Schimmel und feuchtigkeit in der bude

hallo,
in unserem schlafzimmer hat sich an einem außeneck schimmel breit gemacht, ebenso in der heizkörpermulde unterm fenster! wie wir nun erfahren haben, gab es das problem auch schon bei den vormietern, da wurde dann halt nur mal drüber gestrichen und uns natürlich nix gesagt (sind im juni eingezogen)!

der fachmann gestern meinte es gäbe drei möglichkeiten:

  1. außendämmung, aber viel zu teuer und aufwendig
  2. innendämmung, deutlich billiger, etwa 2 wochen raumnutzung nicht möglich
  3. neuanstrich der betroffenen wände mit sillikatinnenfarbe, diese würde schimmel und sporen vernichten und neubildung verhindern. ABER: das feuchtigkeitsproblem wäre nicht behoben!
    meine vermutung ist nun, dass die feuchtigkeit sich mit der schimmelbildung eben einen anderen weg suchen wird - hinter der kleiderschrankwand oder sonstwo. die wohnung an sich ist sehr feucht, meinte der fachmann gestern auch, obwohl die raumtemperatur mit el. thermostaten auf 20°C geregelt ist (hier drinnen ist es ja feuchter wie draußen!)! wäre evtl. mit extremheizen und extremlüften regelbar - was natürlich für den mieter extreme heizkosten verursachen wird!
    ich mache mir nun ernsthaft gedanken, mir eine neue wohnung zu suchen! wir haben ein 3 monate altes baby und ich hab angst, dass es jeden winter die gleichen probleme geben wird - zu kalt und zu feucht! und eben schimmel an anderen stellen!
    welche erfahrung habt ihr mit sillikat? und sucht sich feuchtigkeit dann eben einen anderen weg?? es handelt sich um eine ELW aus den 70ern, schlecht isoliert wie nun scheint!

gruß,
sonja

hallo,
in unserem schlafzimmer hat sich an einem außeneck schimmel
breit gemacht, ebenso in der heizkörpermulde unterm fenster!
wie wir nun erfahren haben, gab es das problem auch schon bei
den vormietern, da wurde dann halt nur mal drüber gestrichen
und uns natürlich nix gesagt (sind im juni eingezogen)!

Hallo,

hört sich erst mal übel an.

der fachmann gestern meinte es gäbe drei möglichkeiten:

  1. außendämmung, aber viel zu teuer und aufwendig

Stimmt vorallen als Mieter geht euch das garnichts an.

  1. innendämmung, deutlich billiger, etwa 2 wochen raumnutzung
    nicht möglich

Naja 2 Wochen halte ich für etwas Übertrieben.

  1. neuanstrich der betroffenen wände mit sillikatinnenfarbe,

Silikatinnefarbe währe ein Ansatz um den Schimmel in den Griff zu bekommen. Diese Farben sind Baubiologisch wirklich gut geeignet.
Diese Farben haben als Bindemittel Kaliwasserglas und Trocknen daher auch recht langsam und man muß wirklich sauber arbeiten da Spritzer nur sehr schlecht weggehen und/oder bleibende Schäden auf Holz/Fließen o.ä. hinterlassen.

diese würde schimmel und sporen vernichten und neubildung
verhindern. ABER: das feuchtigkeitsproblem wäre nicht behoben!

Richtig. Man sollte mal analysieren woher die Feuchtigkeit überhaupf kommt. Aufsteigende Feuchtigkeit in den Aussenwänden währe ein Gedanke. (Kann natürlich auch ein falsches Lüftungsverhalten der Mieter sein)

meine vermutung ist nun, dass die feuchtigkeit sich mit der
schimmelbildung eben einen anderen weg suchen wird - hinter
der kleiderschrankwand oder sonstwo.

wenn dann sowieso jede Fläche pinseln :smile:

die wohnung an sich ist
sehr feucht, meinte der fachmann gestern auch, obwohl die
raumtemperatur mit el. thermostaten auf 20°C geregelt ist
(hier drinnen ist es ja feuchter wie draußen!)! wäre evtl. mit
extremheizen und extremlüften regelbar - was natürlich für den
mieter extreme heizkosten verursachen wird!

