ich wohne in Köln, habe aber in Oberbayern noch ein vermietetes Zweifamilienhaus. Vor gut 2 Jahren ist das Obergeschoß an ein älteres Ehepaar neu vermietet worden. Seitdem wird im Winter die Innenseite der Außenwand des Treppenhauses oben nass und es bildet sich Schimmel. Der Flur ist nicht geheizt. Da sich die untere Mieterin schon öfters über von oben herabziehenden Gestank beschwert hat, nehme ich an, dass die oberen Mieter selten, und wenn, über die Wohnungstüre in den Flur lüften und dadurch die kalten Wände beschlagen.
ich frage nun, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege und wenn, wo ich darüber was nachlesen bzw. mir dies für die Mieter ausdrucken kann. Ich habe schon gegoogelt, aber nichts passendes gefunden.
ich frage nun, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege und
aus der ferne: ich glaube du liegst falsch. in einem treppenhaus, dass vordergründig keine quelle für feuchtigkeit liefert, davon auszugehen, dass aus den wohnungen raus soviel feuchtigkeit abgeliefert wird, dass dann richtig feuchter stellen an der wand entstehen, halte ich für eher unwahrscheinlich.
ist denn ausgeschlossen, dass von außen feuchtigkeit eindringt?
wenn, wo ich darüber was nachlesen bzw. mir dies für die
Mieter ausdrucken kann. Ich habe schon gegoogelt, aber nichts
passendes gefunden.
ich würde mal einen sachverständigen holen, als den mietern irgendwas auszudrucken.
es ist immer wieder das Gleiche. Zuerst wird mal auf das falsche Lüften getippt und bei älteren Mietern gleich gar. Dabei sind die Ursachen mannigfaltig.
wie meine beiden VP würde ich auch empfehlen einen Besuch abzustatten um die Immobilie auch mal wieder in Natura zu sehen und einen aktuellen Eindruck zu erhalten und nicht nur zu vermuten.
Dann kann immer noch ein Baubiologe und / oder Gutachter eingeschaltet werden der sich der Sache zunächst beratend annimmt.
Hallo Helmut,
wenn durch das Dach und durch die Wände des Treppenhauses keine Feuchtigkeit in das Gebäude eindringt, kann sich Schimmel nur entwickeln, wenn innerhalb des Treppenhaues selbst durch dort überwinternde Blumen Feuchtigkeit eingetragen wird und keine nennenswerte Lüftung stattfindet.
Eine andere Möglichkeit ist, dass aus den Wohnungen warme Luft in größerem Umfang in das Treppenhaus gelangt. Diese warme Luft enthält selbst bei r e l a t i v geringer Luftfeuchte immer noch so viel Feuchtigkeit, dass diese bei Abkühlung auf knapp über null Grad Celsius an kalten Stellen kondensieren kann. An diesen feuchten Stellen kann es dann zur Schimmelbildung kommen.
Regelmässig geschieht das beim Anhauchen der Brille vor dem Putzen, beim Beschlagen des Spiegels im Bad bei einem heissen Bad, beim Beschlagen der Innenseiten der Autoscheiben im Winter, beim morgentlichen Dunst über Flüssen, Teichen, Seen und bei vielen anderen Gelegenheiten.
Da das Heizen viel Geld kostet, wird das Lüften als kostensteigernd empfunden. Das ist jedoch nicht so. Trockene Luft erwärmt sich schneller als feuchte. Schliesslich muss das in der Luft enthaltene Wasser zusammen mit der Luft erwärmt werden, das kostet Energie!
Meine Schlussfolgerung: 1. Kontrolle vor Ort, ob Dach, Wände u. Fenster des Treppenhauses dicht sind. 2. Erfassung von Datum, Uhrzeit u. Dauer des Lüftens durch die F e n s t e r der Wohnungen in Tabellen 3. Überprüfung der in der Tabelle erfassten Lüftungszeiten durch aussenstehende Ansprechpartner 4. Erfassung der Temperatur, der relativen Luftfeuchte und des Taupunktes (Temperatur von Oberflächen, bei der sich die Feuchtigkeit der Raumluft an diesen Oberflächen niederschlägt). - Diese Geräte gibt es bereits ab ca. 25 € im Internet zu kaufen. Sie werden dort jedoch auch sehr viel teurer angeboten.
Gruß
Renaux
vielen Dank für die Antworten! Ich denke, dass Renaux meiner Vermutung am nächsten kommt. Ich hatte gestern noch einen ehem. Bauunternehmer (jetzt Rentner), der auch Bausanierungen machte, zum Haus hinbestellt, um sich das anzusehen. Dieser sah auch nur das falsche Lüften als Grund. Das Dach steht, wie es in Bayern oft üblich ist, 1 Meter über und ist dicht. Die Mauern im Erdgeschoss und im Keller sind trocken.
Ich habe heute mit der Nachbarin telefoniert und die sagte mir, dass die Fenster von der Küche höchstens auf Kipp stehen und sie noch nie gesehen hat, dass die Balkontüren von Wohnzimmer und Schlafzimmer zum Lüften geöffnet waren. Sogar im Sommer waren Türen und Fenster kaum auf. Die Nachbarin und die untere Mieterin werden das weiter beobachten. Ich bin mir jetzt sicher, es kann nur am Lüften liegen, was der Mieter allerdings weiterhin nicht einsehen wird.
Die Wohnungsabschlusstüre ist nur 2 m von der gegenüberliegenden Außenwand entfernt. Der Mief, der bei geöffneter Türe nach unten zieht, zeugt doch auch davon, dass nicht innerhalb der Wohnung durch Fenster und Balkontüren gelüftet wird.
Ich werde am Besten in den Wintermonaten mal überraschend dort auftauchen und auch eine Wohnungsbesichtigung kurzfristig anmelden.