n meinem WG-Zimmer (50er Jahre Bau) hat sich aufgrund eines länger defekten Fallrohrs Schimmel in der Außenecke gebildet. Das Rohr wurde repariert. ein Maler kam und hat etwa 20 cm rechts und li. von der Ecke die Tapete abgetragen und mit hochprozentigem Alkohol behandelt. Jetzt soll das Ganze einfach trocknen- einen Monat, dann soll weiter gesehen werden. Er meinte zudem, die Pilze können sich erstmal weiter vermehren, da der Putz feucht sei.
Meine Frage: kann das bei einem nicht gedämmten Haus und dieser Jahreszeit wirklich so trocknen? Muß man unter diesen Umständen mit einer länger andauernden Sache rechnen? Unter der nicht abgetragenen Tapete ist auch etwas Pilz zu sehen u. Muffiger Geruch…
Leider muß ich in diesem Zimmer wohnen und schlafen…
Hallo!
Du wirst doch lüften und HEIZEN, also wird es so auch recht schnell austrocknen. Neue Nässe kommt ja nun nicht mehr, die könnte nur aus der Raumfeuchte(vom Schlafen!) kommen.
Und dagegen muss am anheizen und weglüften.
Der Maler wird es vor Ort besser gesehen haben, was ab muss, 20 cm ist vielleicht zu knapp.
Aber das sollte Dich nicht hindern da mehr abzuziehen und ggf. ebenfalls mit Alkohol zu behandeln. Gerade im Kleister sitzt der Schimmel, da muss sich oben auf der Oberseite noch nichts abzeichnen.
Eine Feuchtemessung der Wand kann auch nützlich sein, allein um den Rückgang nach 1-2 Wochen nachzuweisen.
MfG
duck313
Hallo,
ja, das ist eine gute Methode weil Alkohol sehr giftig für den Schimmel ist und zudem nicht so stark riecht wie Chlorpräparate.
Wegen dem trocknen in dieser Jahreszeit: gerade jetzt bei kälteren Außentemperaturen ist die Außenluft meist trockener als die Innenluft. Wichtig ist dass regelmäßig gelüftet wird (ca. 5x tägl. ca. 5min), dann ist auch der muffige Geruch gleich weg. Wenn du noch Schimmel siehst kannst du eventuell auch noch mit Alkohol oder Spiritus die betroffene Stelle nachbehandeln.
Wenn das mit dem Lüften konsequent gemacht wird sollte sich „die Sache“ in einigen Wochen erledigt haben. Wichtig ist allerdings auch dass ausreichend geheizt wird um das Austrocknen auch wirklich zu ermöglichen. Die betroffene Stelle ist ja jetzt feucht und eine feuchte Mauer hat eine geringere Dämmwirkung als trockene. Wenn du da am heizen sparst kann es sein dass die betroffene Stelle den ganzen Winter über feucht bleibt. (feuchte Mauer = schlechte Dämmung = Kältebrücke = Kondensation = feuchte Mauer = …)
Ich hoffe Dir geholfen zu haben und freue mich auf ein Feedback
Lg. Lois
Danke Dir! Werde den Rest der Tapete dann tatsächlich selbst abmachen… Und ihn mal auf die Feuchtemessung ansprechen. Kann man selbst ja nicht beurteilen…
Hallo Lois,
danke für die ausführliche Antwort! Der Hinweis mit dem Verhältnis zwischen Feuchte- Dämmung ist gut.
Wenn du nichts dagegen hast, frage ich nochmal kurz nach…
Also reichen etwa 20 Grad? Ist hier manchmal etwas schwierig mehr zu kriegen, 22 geht vllt. , da die Fenster undicht sind (nicht ausgeschäumt und alt…)
Und: Kann ich tatsächlich in dem Raum schlafen u. Textilien aufbewahren?
Last but not least: Traue mich mit dem Alkohol nicht wirklich selbst… Welchen soll man nehmen? Mit Wasser verdünnen?
Viele Grüße, I