Hallo
Mein Vater hat vor vor einigen Monaten sein Haus neu dämmen
lassen. Dh. die Zwischenräume der Außenwände mit Füllmaterial
auffüllen lassen, die Kellerdecke wurde gedämmt, ein neuer
Heizkessel wurde eingebaut, etc.
Offensichtlich ohne ausreichende Beratung durch einen Profi. Was du beschreibst passiert eigentlich zwangsläufig, wenn die Massnahmen nicht vernünftig aufeinander abgestimmt wurden.
Nun hat mein Vater seit einigen Wochen das Problem, dass er
besonders in seinem Wohnzimmer immer wieder neue
Schimmelstellen entdeckt - an Holzmöbeln, Stühlen, an
Holzantiquitäten (zB. Wanduhr), Büchern,…
Umgehend von einem Profi beraten lassen - Schimmel ist extrem gesundheitsgefährdend. Ein Posting im w-w-w reicht da nicht!
Dein Vater gefährdet seine Gesundheit und die Bausubstanz!
Möbel etwas von der Wand abrücken.
Das im Wohnzimmer befindliche Hygrometer zeigt eine
Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 80% an.
Er hat im Wohnzimmern sehr (!) viele Zimmerpflanzen, an denen
er auch sehr hängt 
Dann ist das auch nicht verwunderlich
So nun zu meinen Fragen:
- Als erstes würde ich mich sehr über allgemeine Tipps und
Ratschläge freuen!
Da liegt ein grundsätzliches Problem vor. Ihr müsst 2 Themen beachten:
- Abfuhr der Luftfeuchtigkeit
- Taupunktproblematik
Generell: Fenster kippen ist kein grosser Bringer - Fenster auf - bis der Hygrostat im grünen Bereich ist (der sollte dann aber nicht am Fenster stehen)
- Empfiehlt es sich einen Luftentfeuchter zu kaufen? Kennt
jemand ein Gerät welches empfehlenswert ist?
–>Stromverbrauch?
Das kommt auf die Situation vor Ort an.
Bei Gesundheitsgefährdung würde ich mir über Stromverbrauch erst einmal keine Gedanken machen.
Als letztes wäre noch zu erwähnen, dass mein Vater täglich 1x
gründlich lüftet.
Gut gelüftet ist, wenn gut gelüftet ist - nicht, wenn man irgendetwas macht oder nicht macht.
Grob gesagt gibt es 3 typische Luftfeuchtigkeitsproduzenten, die über das normale hinausgehen.
Es gibt zentrale und dezentrale Abluftanlagen und Lüftungsanlagen - das ist aber nicht billig und kann/sollte nur von einem Profi geplant werden.
Im Bad kann man einen Ventilator (ggf. einbauen) mit einem Hygrostaten ergänzen - dann wird so lange die feuchte Luft abgeführt, bis die gewünschte Luftfeuchtigkeit erreicht ist.
Geht auch für die Küche - falls eine Abzugshaube existiert, die die Luft nach draußen abführt: anschalten (sonst evtl auch hier über einen Lüfter nachdenken)
Was ich noch empfehle ist die Vermeidung „kalter“ Wände - denn Luftfeuchtigkeit schlägt sich immer an derr kältesten Stelle nieder. Wandheizungen und Randleistenheizungen können hier eine Lösung sein. Ich habe das z.T. mit normalen Kupferrohr weiß lackiert und aufputz geregelt - das ist dann relativ günstig.
Grüße
Michael