Schimmel an der Außenwand in Mietswohnung!

Hallo zusammen,

seit bereits mehreren Monaten haben wir ein kleines Schimmelproblem in unserer Mietswohnung.

Das ganze verhält sich so das wir vor etwa 1,5 Jahren hier eingezogen sind und anfangs alles gut war. Die Vermieterin meinte zwar zum Einzug mal was das früher mal Schimmel da war, dies aber gerichtet wurde und nun kein Thema mehr sei.

Nach dem ersten halben Jahr hatten wir dann in einer Ecke der Außenwand leichte Verfärbungen welche aber nicht auf Schimmel gedeutet hatten und deswegen auch wohl ignoriert wurden.

Jetzt nach ca 1.5 Jahren mussten wir allerdings feststellen das wir an genau dieser Stelle Schimmelbildung haben.
Das doofe an der Sache ist, die Wohnung ist nach Norden ausgerichtet, es kommt kaum Licht rein da vor allen Fenstern Bäume sind und die Wohnung ist sowieso super kalt da diese direkt über den Garagen gebaut wurde, dazu kommt noch eine schlechte Isolierung da etwa 1970 gebaut…

Nun hatten wir den Schimmel gemeldet und der Hausverwalter hat einen Sachverständigen beauftragt. Der kam in die Wohnung rein und hat ohne die Sache genauers anzuschauen aus etwa 5 Meter Entfernung beurteilt das der Schimmel durch Eigenverschulden zu Stande kommt da man hier min. 1 Stunde am Tag lüften müsse und wesentlich mehr heizen. Das ganze würde durch die Schalldichten Fenster begünstigt und das wir die Heizung bereits durchgehend auf 22°C stehen haben (automatische Regler) würde hier nicht reichen.

Nach etwas Recherche kam nun auch heraus das der Gutachter wohl eher als schwarzes Schaf bekannt und so auch Werte der „Nässemessung“ an die Hausverwaltung weitergeben hat die er nie gemessen hat, immerhin bin ich neben Ihm gestanden.

Mittlerweile habe ich mir selbst ein Feuchtigkeitsdetektor gekauft und die Sache nachgemessen. Nach meinen Messungen habe ich nun eine Feuchtigkeit von etwa 3% an der gleichen Wand durchschnittlich gemessen und eben an den Ecken (u.a. an der von Schimmel befallenen Ecke) komme ich stets auf 12-15%.

Ich habe euch mal ein Bild gemacht, wo das ganze vielleicht etwas sichtbar wird.

https://dl.dropboxusercontent.com/u/1522254/Foto%202…

Im Moment ist der Stand eben das ich den Schaden selbst richten muss oder eben jemand beauftragen und diesen bezahlen.
Als Student der sich allerdings keiner besonderen Schuld bewusst ist ( Küche ist woanders, es wird hier keine Wäsche getrocknet oder sonstiges ) frage ich mich natürlich ob das sein muss, bzw. ob dies wirklich meine Schuld ist?!

Vielen Dank & Gruß

Moin!
Verhält es sich so, wie von Dir geschildert (Normale Raumtemperatur auf ca. 22°C, regelmäßiges (Stoß-)Lüften) dürften dort eher bauliche Mängel vorliegen und diese Frage eher einen Fall für die Rubrik „Mietrecht“ werden lassen.
Mir immer wieder unbegreiflich: Schimmelbefall greift letztlich die Substanz des Gebäudes an und mindert dessen Wert. Somit sollte den Eigentümern doch eher daran gelegen sein, die Ursachen zu ergründen und zu beseitigen, anstatt dem Mieter erstmal die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen.
Denn liegt die Schuld (wie wohl meistens der Fall) nicht beim Mieter, wird viel Zeit vergeudet, in der der Schaden sich eher vergrößert, bevor die wirklichen Ursachen ergründet u. beseitigt werden.
Eine unnötige gesundheitliche (Schimmelsporen) und auch psychische Belastung für den Mieter!
Gruß Walter

Hallo!

Gutachter kann das nicht gewesen sein,sicherlich ein „Schlechtachter“ !

„Mehr lüften,mehr heizen“- das ist das Standart-Argument von Hausverwaltungen und Vermietern,in vielen Fällen hilft das nämlich nicht.
Es sind Baumängel,Feuchte kommt von außen.

1 Std. lüften am Tag ist Quatsch,selbst wenn man das auf viele Lüftungsvorgänge von kurzer Dauer verteilt (mehr als 5-10 Minuten ist nicht erforderlich je Vorgang. Und das reicht dann aus.
Wesentlich mehr ist auch nicht gefordert bzw. zumutbar.

Es sei denn man trägt durch Verhalten und Nutzung Feuchte in den Raum,die muss dann verstärkt aufgeheizt und weggelüftet werden.

An den dichten Fenstern allein liegt es nicht,an der mangelnden Dämmung der Fensteranschlüsse bzw. Fensterleibungen.
Früher zog es durch undichte Fenster = Zwangslüftung,heute ist Fenster sehr dicht = man muss extra lüften durch Öffnen.

Wenn die Raumfeuchte(rel.Feuchte) sich im normalen Rahmen bewegt,man ausreichend heizt(22 °C ist völlig OK) und mehrmals täglich kurz aber gründlich(Durchzug) lüftet,dann ist das ausreichend.
An Außenwänden keine Möbel dicht an Wand stellen(Spalt von ca. 20 cm),besser dort nichts großflächig abdecken.
Tritt trotzdem Schimmel an kritischen Stellen,Wandecken an Außenwand,Fensterleibung auf,dann spricht es fast sicher für Baumängel(und damit Vermietersache und Mietmangel).

MfG
duck313