Schimmel in der Wohnung

Hallo,

ich habe eine Frage und hoffe, dass mir hier geholfen werden kann:

Angenommen, es hat sich Schimmel in der Wohnung gebildet - und zwar schon im zweiten Jahr nacheinander.

Im ersten Jahr, das war in den Wintermonaten 2010, als es draußen so um die -20 Grad Cesuis in den Nächten hatte, ließ man einen Angestellten der Vermieterfirma kommen, der Messungen vorgenommen hat. Im Bad, im Wohnzimmer und im Schlafzimmer hatte sich zu diesem Zeitpunkt grüner, gelber und schwarzer Schimmel gebildete.

Die Messungen ergaben bei geöffnetem Fenster (!) eine temperatur von 16 Grad Celsius, Luftfeuchtigkeit von 48% und eine Feuchtigkeit in den Wänden von 60 (leider weiß ich den Wert nicht, mit dem dort gemessen wird). Der Messtechniker sagte, dass wenn ein Wert über 50 in den Wänden liegt, sei das Problem in den Wänden zu suchen. Hier zeigt das Gerät also einen Wert von 60, der Messtechniker argumentietr aber mit dme Punkt, dass das Fenster offen sei, deswegen gilt dieser Wert als unter 50.

Es wird Trockenheizen empfohlen, weil von den Mietern ein falsches Heiz- und Lüftungsverhältnis zum Schimmel geführt haben soll. Laut des Technikers. Desweiteren wird angekündigt, dass es für das viele Heizen eine Entschädigung gibt.
Hinter dieser Entschädigung musste bis mitte Juli hinterhergelaufen werden. Dann wurde man mit 200 Euro entschädigt. Im Monat darauf wurde man aufgefordert 400 Euro als Nachzahlung für die Nebenkosten aufzubringen. -Weil angeblich ein viel zu hoher Wasserverbrauch (80.000 Liter in 6,5 Monten, Zweipesonenhaushalt) vorlag.

Weiter - im darauffolgendem Jahr bildet sich wieder Schimmel. Jeweils, wie auch schon vorher an den Außenwänden. Einmal wird es wieder entfernt, doch er kommt wieder. Dreimaliges Kontaktieren der Vermieterfirma ohne Reaktion.

Der Schimmel ist grün, gelb und schwarz, wie im Jahr davor. Außerdem erkennt man ein Muster; es gehen Schimmelpunkte (3-5 cm Durchmesser) an der Wand im Abstand von 3-4 Zentimeter die Wand hoch, unten ist viel Schimmel, sowie oben kurz vor der Decke sehr konzentriert. In der Mitte der Wand auch einigermaßen viel. Besonders hinter einem Bild hat sich viel Schimmel gebildet.

Einen unabhängigen Messtechniker zu beauftragen, wäre wünschenswert, die Mieter können sich dies allerdings unter keinen Umständen leisten.

Was kann man nun tun? Welche Rechte haben die Mieter?

Es ist etwas lang geworden, aber ich hoffe, die Situation konnte so gut geschildert werden. Dankeschön schon einmal im Voraus!

Hallo,

grundsätzlich einmal sind 16 Grad zu kalt für eine Wohnung…

Wenn die Wohnung mit modernen,wärmegedämmten Fenstern (und damit auch absolut Luftdichten) versehen ist,muss die Temperatur der Raumwände überall mindestens 18 Grad betragen.Ansonsten kommt es nach den Gesetzen der Physik in der kältesten Ecke des Raumes zur Schimmelbildung,weil hier bei geringeren Temperaturen der sogenannte Taupunkt der Luft erreicht wird,bei dem das in der Luft enthalten Wasser kondensiert und sich an und vor allem viel schlimmer IN den Wänden niederschlägt.

Empfehlenswert wäre die Anschaffung von sowas:
http://www.conrad.de/ce/ProductDetail.html?hk=WW4&in…

Da diese Geräte sowohl die Temperatur als auch die aktuelle Raumluftfeuchtigkeit messen und rechtzeitig vor dem erreichen des Taupunktes Warnen…

Anbringen sollte man so ein Gerät übrigens immer an der ungünstigsten Stelle im Raum…

Hallo,

grundsätzlich einmal sind 16 Grad zu kalt für eine Wohnung…

Bei geöffnetem Fenster?

vnA

Hi!

grundsätzlich einmal sind 16 Grad zu kalt für eine Wohnung…

Bei geöffnetem Fenster?

Weil sich die Luft nicht mehr erwärmen und somit mehr „Wasser aufnehmen“ kann?

ianal,
Tomh

Hi!

grundsätzlich einmal sind 16 Grad zu kalt für eine Wohnung…

Bei geöffnetem Fenster?

Weil sich die Luft nicht mehr erwärmen und somit mehr „Wasser
aufnehmen“ kann?

Hi,

ich habe das so verstanden, das 16° Raumtemperatur bei geöffneten Fenstern nicht zu kalt sind.

Unabhängig vom Schimmel betrachtet.

Gruß
Tina

Naja, lassen wir die Kirche emal im Dorf.

16 Grad Celsius sind bei geöffnetem Fenster und einer Außentemperatur von (an diesem Tag) -6 Grad, wohl nicht wirklich zu wenig. Das ist normal. Besonders dann, wenn in Fensternähe gemessen wird.

Grundsätzlich aber möchte ich auf meine Fragen hinweisen, nicht aber darauf wie viel Grad nun bei geöffnetem Fenster „zulässig“ sind.