Was heißt den extrem feucht ? gib doch mal Temperatur und rel. Feuchte an das man weiß in welchen mass du dich bewegst bei 20 Grad können bis zu 17,3 Gramm Wasser/m³ Luft in gasförmigen zustand gehalten werden was in demfalle 100% rel. Feuchte währen anzustreben sind 60% da das ein Optimum währe Schimmel kann sich da noch nicht so richt wohlfühlen und die gefahr das deine Schleimhäute in Nase und Rachen austrocknen ist da auch noch nicht gegeben.
Draussen haben wir derzeit Temperaturen von um die 0 Grad dort sind die 100% Luftfeuchte schon erreicht wenn 4,8 g Wasser/m³ Luft enthalten sind also ist es drinnen definitiv feuchter :smile:
wenn du jetz alle Fenster aufreißt und die Komplette Luft tauschen würdest und du hast 0 Grad in der Bude und die 4,8 g Wasser/m³ Luft
und du würdest die Wohnung wieder aufheizen auf 20 Grad hättest du (rein Theoretisch gesehen) eine Luftfeuchte von 27% und das währe zu Trocken :smile:

ich mache mir nun ernsthaft gedanken, mir eine neue wohnung zu
suchen! wir haben ein 3 monate altes baby und ich hab angst,
dass es jeden winter die gleichen probleme geben wird - zu
kalt und zu feucht!

Möglich dazu aber erst mal Untersuchen woher die Feuchtigkeit kommt.

und eben schimmel an anderen stellen!
welche erfahrung habt ihr mit sillikat? und sucht sich
feuchtigkeit dann eben einen anderen weg?? es handelt sich um
eine ELW aus den 70ern, schlecht isoliert wie nun scheint!

Naja in den 70ern war der Stand der Technik auch ein anderer wie heute
kann ja auch nicht bei Ferdinant beschweren das sein Porsche 911 von 1970 keine 300 fährt so wie der Porsche 911 von heute :smile:

gruß,
sonja

Gruß Seven

Hallo Sonja,

in unserem schlafzimmer hat sich an einem außeneck schimmel
breit gemacht, ebenso in der heizkörpermulde unterm fenster!

Das sind die absolut typischsten Stellen für Schimmelbefall.
Im Schlafzimmer, da sich da über Nacht ziemlich viel Feuchtigkeit in der Luft durch das Atmen / Schwitzen ansammelt.
Aussenecke und Heizkörpernische, da das die kältesten Stellen im Raum sind und sich dadurch die Feuchtigkeit aus der Luft dort niederschlägt.

Die Heizkörpernische z.b. mit Ytong ausmauern und Heizkörper versetzen würde wahrscheinlich schon helfen.

Und natürlich ausgiebig lüften. Vorallem morgens nach dem Aufstehen.

Gruss

Hallo,

das Problem hat nichts mit aufsteigender Feuchte o.ä. zu tun, sondern damit, dass im Winter die Innenoberflächen der ungedämmten Außenwände in den Ecken, besonders hinter Möbeln, so kalt und schlecht belüftet sind, dass die Luftfeuchtigkeit sich dort als Kondensat niederschlägt und zum Schimmelwachstum führt. Im Sommer verschwindet das Phänomen wieder.

Ein paarmal am Tag kurz, aber intensiv (quer-)lüften bringt im Winter am meisten, da trockene Luft reinkommt, ohne dass die Wohnung zu sehr auskühlt. Damit sinkt dann auch die Luftfeuchtigkeit entlang der Außenwand unter den kritischen Wert, der zu Kondenswasserbildung führt.

Von einer Innendämmung ist in aller Regel abzuraten, da sie vom Wasserdampf durchdrungen wird und es dahinter dann erst recht kalt ist. Der Schimmel wächst also dann hinter der Innendämmung um so kräftiger…

Gruß
smalbop

hallo,

so, der vermieter stimmt dem anstrich zu - aber nur an den beiden außenwänden und der decke. die anderen wände im schlafzimmer werden nicht gestrichen. für uns der traurige beweis, dass wieder mal nur (wie wohl in der vergangenheit, wie uns erzählt wurde) schön drübergemalt (und auch wirklich nur an den betroffenen stellen - im restlichen raum scheint die feuchtigkeit ja nix anstellen zu können!) und die ursache jedoch nicht gesucht und bekämpft wird.

wir haben uns daher dazu entschlossen, uns im frühjahr was neues zu suchen. danke für eure antworten!

grüße,
sonja