Hallo „pfeife“,
vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort.
Unsere Wohnung befindet sich in der obersten (dritten) Etage unter dem Dachboden, der zum Wäscheaufhängen von uns genutzt wird. Wir können niemanden befragen, da niemand im Wohnkomplex die gleichen Voraussetzungen hat wie wir: Bis auf die Wand, die an den Nachbarn neben uns grenzt, haben wir nur Außenwände. Über uns das Dach (die Dachschräge ist gedämmt, angeblich der Boden auch). An den Nachbarn neben uns grenzt schon das nächste Gebäude, d.h. niemand in unserer Hausgemeinschaft hat die gleiche Wohnsituation wie wir. Wir haben die Wohnung „ganz oben, ganz außen“.
Die Wohnung wurde vor einigen Jahren (vor unserem Einzug) innengedämmt (exklusive Badezimmer, nicht innenliegend, großes Fenster). Alle Fenster wurden vor wenigen Jahren modernisiert und ausgetauscht.
Unser erstes Schimmelproblem besteht im Badezimmer an der Außenwand mit dem großen Fenster: Sämtliche Fliesen- und Silikonfugen sind stellenweise schwarz (insbesondere dort, wo die Fugen schon etwas abgebröckelt sind). Die Fugen links und rechts an den Wänden, die keine Außenwände sind, sind dagegen vollkommen okay, obwohl auch diese bröckelige Fugen haben. Da nicht bis zur Decke gefliest ist, bildet sich mittlerweile an der Außenwand im Bad Schimmel, der mittlerweile durch die Tapete kommt. An den anderen Wänden alles in Ordnung und sauber. In dem Bad duschen/baden regelmäßig zwei Personen. Hier wird auch 1x pro Woche Wäsche (Socken, Unterwäsche)getrocknet. Man merkt, dass die Außenwand wesentlich schneller feucht ist, als der Rest. Entsprechend ist sie auch wesentlich langsamer wieder trocken, wenn man nach Baden/Duschen/Wäschetrocknen lüftet, heizt, lüftet, heizt. Daher war unsere Vermutung, dass diese Außenwand an sich schon feucht sein könnte. Das Bad wird immer beheizt, regelmäßig gelüftet, insbesondere nach dem Duschen und Baden. Es riecht hier auch häufig muffig. Wir haben die Tapete an der Außenwand abgenommen und der Schimmel ist nicht nur an der Tapete, sondern an der Wand zu sehen.
Das zweite Problem befindet sich im Schlafzimmer in der Zimmerecke, an der die beiden Außenwände zusammenlaufen. An der Decke breitet sich ebenfalls schwarzer Schimmel aus (mittlerweile knapp 30x30cm). Feuchtigkeit ist laut Hygrometer zwischen 45 und 65%. 65% sind es morgens nach dem Aufstehen, daher wird morgens auch immer ausgiebeig gelüftet. Geheizt wird tagsüber mäßig, nachts nicht, hier steht (außer bei Minusgraden) das Balkonfenster auf Kipp. Da hier nur mäßig geheizt wird, ist die Schlafzimmertür immer geschlossen (außer nachts). Das andere Zimmer mit gleichen Voraussetzungen (also zwei zusammelaufende Außenwände) ist das Wohnzimmer. Hier gibt es in der gleichen Ecke der Zimmerdecke auch Schimmel, aber das sind nur einige wenige Punkte. Diesen Winter wurde es auch nicht mehr, daher werden wir hier nur mit Schimmelreiniger vorgehen und streichen. Womöglich ist das Problem nicht größer, da hier wesentlich stärker geheizt wird und hier nachts auch nicht geschwitzt wird 
Das dritte Problem ist in der Küche: Oben am Fenstersims hat sich schwarzer Schimmel gebildet. Beim Kochen wird das Fenster immer gekippt, danach ausgiebig gelüftet. In der Küche befindet sich eine Lüftung (so eine Art kreisrunder Ventilator) an der Wand, der nicht genutzt wird, aber nur mit Lamellen nach außen hin geschützt ist. Wir haben überlegt, ob es Sinn macht, diesen einmal abzudichten. Meinen Sie, das könnte das Schimmelproblem in der Küche eindämmen?
Das Haus ist übrigens von 1960.
Wir überlegen nun, ob wir uns einen anderen Schimmelentferner holen (zB Ago), dieser „bleicht“ auch gleichzeitig. Wir haben schon einen Schimmelentferner vom Malerbetrieb, aber dieser bleicht nicht und man fühlt sich weiter unwohl. Außerdem kehrt es meistens innerhalb weniger Tage wieder, teilweise noch mehr als vorher (Redstone). In der Küche müsste man natürlich vorher mal die Tapeten ab machen und den Entferner auf dem Putz anwenden. Dann wieder tapezieren. Sollte es wiederkommen, den Gutachter holen. Denn über Lüften und heizen haben wir uns nun wirklich so viel informiert, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, was wir noch falsch machen.
Vielen Dank für jeglichen hilfreichen Rat!