Besten Dank

Hallo,

Grundsätzlich aber möchte ich auf meine Fragen hinweisen,
nicht aber darauf wie viel Grad nun bei geöffnetem Fenster
„zulässig“ sind.

wenn jemand derartig lüftet, dass längere Zeit oder gar dauerhaft nur noch 16° im Zimmer sind, darf sich über Schimmel nicht wundern. Warme Luft kann halt wesentlich mehr Wasser aufnehmen als kalte. Weshalb bei zu kaltem Zimmer mit Kondensation und dadurch bedingtem Schimmel zu rechnen ist.

Ob das hier der Fall ist, kann man aufgrund der Informationen natürlich nicht sagen. Aber der verdacht liegt natürlich nahe - bei Kurzzeitlüften und ausreichendem Heizen hat man halt nicht gleich 16°.

Gruß
loderunner (ianal)

Hallo,

ich hatte es doch bereit geschrieben…DAS ist eindeutig ZU Kalt…

Die Gesetze der Physik sind nun einmal eindeutig und Gnadenlos

Bei einer Außentemperatur von Minus 6 Grad muss ich im Zimmer
mindestens 22 Grad Plus halten,damit sich kein Kondenswasser an der Wand bilden kann…

Denn je höher (im Plusbereich) die Temperatur ist,desto mehr Wasser kann die Luft halten.

Unterschreite ich diesen Plusbereich (zum B. an einer zu kalten Außenwand),schlägt sich hier das Wasser als Kondensat an der Oberfläche bzw. sogar in der Wand nieder…

Entschuldigung, aber wahrscheinlich verstehen Sie nicht, dass die 16 Grad Celsius bei sperrangelweit geöffnetem Fenster erreicht wurden, während es draußen Minus 6 Grad Celsius waren.

Bei geschlossenem Fenster und eingeschalteter Heizung ist im Raum eine Temperatur von 21-23 Grad Celsius.

Das betone ich nun schon das zweite Mal und es wird ziemlich gekonnt ignoriert. Wenn Sie dies nicht akzeptieren können, bitte ich Sie, sich aus diesem Thema herauszuhalten und Platz zu machen, für jene, die wirklich helfen können.

Hallo,
also ich halte 22°C nun ein bißchen übertrieben. Soweit ich weiß, werden Heizungsanlagen so ausgelegt, dass in Wohnräumen ein Temperatur von 20°C (an kalten Tagen)erreicht werden kann. 19°C wird im allg. in den üblichen Broschüren zum Thema „Richtiges Heizen und Lüften“ auch als energietisch günstig angesehen. Ich persönlich möchte mein Schlafzimmer nicht auf 22°C heizen, weil ich bei solchen Temperaturen schon nicht mehr schlafen kann.
Gruß pucky

Hallo,
ja wenn der Schimmel einmal da ist, ist es wahrscheinlich schwierig ihn wieder weg zu bekommen ohne Grundsanierung.
Als Mieter ist es sinnvoll ein Protokoll zu führen, wie oft am Tag gelüftet wird (3- 4 mal 5-10 min Stoßlüften)und welche Temperatur im Zimmer herrscht(wenigstens 19°C). Zimmerpflanzen reduzieren oder entfernen, da die auch Feuchtigkeit ausstoßen, Außenwände möglichst nicht mit Schränken oder Bildern behängen oder verstellen.
Wenn es bei all den Maßnahmen trotzdem zu Schimmelbildung kommt, kann nur der VErmieter etwas an dem Zustand ändern (also effektiv wahrscheinlich Wärmedämmung aufbringen)oder es gibt grundsätzliche Baufehler. Dann kann man mit Mietminderung drohen.
Gruß pucky

Hallo,

ich hatte es doch bereit geschrieben…DAS ist eindeutig ZU
Kalt…

Die Gesetze der Physik sind nun einmal eindeutig und
Gnadenlos

Bei einer Außentemperatur von Minus 6 Grad muss
ich im Zimmer
mindestens 22 Grad Plus halten,damit sich kein
Kondenswasser an der Wand bilden kann…

Hä?

wir haben im Schnitt in der Wohnung um die 20° - 21°, keine Außendämmung, keine luftdichten Fenster.

Unsere Wände sind trocken. Wir müssen teilweise sogar Verdunster aufstellen, so trocken ist die Luft.

Gruß
Tina

Hallo,

Die Gesetze der Physik sind nun einmal eindeutig und
Gnadenlos

Richtig. Und deshalb ist das:

Bei einer Außentemperatur von Minus 6 Grad muss
ich im Zimmer
mindestens 22 Grad Plus halten,damit sich kein
Kondenswasser an der Wand bilden kann…

kompletter Unsinn. Es hängt natürlich von der Wand und der Luftfeuchtigkeit ab, wie warm es sein muss, um Kondensierung zu verhindern.

Denn je höher (im Plusbereich) die Temperatur ist,desto mehr
Wasser kann die Luft halten.

Richtig. Und wenn die Luft trocken ist…

Das kommt davon, wenn man irgendwas liest, aber der Hintergrund fehlt, um es interpretieren zu können…
Gruß
loderunner

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Hi,

hier wird also wert nur auf eine Anwort für genau die gestellten Fragen gewünscht. OK.

Was kann man nun tun?

So wohnen, dass kein Schimmel entsteht. Wem dies nicht gefällt, eigenen Gutachter beauftragen, klagen, mit dem VM verhandeln, selber beseitigen, ausziehen oder damit leben.

Welche Rechte haben die Mieter?

Hmm, in Deutschland zB das BGB. Der M hat das Recht seine Meinung zu diesem Thema vor einem Gericht bestätigen zu lassen, oder für seine Fehlmeinung eben die Kosten des Verfahrens zu tragen.

vlg MC

PS: Auf weitere Tipps wird nun verzichtet, weil sie ja unerwünscht sind.