Es geht zwar um Innenausbau, aber ich muß trotzdem in diesem Brett fragen:
Wenn Schimmel in einer kalten Zimmerecke mit Chlorspray (aus dem Farbenfachgeschäft, 100g enthalten 3,2g Hypochlorit) entfernt wurde, ist dieser dann wirklich restlos entfernt, oder soll ich die betr. Fläche sicherheitshalber nochmals mit hochprozentigem Alkohol (> 90%) nachbehandeln?
Hallo
Alkohol wird nach meiner Vermutung nicht funktionieren, immerhin stellen Hefepilze den Alkohol selber her.
Die Pilze werden auch wiederkommen, weil das Hypochlorit nicht dauerhaft ist.
Neben dem teurem Spray sollte man auch daran denken, die Nahrungsgrundlage der Pilze vorher zu entfernen. Also alte Tapeten und Leime runter, den Untergrund so weit wie möglich mineralisch haben.
In Dispersionsfarbe kann ein bleibendes Mittel gegen Pilze eingemischt werden(Fachgeschäft befragen).
MfG
Matthias
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Wenn Schimmel in einer kalten Zimmerecke mit Chlorspray (aus
dem Farbenfachgeschäft, 100g enthalten 3,2g Hypochlorit)
entfernt wurde, ist dieser dann wirklich restlos entfernt,
oder soll ich die betr. Fläche sicherheitshalber nochmals mit
hochprozentigem Alkohol (> 90%) nachbehandeln?
Hallo Matthias!
Alkohol wird nach meiner Vermutung nicht funktionieren,
immerhin stellen Hefepilze den Alkohol selber her.
Mir wurde Alkohol mit mehr als 90% empfohlen (ich habe reinen mit 96%), und dieser verhindert ja z.B. auch die Gärung im Rumtopf.
Die Pilze werden auch wiederkommen, weil das Hypochlorit nicht
dauerhaft ist.
Das ist klar, aber ich muß den Schimmel zuerst mal vernichten, bevor ich die Innenwand (Außendämmung nicht möglich) mit einer Wohnklimaplatte (Kalciumsilikat, wärmedämmend u. feuchtigkeitsregulierend) dämme.
Neben dem teurem Spray sollte man auch daran denken, die
Nahrungsgrundlage der Pilze vorher zu entfernen. Also alte
Tapeten und Leime runter, den Untergrund so weit wie möglich
mineralisch haben.
Tapeten u. Leim waren nie auf der Wand. Sie ist lediglich mit Dispers.farbe gestrichen. Es handelt sich hier allerdings um eine Trennwand zur Terrasse meines Nachbarn, und die befallene Ecke (Westseite) ist im Winter einfach kühler und feuchter.
was weit wichtiger ist;
Wurde die Ursache der Feuchtigkeit saniert?!
Hallo Gandalf!
Es handelt sich hier um einen Wintergarten, und die trotz regelmäßigen Lüftens rel. hohe Luftfeuchtigkeit schlägt sich in dieser kalten Ecke nieder. Um dies zu verhindern, dämme ich mit diesen Silicatplatten, die sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und später wieder dosiert abgeben, ohne eine Schimmelbildung hervorzurufen.
Von außen eindringende oder in der Mauer aufsteigende Feuchtigkeit ist ausgeschlossen; es handelt sich lediglich um die im Raum vorherrschende Luftfeuchtigkeit.
Um dies zu verhindern, dämme ich
mit diesen Silicatplatten, die sehr viel Feuchtigkeit
aufnehmen und später wieder dosiert abgeben,
sehe ich das richtig, daß Du eine Innenisolierung vorgenommen hast?
Das ist in einem solchen Fll fast immer fatal, weil sich hinter den Platten ein Schimmelparadies entwickelt.
sehe ich das richtig, daß Du eine Innenisolierung vorgenommen
hast?
Noch nicht, aber das werde ich demnächst tun.
Das ist in einem solchen Fll fast immer fatal, weil sich
hinter den Platten ein Schimmelparadies entwickelt.
Den Schimmel hatte ich ja schon, und um weiteren Befall zu vermeiden, bin ich auf diese Methode gestoßen. Zuvor aber möchte ich mich noch informieren, ober er mit diesem Chlorspray schon ausgerottet ist, oder ob ich noch zusätzlich hochprozentigen Alkohol einsetzen muß.
Lies mal hier zu dieser Dämmethode (Achtung: alte Rechtschreibung ) diesen Auszug aus einer Fachzeitung:
Schäden in Wohnungen, verursacht durch Feuchtigkeit und Schimmel, sind keine Seltenheit. In der Mehrzahl der Fälle, das hat die Praxis gezeigt, sind Feuchtigkeits- und Schimmelschäden auf Kondensfeuchtigkeit zurückzuführen. Feuchtigkeit und Schimmel können vermieden werden - durch die Kombination von wirksamer Wärmedämmung und Feuchtigkeitsregulierung. Wohnklimaplatten gleichen Temperatur und Feuchtigkeitsunterschiede optimal aus. Die von der Platte aufgenommene
Feuchtigkeit wird langsam wieder abgegeben, sobald sich das Raumklima normalisiert hat. Die Oberfläche der Platten bleibt trocken und schimmelfrei. Wohnklimaplatten sind ein mineralisches Produkt, bestehend aus Kalk, Quarzsand und Wasser, nicht brennbar und zeichnen sich außerdem noch durch schallhemmende und wärmedämmende Eigenschaften
aus. Sie sind umweltfreundlich, reduzieren die Heizkosten, schaffen ein gesundes Raumklima und sind leicht zu verarbeiten.
