Wir haben in unserer Wohnung eine Raumluft -Schimmelpilzmessung durchführen lassen. Diese Messung wurde von einen Labor durchgeführt. Nachfolgend ein kurzer Auszug aus dem Befundbericht:
Werte von mehr als 500KBE/m3 über dem Wert der Aussenluft liefern einen Hinweis auf eine Schimmelpilzbelastung (LGA Baden-Württemberg)
In der Luft des Kinderzimmers trat Aspergillus, in der Luft des Ankleideraumes Cladosporium/Alternaria deutlich häufiger auf als in der Aussenluft, so daß mit einem Wachtum dieser Pilze in den betreffenden Räumen gerechnet werden muß.
Pilze wie die hier gefundenen können Allergien und vor allem bei Personen mit geschwächtem Immunsystem Systemmykosen (z.b. Aspergillose) hervorrufen.
Die Werte im einzelnen:
Keller: 1700KBE pro m3
Ankleideraum: 1510KBE pro m3
Aussenluft: 760KBE pro m3
In den anderen Räumen liegen die Werte von 370KBE bis 630KBE.
Da mir diese Werte absolut nichts sagen, rief ich das Labor an. Die Empfehlung war, das wir uns mit einem Bausachverständigen in Verbindung setzen sollten. Einer wurde mir auch sofort empfohlen. Ob man sich darauf verlassen kann? Da ich absoluter Laie auf diesem Gebiet bin bitte ich um Hilfestellung . Vielleicht hat ja schon jemand das gleiche Problem gehabt und kann was dazu sagen. Ich möchte nämlich nicht voreilig handeln und eventuell zuviel Geld ausgeben.
Da mir diese Werte absolut nichts sagen, rief ich das Labor
an. Die Empfehlung war, das wir uns mit einem
Bausachverständigen in Verbindung setzen sollten. Einer wurde
mir auch sofort empfohlen. Ob man sich darauf verlassen kann?
Ob man sich darauf verlassen kann, weiss ich leider auch nicht.
Fest steht aber wohl, dass Du nicht darum herumkommen wirst, jemanden zu beauftragen. Es muss festgestellt werden, wie tief die Pilze im Gemäuer sitzen.
Manchmal (wenn man Glück hat) genügt es, wenn man den Pilz entfernt. Mit, wie gesagt, Glück kommt er dann nicht wieder.
In diesem Fall kannst Du eventuell Geld sparen:
Ich habe meinen Zivildienst im Bereich der Mobilen Sozialen Dienste gemacht (Betreuung zuhause, Einkaufen, Sauberhalten usw.). Einmal mussten wir eine total verwahrloste Wohnung von Grund auf Reinigen. Der Sachverständige sagte die Pilze kämen nicht aus feuchtem Gemäuer, müssten also „nur“ entfernt werden.
Wir nannten so etwas „Gummistiefeleinsatz“. Nötig ist dazu ein wirklich dichter Einweg-Overall (sollte auch über die Füsse gehen), Gummihandschuhe und (ganz wichtig!) Mundschutz.
Nach der Arbeit müssen die Klamotten unbedingt(!) weggeworfen werden. Schimmelpilze sind, gerade dann wenn sie abgekratzt werden, sehr gefährlich für die Gesundheit, besonders für die Lungen. Die Sporen fliegen dann wild in der Luft herum.
Also, wenn Du die Entfernung des Pilzes selbst vornehmen kannst, dann nur mit ausreichendem Selbstschutz!
Ich wünsche Dir alles Gute, dass es nicht an den Wänden liegt!
Meist ist es umgekehrt, zuerst sieht man den Pilz wuchern und analysiert dann. Anscheinend habt Ihr mal auf Verdacht nach Sporen suchen lassen. In meinen Augen nutzt das wenig, man muß letztlich die Quelle finden. Vielleicht hat sich beim Spaziergang jemand irgendwo hingesetzt und mit den Klamotten Pilzsporen eingeschleppt? Ich hab den Verdacht, daß man bei fast allen Leuten sowas finden könnte, wenn man bloß messen würde. Na gut, zumindest kann man anhand von Laborbefunden gezielter suchen, also z.B. nach dem schwarzen aspergillus niger in kalten Ecken, hinter Bildern oder Schränken im Kinderzimmer.
Mit den Werten kann ich auch nichts anfangen. Das Labor müßte aber mitteilen können, ob Grenzwerte überschritten sind. Da verstehe ich nicht, was der Bausachverständige soll. Der könnte später Tips zur Bekämpfung durch Baumängelbeseitigung geben. Vorerst aber würde ich selber probieren:
Nach Schimmelpilzfreundlichen Stellen fahnden: warm und feucht. Kalte feuchte Wände in warmen Zimmern? Lagerstelle feuchter Sachen?..
Diese dann trockenlegen.
Den Schimmel abwaschen, mit Spiritus einsprühen. (Die Vollschutz-Kleidung halte ich nur bei äußerst massivem Befall für angebracht und natürlich, wenn Leute beruflich ständig damit zutun haben.)
Später nochmal vom Labor messen lassen. (Was kostet sone Messung? Vielleicht lohnt sich das nicht.)
Und wenn Ihr nirgends Schimmel findet? Ich hab von Schimmelsuchhunden gehört, die aber den Nachteil hatten, daß sie nur bis 1m hoch schnüffeln konnten. Hm.
Tschuess, Sven.
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Hallo,
KBE=Kolonien Bildende Einheiten
Ob die gemessenen Werte gefährlich sind kann ich leider nicht beutreilen, vielleicht findest du auf http://www.schimmelpilz.de/ nähere Infos!?
Mit Schimmelschutzfarben kann man den Pilzen den garaus machen, diese enthalten verschiedene Biozide gegen die Pilze. (Meist Kombinationen).
Gruß Alex
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Da mir diese Werte absolut nichts sagen, rief ich das Labor
an. Die Empfehlung war, das wir uns mit einem
Bausachverständigen in Verbindung setzen sollten. Einer wurde
mir auch sofort empfohlen. Ob man sich darauf verlassen kann?
Da ich absoluter Laie auf diesem Gebiet bin bitte ich um
Hilfestellung . Vielleicht hat ja schon jemand das gleiche
Problem gehabt und kann was dazu sagen. Ich möchte nämlich
nicht voreilig handeln und eventuell zuviel Geld ausgeben.
Viele Grüße
Günter
Schau doch einmal unter http://members.aol.com/schimmelhaus
nach. Unter der Rubrik „Gutachten“ findest Du zwei Stück (Fresenius und Böge) aus denen Du sehr viele Informationen und auch Antworten finden kannst.