Schimmel mit kleinem baby

Guten Tag,

Eine junge Familie wohnt jetzt seit etwas über 2 Monaten in einer Wohnung. seit ein paar Wochen ist ihnen aufgefallen, dass auf der Innenseite aller Fenster sich Wasser sammelt und runterläuft. Seit 1 Woche haben wir einen Schimmelfleck in der Küche bemerkt er ist Schwarz und oben drauf bildet sich auch weisser Schimmel, der Fleck wird von Tag zu Tag größer. Nun wurde eine große Putzaktion gestartet und im Schlafzimmer direkt neben dem Bett einen riesen Schimmelfleck entdeckt zudem hatte ich die ganze Zeit ein Seitenschläferkissen an den Köpfen am Bett das wurde gestern zurückgezogen und es war an der Rückseite komplett voll mit Schimmel. Nun bekam der Vermieter einen Brief geschrieben und wurde dort aufgefordert sich der Sache anzunehmen, bis jetzt ist leider nichts geschehen.

Zusätzlich wurde mit den Vormietern gesprochen die gesagt haben das sie wegen dem gleichen Problem bereits nach 2 Monaten ausgezogen sind, sie hatten auch ein Gutachten machen lassen was besagt, dass die Feuchtigkeit eindeutig aus den Wänden kommt und nicht durch falsches Lüften. Der Vermieter wusste das bereits und hat auch beim Einzug nichts dergleichen erwähnt.

Das Baby ist 5 Monate alt, kann es für die kleine Gesundheitlicheschäden geben?
Kann man die Wohnung vorzeitig kündigen?

Hallo,

zum Thema Schimmel wirst du hier im Archiv mit Sicherheit fündig.

Hier gibt es ebenfalls ausführliche Tips:

http://www.schimmel-in-der-wohnung.com/

Ein außerordentliches (fristloses) Kündigungsrecht gibt es m.E. nur, wenn der Schimmel eindeutig toxische Stoffe ausdünstet. Dies muss der Mieter nachweisen.

Also entweder die Zähne zusammenbeissen und so schnell wie möglich die Biege machen, oder einen Schimmelexperten kommen lassen.

Gruß
Nita

Also wenn es ein arglistiges Verschweigen war, dann ja, dann geht die Kündigung. Andererseits geht auch eine Mietkürzung.
Gruß Tom

hallo,
ein umzug wird nichts nützen. denn bei unveränderten lebensumständen wird dieser mieter auch in der nächsten wohnung wieder schimmel haben.

allein die tatsache, dass wasser von den fensterscheiben rinnt, beweist, dass die luftfeuchtigkeit viel zu hoch ist. erfahrungsgemäß kommt diese zu 98 % nicht von den feuchten mauern, sondern - umgekehrt - die mauern werden durch die hohe luftfeuchtigkeit nass.

bevor man sich wegen mietkürzungen oder sogar schadenersatz ärger mit dem vermieter einhandelt, sollte man das eigene heiz- und lüftungsverhalten überprüfen: dieses hygrometer um 14,24 eu
http://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/…
zeigt sogar eine alarmstufe „schimmelgefahr“ an, die immer dann eintreten wird, wenn die luftfeuchtigkeit zu hoch bzw. die raumtemperatur zu gering ist.

weitere punkte zur schimmelvermeidung: keine möbel direkt an die wände stellen, blumentöpfe (hydropflanzen besonders) reduzieren, fenster im winter nie auf kipp stellen. für GLEICHMÄSSIGE raumtemperatur sorgen, also nicht abends stark absenken und morgens voll aufdrehen.
falls der mieter es nicht schafft, durch verbessertes lüften die feuchtigkeit zu reduzieren, wäre eventuell noch ein kleines entfeuchtungsgerät eine möglichkeit, den schimmel zu verhindern.

die lebensumstände heute machen es schwieriger, erhöhte luftfeuchtigkeit auszugleichen. früher waren holzmöbel und -fußböden gute wasserpuffer, rosshaarmatratzen mit drillbezug und federbetten nahmen die nachtfeuchte auf, gardinen aus leinen, sogar die kleidung aus wolle und baumwolle besitzt die möglichkeit der feuchteregulierung. heute gibt’s nur noch plastikmöbel, plastik-matratzen, plastik-sofas und plastik-pullover - und auch deshalb das wasser an der fensterscheibe.

bliebe noch die frage, ob der vermieter tatsächlich vom schimmel des vormieters wußte: hier sollte man vorsichtig sein mit behauptungen, denn der vormieter hätte sich bei nachweis seiner schuld am schimmel schadenersatzpflichtig gemacht. ob er es beim auszug dann nicht doch lieber verschwiegen und einfach übermalt hat?

h.