Hallo,
ich habe ein großes Problem mit der Wohnung, das recht bekannt sein dürfte: Schimmelpilz. Ich wohne hier im zweiten Jahr und der Mitvertrag gibt eine dreimonatige Vertragskündigungsfrist vor. Ich möchte jedoch so schnell wie möglich heraus, da es gerade Anfang November ist und hier 1/3 aller Wände fröhlich Blüten treiben.
Ein paar Infos zur Situation:
Wie gesagt wohne ich mittlerweile 1 1/2 Jahre hier, und tatsächlich schimmelte es schon vergangenen Winter in der Wohnung. Ich schob dies auf den extrem nassen Herbst mit folgendem langen Winter und hoffte, dass es nicht wieder so schlimm werden würde.
Bevor ich damals in die Wohnung einzog hieß es vom Hausmeister, dass es hier nie geschimmelt habe. Wir waren zu viert bei dem Gespräch, weswegen die Aussage mehrfach bezeugt werden kann.
Die aktuelle Lage in der Wohnung hat sich nach dem ebenfalls sehr feuchten Herbst stark verschlimmert. Nachdem letztes Jahr nur die Zimmerecken der Außenwände massiv betroffen waren (großflächige Plüschteppiche), schimmeln jetzt auch Wände, die vorher sauber aussahen.
Es schimmeln Schlafzimmer (massiv), Wohnzimmer, Badezimmer (Fugen schimmelten schon vor Einzug) und Kinderzimmer (massiv, weil keine Kinder -> Arbeitszimmer). Die Küche hat als einziger Raum keine Flecken.
Die genauen Schäden:
Schlafzimmer: Schlafzimmerecke schimmelt wie letztes Jahr, Schimmel frisst sich dieses Jahr über die gesamte Außenwand links und rechts vom Fenster, geht auf Trennwand von zwei Wohnungen über.
Arbeitszimmer: Außenwand vor Balkon komplett mit Schimmel- und großen "Wasser"flecken überzogen. Besonderer Wachstumsort unter der Heizung. Letztes Jahr waren an der Wand Kondensperlen.
Wohnzimmer: Altbekannte Zimmerecke (oben und unten) überwuchert mit grün-grau-schwarzen Sprossen, oberhalb der Balkontür wasserartiger Schimmelfleck (als wäre Wasser ins Gemäuer reingelaufen)
Badezimmer: Sämtliche Fugen bei Badewanne kontaminiert. Kein Fenster, nur kleiner, elektrischer Luftabsauger
Ich gebe an dieser Stelle zu, dass mein Lüftungs- und Heizverhalten nicht optimal sind. Küche und Bad werden nie geheizt, das Arbeitszimmer selten. Das Schlaf- und Wohnzimmer heize ich abends, wenn ich nach Hause komme bis ich ins Bett gehe (ca. 8 Stunden). Die Wäsche muss ich notgedrungen im Wohnzimmer trocknen.
Wahrscheinlich tragen diese Verhaltensweisen zum Schimmel bei, es gibt jedoch ein paar Fakten, weswegen es nicht allein meine Schuld sein kann:
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Nachbar schräg unter mir wohnt seit zehn Jahren im Haus. Hatte erstmals letzten Winter Probleme mit Schimmel
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Derselbe Nachbar berichtete, dass es vor ein paar Jahren einen zögerlich behobenen Dachschaden (Flachdach) gegeben habe - ich wohne ganz oben
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Nachbar direkt unter mir (mit Kleinkind)ist letzten Winter fluchtartig zu Weihnachten ausgezogen. Grund: Massiver Schimmelbefall in Wohnung. Nachfolgende Nachbarn waren Anfang letzten Jahres nach drei Monaten verschwunden.
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Letzten Winter zeigten sich bei der Dachbodentreppe (die ist hochklappbar mit "Deckenstück, damits nicht so auffällt) braune Wasserflecken an der Decke.
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Die gesamte Wohnung wurde vor unserem Einzug komplett neu gestrichen. Der Rest (z.B. Teppich), wirkte hingegen nicht besonders gepflegt
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Sämtliche Fenster undicht, zieht bei starkem Wind durch die Ritzen
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Überall Schimmelblumen an sämtlichen Fensterrahmen und an oberen Fenster-Wand-Ritzen
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Morgens alle Fenster klatschnass, unter der Woche bestimmt mehrere Liter, die auf die Fensterbänke laufen
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Wärmemessungen ergeben, dass befallene Zimmerecken/-wände 9-12° bei 20° Raumtemperatur kalt sind
Ich gedenke, den Schaden die kommende Woche mit zahlreichen Bildern beim Vermieter anzuzeigen.
Gemäß der Faktenlage: Wie hoch steht die Chance frühzeitig aus der Wohnung zu kommen?