Moin,
erklären wir mal Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und all das Zeugs. Die, die es schon wissen mögen bitte mal nicht weiterlesen, da ich es stark vereinfachen möchte 
Luft kann Wasser in Form von Wasserdampf aufnehmen.
Dies nur bis zu einer bestimmten Menge (100%) danach sieht es so aus wie Nebel, Dampf oder Wolken, kleine Wassertröpfchen bilden sich. Wenn die größer werden regnet oder schneit es.
Die Menge die aufgenommen werden kann ist temperaturabhängig, je höher, um so mehr Wasserdampf kann enthalten sein.
Der Einfachkeit halber nehmen wir mal an
30° = 30 Gramm
20° = 20 Gramm
10° = 10 Gramm
0° = 0 Gramm
Wenn ich also bei 20° 50% Luftfeuchtigkeit messe habe ich
20 Gramm x 50% = 10 Gramm Feuchtigkeit in der Luft.
Wenn ich diese Luft jetzt auf 10° abkühle habe ich immer noch 10 Gramm Feuchtigkeit. Da die Luft bei 10° aber nur 10 Gramm aufnehmen kann, habe ich dann aber 100% Luftfeuchtigkeit. Dies ist dann der Taupunkt, der Punkt an dem Dampf aufgrund zu großer Sättigung zu Wasser wird.
Wenn ich diese Luft weiter abkühle habe ich plötzlich 10 Gramm Wasser das irgendwo hin will, da in der Luft nichts mehr aufgenommen werden kann.
Das Abkühlen der Luft funktioniert auch bei Berührung mit kalten Gegenständen. Getränkeflasche aus dem Kühlschrank beschlägt im Sommer mit Feuchtigkeit. Die Wand macht das genau so. An der kältesten Stelle des Raumes ist kurz vor der / an der Wand die Luftfeuchtigkeit am höchsten. Wenn dabei die 100% überschritten werden ist der Taupunkt erreicht, Feuchtigkeit schlägt sich nieder, Schimmel hat die von ihm so dringend benötigte dauerhafte Feuchtigkeit.
Wenn es sich bei der festgestellten Feuchtigkeit nicht um Feuchtigkeit handelt, die mangels Abdichtung, aus dem Erdreich eindringt, oder von anderen Stellen (undichte wasserführende Leitungen), kommt die Feuchtigkeit mit ziemlicher Sicherheit aus der Nutzung. Warum dies so sein könnte? Schlafzimmer - kältester Raum mit den meisten Schimmelproblemen. Schlafzimmertür zum Wohnbereich offen - warme, feuchte Luft dringt in den kalten Raum. Küche - mit sehr viel Feuchtigkeitseintrag durch Kochen.
Klar kann der Mieter die Miete mindern, klar kann der Mieter Schadenersatz geltend machen, klar kann der Mieter fristlos Kündigen und Ausziehen. Aber der Vermieter kann möglicherweise auch nachweisen, dass der Mieter den Schaden verursacht hat. Dann wird die Zeche ziemlich heftig. Und wer in einen denkmalgeschützten Altbau zieht, wird keinen Richter finden, der energetischen Neubauzustand als zu erwartende Grundvoraussetzung für das Vertragsverhältnis annimmt.
Abhilfe: Tür zum Schlafzimmer dauerhaft geschlossen halten, Schlafzimmer heizen, ausreichend Stoßlüften. Die Küche ausreichend belüften, aber nicht durchkühlen und kein Fenster „auf Kipp“.
vnA (der Erklärbär)