr für die damalige BG Deutschland
war, als die ganze RAF-Gruppe insgesamt.
Mein Verständnis für Dich schwindet rapide. Die Grenzen des Liberalismus als größere Gefahr als die RAF zu bezeichnen ist gegenüber den Opfern Zynismus. Ausserdem verherrchlichst Du hier die RAF.
Welches Interesse hat Kohl,
politisches Interesse, denn schließlich würden hier
möglicherweise internationale Vorgänge bekannt werden oder gar
die Erlaubnis, wie man mit Gegnern umgeht.
Und Schily darf kein „politisches“ Interesse haben? Oder wie?
Welches Interesse hat eine
eiskunstläuferin,
Dass Du Katja Wittt natürlich als Alibi bringst, als
Begründung, sehe ich Dir nach.
Sollte nur ein Gegenbeispiel sein als Ergänzung zu Politiker
sollte auch ein „Jedermann/männin“ als Beispiel erwähnt sein,
aber selbst das kannst du ja zum Vorwurf umformulieren.
Darf niemand Interesse haben, daß seine
Akten nicht veröffentlicht werden?
Bin anderer Meinung. Jeder kleine Bahnbeamte der DDR, der nur
eine Fahrkarten ausgeben durfte, wurde an die Öffentlichkeit
gezerrt.
Ich hab ja nicht gesagt, daß ich diese Handlungsweise gut
fand. Ich war von anfang an der Meinung, daß alle Akten gleich
behandelt werden sollten, nämlich geheim, bis die Beteiligten
gestorben sind.
Warum dürfen wir nicht erfahren, wer daran beteiligt
war, dass die RAF in der DDR Unterschlupf erhalten hat. Warum
dürfen wir nicht erfahren, was Schily immer wieder im Osten zu
tun hatte, was verschweigt er uns ?
Was verschweigt uns Kohl, was verschweigt uns Kati Witt, was
verschweigt uns der Bahnbeamte, …???
Was soll diese Fragestelung: einfach Polemik. Durch nicht
beantwortbare Fragen Unterstellungen implizieren um den
politisch nicht geliebten zu diskreditieren. Echt Nazi-Like.
Typisch. Ob Witt oder der Bahnbeamte was verschweigt ist mir wurscht. Die Frage war, was verschweigt uns Kohl und Schily. Dass Du mich nach dem Motto Nazi-Like behandeltst, wenn Du zuvor weiter oben die RAF als kleineres Übel als den Liberalismus bezeichnet hast, hast Du Dir völlig widersprochen. Mit Deiner Meinung zur RAF ist man natürlich schon dann ein Rechter, wenn man SPD-Mitglied ist. Von der CDU-Mitgliedschaft ganz zu schweigen.
Ich beende die Duiskussion, da ich mit niemand diskutiere, der die RAF lobt.