Wer kennt sich mit Schimmel der nur im Dichtkleber hinter der Dampfbremsfolie in einem Neubau auftritt?
Hallo
erstmal bist Du Dir sicher, dass es eine Dampfbremse und keine Dampfsperre ist?
zweitens WO? im Haus befindet sich die Dampfbremse?
drittens: Über welche Art von Mauerwerk sprechen wir?
viertens: Miss mal die Raumfeuchte?
Dann stelle die Frage hier erneut und bitte etwas ausführlicher.
Folie wird im Netz so bezeichnet:
Hochwertige Polyethylen-Spezialfolie mit kontrollierter hoher Oberflächenspannung. Einsatz als Dampfbremsbahn
Diese befindet sich im OG und DG und wurde auf den Sparren nach der Dämmung der Dachschrägen angebracht. Des weiteren wurde diesre mit Tackernadeln fixiert, diese urden dann mit dem passenden Klebeband überklebt um bei einem ausreissen luftdicht zu bleiben. Danach wurde der Dichtkleber an den gemauerten Wänden angebracht und die Folie angedrückt. Erst dann wurde die Lattung angechraubt um dies dannn mit Gipskartonbauplatten beplanken zu können.
Das Mauerwerk besteht bei den tragenden Außenwänden aus Porotonsteinen (36,5cm), die mit perliten gefüllt sind und teilweise aus tragenden Betonkonstruktionen. Die tragenden Innenwände bestehen aus normalen Porotonsteinen (24cm). Alle Steine wurden verklebt.
Raumfeuchte wurde am Freitag den 14.06.2013 erst gemessen und lag bei 65%. Allerdings sind seit 2 Wochen die Fenster abgeklebt gewesen und konnte nicht gelüftet werden. Da ich laut Hersteller des Dichtklebers die befallenen Bereiche einfach überputzen lassen könnte, diese Aussage überzeugte mich jedoch nicht wirklich. Gerade bei Schimmel in den Schlafräumen und dem Bad. Dieser Schimmel ist des weiteren auch schon Anfang Mai aufgefallen und zu dieser Zeit wurde noch ausreichend gelüftet, da hier die Fenster noch nicht abgeklebt waren. Des weiteren Tritt diese Art von Schimmel augenscheinlich nur im Dichtkleber des einen Herstellers auf und im anderen nicht. Verarbeitet wurde das Material zum Anfang des Jahres und beim Baustoffhändler war nicht genug des einen Herstellers Lagermäßig vorhanden. Somit musste auf einen anderen ausgewichen werden.
Zur weiteren Information:
Das Haus wurde seit anwendung des Materials beheizt (Fenster bereits eingebaut), belüftet und es waren nie Minustemperaturen vorhanden.
Sollte man nun dieses infizierte >Material entfernen, was ja so gut wie unmöglich ist, da dies schlimmer als Bauschaum klebt und immer Flexibel bleibt. Oder sollte man hier mit einem alkalischen Rotkalkputz anstatt eines konventionellen Gipsputzes verputzen lassen. Oder ist es ratsamer einen professionellen, von der Handwerkskammer vereidigten Gutachter einzuschalten?