Wohnklimaplatten mit vielen guten Eigenschaften:
Feuchtigkeitsregulierend - wärmedämmend - bioresistent - druckfest - nicht brennbar - schallhemmend - leicht zu verarbeiten - umweltfreundlich - bauaufsichtlich zugelassen.
Schimmelsanierung - Innendämmurrg - Klimaregulierung - Trockenbau (Dachausbau, abgehängte Decken, Trennwände)- Fachwerk-lnnendämmung (WTA-Merkblatt 8-5-001D) - In Wohnräumen, Kellern, EDV-Räumen, Kirchen, Schwimmbädern U. a.
sehe ich das richtig, daß Du eine Innenisolierung vorgenommen
hast?
Noch nicht, aber das werde ich demnächst tun.
noch mal zur Klarstellung:
Das was da geschrieben wurde gilt für eine Außendämmung!
Eine Innendämmung ist immer eine SAche, die möglichst vermieden werden muß und nur dann angewendet wird (bzw. werden sollte), wenn eine Außendämmung nicht möglich ist.
Das Problem, daß man sich bei einer Innendämmung holt, ist, daß der Taupunkt schnell zwischen Isolierung und Außenwand rutscht und dann die Feuchtigkeit genau dort kondensiert.
Dann gibt es fast immer ein Problem mit Schimmel und zerstörung des Mauerweks.
Wenn so was gemacht werden soll, dann sollte das auf jeden Fall eine Fachfirma tun, wenn sie es denn macht, denn die wisse sehr gut, wie schnell so was ins Auge gehen kann (Haftung etc.)
noch mal zur Klarstellung:
Das was da geschrieben wurde gilt für eine Außendämmung!
Hallo Gandalf!
Da irrst Du Dich, denn diese Platten sind speziell für die Innendämmung vorgesehen, und es heißt explizit: „Schimmelsanierung - Innendämmung - Klimaregulierung - Trockenbau (Dachausbau, abgehängte Decken, Trennwände)- Fachwerk-lnnendämmung. Die von der Platte aufgenommene Feuchtigkeit wird langsam wieder abgegeben, sobald sich das Raumklima normalisiert hat. Die Oberfläche der Platten bleibt trocken und schimmelfrei.“
Eine Innendämmung ist immer eine SAche, die möglichst
vermieden werden muß und nur dann angewendet wird (bzw. werden
sollte), wenn eine Außendämmung nicht möglich ist.
Ja, weiß ich, denn ich habe bereits 1979 mein gesamtes Haus mit einer Außendämmung versehen. Aber bei manchen Wänden ist das eben anders; die kann ich nur innen dämmen!
Das Problem, daß man sich bei einer Innendämmung holt, ist,
daß der Taupunkt schnell zwischen Isolierung und Außenwand
rutscht und dann die Feuchtigkeit genau dort kondensiert.
In diesem Zusammenhang geht es aber um das übliche Dämmaterial und nicht um Kalciumsilikatplatten.
Wenn so was gemacht werden soll, dann sollte das auf jeden
Fall eine Fachfirma tun, wenn sie es denn macht, denn die
wisse sehr gut, wie schnell so was ins Auge gehen kann
(Haftung etc.)
Eine Innenisolierung ist stets problembehaftet und sollte
unbedingt vermieden werden.
Egal was für Material verwendet wird.
Sprich vorher! mit einer Fachfirma, denn eine Sanierung ist
deutlich teurer.
Gandolf, Deine Bedenken in Ehren, aber ich hatte einen Energieberater unseres Landratsamtes hier, der diese Problemecke begutachtet und mir darauf hin diese Platten empfohlen hat.
Deine Bedenken in Ehren, aber ich hatte einen
Energieberater unseres Landratsamtes hier, der diese
Ah ja, welche Qualifikation hat der „Energieberater“.
Ist der Bausachverständiger? Hat der Ahnung von Bauphysik?
Oder hat der nur die einseitige Sicht „Enrnergiesparen“.
Problemecke begutachtet und mir darauf hin diese Platten
empfohlen hat.
Die Platten an sich werden womöglich nicht schimmeln.
Allerdings bleibt hinter den Platten die Kältebrücke und
wenn die Fläche insgesamt nicht dicht ist, dann besteht weiterhin
die Gefahr, daß dort feuchte Luft hinkommt und auskondensiert.
Schimmel entsteht dann immer wieder.
Es kann womöglich auch passieren, daß die Platten von hinten
durchfeuchten. Um das alles zu vermeiden, müßte also auch eine
Dampfsperre angebracht werden.
Auf diese Problematik wollte Gandalf hinweisen.
Gegenüber den Versprechungen der Hersteller und auch dem Rat
von irgendwelchen Energieberatern würde ich skeptisch sein.
Zum Schimmel:
Das Antischimmelspray vernichtet den Schimmel oberflächlich.
Der konz. Alkohol macht auch nix anders.
Sollte der Schimmel aber in Oberflächen (z.B. Holz) eingedrungen
sein, daß bekommt man den nicht einfach weg.
Das ist solange kein Problem, wie die Ursache (Feuchte) weg ist.
Anderfalls muß man dran bleiben.
Mit Essig kann man Schimmel auch eindämmen (z.B. mittels
Spühflasche), das ist nicht so ätzend wie das Clorzeugs.