Guten Tag! Wir haben neu gebaut und sind vor acht Wochen eingezogen. Trotz ordnungsgemäßen Lüftens haben wir nun leider Schimmel an bzw. hinter den Fußbodenleisten sowie teilweise in bzw. hinter den Einbauküchenmöbeln. Was mich irritiert, ist, dass der Schimmel unterschiedlich aussieht: sichtbar über den Fußbodenleisten ist er schwarz bzw. leicht grünlich und fasrig, an der Rückseite der Leisten nach dem Abmachen zeigen sich gelbe Krümel - ist das dann auch Schimmel? Es riecht jedenfalls so. Kennt sich da jemand aus? Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten!
Hallo,
ich weiss nicht was du unter ordungsgemäßen Lüften verstehst, ist aber momentan wohl eher zweitrangig.
Nach deiner Beschreibung vermute ich mal, das Mauerwerk ist noch nicht trocken. Im Schnellverfahren hilft nur eins: Heizen, dann Durchzug, wieder Heizen, wieder Durchzug und das mehrmals täglich. Nicht unbedingt gut für die Heizkostenabrechnung, aber immer noch besser als Schimmel.
Gruß
Kati
Hallo,
tritt der Schimmel nur in der Küche auf?
Sind sowohl Innen- als auch Aussenwände betroffen?
Ich vermute, dass die restliche Bauteilfeuchte noch zu hoch ist.
Diese Aussage lässt sich aber nur durch Messungen vor Ort
bestätigen oder ausschliessen.
Wenn dem so ist, hilft nur Luft, Luft, Luft…
Also Fußleisten ab und die Küchenmöbel hinterlüften.
Notfalls die Schränke von der Wand abrücken, bis sich
die Feuchte in der Wand auf ein unbedenkliches Mass einstellt.
Wenn sich der Schimmel noch auf der Oberfläche befindest,
kannst Du noch mit 80%-igem Alkohol aktiv werden.
Ist er schon in das Material eingedrungen hilft oft nur
noch die Entsorgung. Ich würde also nicht zu lange warten.
Nimm Dir evtl. einen Experten beiseite, der die Situation
nach Sichtung fachmännisch beurteilen kann.
Denn mit Schimmel ist nicht zu spassen.
Hier noch was hilfreiches vom Umweltbundesamt:
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2227.pdf
Gruß
Jürgen
Guten Tag! Wir haben neu gebaut und sind vor acht Wochen
eingezogen. Trotz ordnungsgemäßen Lüftens haben wir …
Das alte Thema, wie lüfte ich richtig, bleibt so lange bestehen und schafft die genannten Probleme bis sich die eine oder andere Erkenntnis durchgesetzt hat.
Zum Luftaustausch reicht es in aller Regel aus, eine Querlüftung von einem in den anderen Raum zu ermöglichen. Dazu in einem Raum das Fenster und die Zimmertüre und im gegenüberliegen Zimmer die Zimmertüre und das Fenster vollständig öffnen und gegen Zuschlagen sichern. Bei dieser Lüftung reichen, je nach Witterung und windigem Wetter 5 – 10 Minuten aus.
Nicht gelüftet oder in einem Neubau getrocknet werden die Ecken in den Räumen.
Die feuchte Luft steht wie eingepackt in den Ecken und der Schimmel gedeiht prächtig.
Um das zu erreichen, ist es unumgänglich, für eine gewisse Zeit, z. B. billige Lüfter vor die Ecken zu stellen und kräftig blasen zu lassen. Die feuchte Luft in den Ecken muss sich mit der trockenen Luft im Raum mischen, das Lüften schafft den ausgleiche.
Gruß Wolfgang
Hallo Kati, danke für die Antwort!
ich weiss nicht was du unter ordungsgemäßen Lüften verstehst,
Stoßlüften/Durchzug mehrmals täglich mit geöffneten Fenstern - momentan allerdings etwas schwierig wegen der warmen Temperaturen draußen.
Im Schnellverfahren hilft nur eins:
Heizen, dann Durchzug, wieder Heizen, wieder Durchzug und das
mehrmals täglich. Nicht unbedingt gut für die
Heizkostenabrechnung, aber immer noch besser als Schimmel.
leider ist Heizen im Hochsommer ein bißchen schwierig…
das ist ja das Problem. Ein bisschen kühleres Wetter wäre für uns derzeit echt günstiger.
@jürgen:
danke für die Antwort und den Link.
Über das Lüften weiß ich Bescheid, wir haben darüber sehr ausführlich mit unserem Bauträger gesprochen. Das haben wir auch gemacht. Der Schimmel ist in der gesamten oberen Etage an den Fußleisten (Innen- und Außenwände) sowieim Erdgeschoss in und hinter den Küchenmöbeln. Ich vermute auch die Baufeuchte. Die Leisten reißen wir jetzt raus, Küchenmöbel „abrücken“ ist nicht so leicht, ist ja eine Einbauküche, muss die Montagefirma ran.
(
Meine Frage war eigentlich zu den verschiedenen Schimmelarten - solchen gelben „Krümel“-Schimmel habe ich vorher noch nicht gesehen und bin mir deshalb nicht so sicher, obs überhaupt welcher ist… ich will den Bauträger jetzt nochmal informieren udn will ihm natürlich nix falsches erzählen.
Danke!
http://www.schimmel-schimmelpilze.de/aspergillus-ali…
Wird dort vielleicht Dein kleiner, gelber „Untermieter“ beschrieben?
Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen,
danke!! das könnte durchaus sein. es erklärt auch, warum verschiedene Farben an der gleichen Stelle auftauchen. Ich danke Dir. Grüße, froschkind
Hallo Wolfgang, vielen Dank für die Antwort! Das Lüften machen wir genauso wie Du beschreibst, geht auch gut, weil fast jeder Raum zwei Fenster hat bzw. auch an allen Hausseiten Fenster sind. Allerdings bildet sich der von mir beschriebene Schimmel auch an Stellen, wo nichts davorsteht und keine Ecken sind. Ich denke, wir hatten in den letzten Wochen sehr ungünstiges Wetter: bei 24 Grad Innentemperatur und über 30 Grad draußen ist einfach nicht viel mit Luftaustausch. Dazu kam noch, dass in der letzten Bauphase (bevor das Laminat und die Küche reinkamen udn wir einzogen) einmal die Heizung richtig hochgeheizt wurde, gleichzeitig allerdings von den Fensterbauern alle Fenster verschlossen wurden, zwei Tage lang. Danach war das Haus eine Tropfsteinhöhle… ich vermute, das spielt auch eine Rolle.
Danke nochmal, und viele Grüße, froschkind