Lieber Wohnrecht-Experte,
ich bin Regina Krause, Promotions-Studentin der Universität Potsdam und arbeite gleichzeitig am Hasso-Plattner-Institut.
Ich schreibe Ihnen, weil ich in meiner Wohnung hinter meinem Schrank Schimmel entdeckt habe. Als ich den Vermieter angerufen hatte, meinte dieser direkt, dass ich mit Sicherheit die Wohnung unter der von Frau Hansmann hätte, denn sie hätte auch eine feuchte Wand. Somit würden sie mir jemanden vorbei schicken, der sich das Ganze einmal ansieht.
Das ist auch innerhalb von einer Woche geschehen. Heute war der entsprechende Dienstleister da und hat sich den Schaden angesehen, wobei wir gemeinsam die Schränke von der Wand abgerückt haben. Dort zeigte sich eine ganze Schimmelschicht, die nicht nur die Wand, sondern auch meine Schränke befallen hat.
Der erste Kommentar des Dienstleisters war: „Sie müssen hier so bald wie möglich raus.“
Dazu muss ich auch noch sagen, dass ich nur über eine 36 qm Wohnung verfüge, die nur ein Zimmer hat. Ich also in dem besagten Zimmer auch direkt schlafe (2 Meter von der Schimmelwand entfernt).
Danach hat der Dienstleister mit einem Gerät die Feuchtigkeit in der Wand gemessen. Bei einer „normalen“ Innenwand zeigte das Gerät einen Wert von 21 an. An der besagten, verschimmelten Wand einen Wert von 151.
Bei der Vermieterin über mir, wird die Wand derzeit bereits seit 2 Monaten getrocknet, allerdings ohne Erfolg. Nach Aussage des Dienstleisters wurde die Ursache noch nicht gefunden, weshalb sich der Fall nun hinziehen könnte.
Daher meine Frage: Was soll ich nun tun? Da Schimmel in der Regel ja schädlich ist, möchte ich so schnell wie möglich aus der Wohnung raus. Heute Nacht kann ich zum Glück bei einer Kollegin übernachten. Aber wie geht es dann weiter?
Der Dienstleister meinte, dass er ja „nur“ Handwerker ist und daher eigentlich keine Empfelung aussprechen darf. Es müsste daher erst ein Gutachter über den Schimmel gucken. … Muss der Vermieter diesen beauftragen? Wie lange muss ich auf ihn warten? Und was mache ich in der Zwischenzeit.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Regina Krause