Schimmpelpilz Bad

Hallo zusammen,

hoffe ich bin hier richtig, passte IMHO Nicht in Innenarchitektur…

Folgendes, ich kann Ende des Jahres in eine Wohnung ziehen, die
preiswerter und besser gelegen ist als meine derzeitige. Ich war
dort zur Besichtigung. Im Bad sind die Wände verschimmelt (keine
Ahnung wer da vorher gewohnt hat, aber ist doch giftig das Zeug
oder?). So nun meine Frage: Die renovieren das ja neu, kriegen
die diesen Schimmel wirklich weg, oder schlummert der dann da
rum und kommt wieder oder vergiftet mich heimlich? Da sind vor
kurzer Zeit neue Fenster eingebaut worden, das Haus ist von 1910.

Hier ein paar Handybilder die ich gemacht habe, vielleicht hilft
das:

http://www.turkie.de/Bild012.jpg
http://www.turkie.de/Bild013.jpg
http://www.turkie.de/Bild014.jpg

Vielen Dank,

Alex

huhu,

ich glaube, das kann man von einem foto nicht beurteilen, ob der wiederkommt oder nicht.

das haengt mit der lage des hauses zusammen und wie die lueftungsverhaeltnisse im haus sind.

bevor du einziehst, lass das von profis vor ort begucken, wundere dich, warum der alte mieter ausgezogen(oder verstorben)ist und frage dich, warum es so billig ist.

mfg:smile:
rene

Hallo Alexander!

Die renovieren das ja neu, kriegen die diesen Schimmel wirklich weg,
oder schlummert der dann da rum und kommt wieder…

Entscheidend ist die Ursache des Schimmels. Ursache kann schlicht mangelhafte Lüftung und deshalb langandauernd zu hohe Luftfeuchtigkeit sein. Wird der Schimmel beseitigt und fortan ordentlich gelüftet, ist alles gut.

Es kann aber auch sein, daß die Wände zu kalt sind, weil das Haus nicht ordentlich isoliert ist. Bei diesem Bild http://www.turkie.de/Bild014.jpg handelt es sich ganz sicher um eine Außenwand und der Verdacht eines Gebäudemangels liegt jedenfalls nicht fern.

Aber auch bei Gebäudemängeln spielen die Nutzungs- und Lüftungsgewohnheiten eine Rolle. Wenn ein Badezimmer regelmäßig zum Dampfbad ohne Lüftung gemacht wird, schimmelt es auch im feinstens isolierten Gebäude.

Gruß
Wolfgang

Hallo Alex,

der Schimmelbefall hängt auch mit den neuen Fenstern (im Altbau!)zusammen. Alte Fenster schliessen nie so dicht ab, wie die neuen Thermopenfenster, da kommt es in alten Gebäuden schnell zu solch einem Schimmelbefall…wenn dann noch die Lüftungsgewohnheiten des Vormieters nicht die besten waren…das hat dann aber nichts mit einem Baumangel zu tun…ältere Bauwerke sind auf einen ganz anderen Luftdurchsatz ausgelegt.

Ob der Pilz bereits das Mauerwerk erreicht hat, lässt sich anhand von Photos nicht eindeutig bestimmen. Das kann nur ein Fachmann vor Ort feststellen. Bevor das nicht geschehen ist und man weiss, dass der Befall nur oberflächlich ist, würde ich diese Wohnung nicht mieten.
Das Problem ist, dass das was Du von dem Schimmel siehst nur deren Fruchtkörper sind. das Myzel des eigentlichen Schimmelpilzes kann wer weiss wie tief ins Mauerwerk gehen.

Was ist denn das neben den Fenstern? Sind das Reste vom PU-Schaum? Wenn da auch der Schimmel drinsitzt würde ich Abstand nehmen.

Was der Vormieter besser mal gelesen hätte:
Zum Thema richtig Lüften und Heizen:
http://www.baustoffchemie.de/db/lueftungsverhalten/
http://www.immobilienscout24.de/de/umzug/mietertipps…

Nach Einbau neuer Fenster und weiterführende Themen:
http://www.sueddeutsche.de/immobilien/mietenvermiete…

Gruß
Maja

Hallo Maja!

der Schimmelbefall hängt auch mit den neuen Fenstern (im
Altbau!)zusammen. Alte Fenster schliessen nie so dicht ab, wie
die neuen Thermopenfenster, da kommt es in alten Gebäuden
schnell zu solch einem Schimmelbefall…wenn dann noch die
Lüftungsgewohnheiten des Vormieters nicht die besten
waren…das hat dann aber nichts mit einem Baumangel zu
tun…ältere Bauwerke sind auf einen ganz anderen Luftdurchsatz
ausgelegt.

Das ist genau die Stelle, an der sich die Geister scheiden. In einem alten Haus, das während der Heizperiode hohe Temperaturdifferenzen zwischen Wandoberfläche und Raumlufttemperatur aufweist, haben dicht schließende Fenster als alleinige Maßnahme nichts verloren. Dabei hilft auch Lüften nur in Grenzen. Jedes an eine Außenwand gestellte Möbel wird mitsamt der Wand bald verschimmeln. Ich halte deshalb dicht schließende Fenster in einem Altbau für einen Baumangel, wenn nicht noch weitere Baumaßnahmen dazu kommen.

Das wird weithin, zumal von Altbau-Vermietern, anders gesehen. Wenn aber ein altes Haus mit den alten zugigen Fenstern nicht verschimmelt und mit den neuen Fenstern bildet sich Schimmel, dann fällt mir dazu keine andere Bezeichnung als Baumangel ein. Thermisch schlecht isolierte Altbauten sind ohne weiteres für dicht schließende Fenster nicht geeignet.

Dicht schließende Fenster sind im Altbau nur dann sinnvoll, wenn man gleichzeitig die Wände knochentrocken legt und dämmt. Bei Gebäuden mit historischen Fassaden kommt eine Außendämmung der Wände oft nicht in Betracht und eine Innendämmung ist insbesondere im Bereich von Deckenauflagern und Wandanschlüssen mit so hohem Aufwand verbunden, daß es einer Entkernung gleich kommt. In solchen Fällen muß man mit technischen Lüftungseinrichtungen für den erforderlichen Luftaustausch sorgen. Das wiederum setzt in beheizten Räumen eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung und dafür geeignete Heizungstechnik voraus. Das ist alles andere als billig, aber immerhin eine dauerhaft tragfähige Lösung. Aber einfach nur dichte Fenster in ein altes Haus einsetzen und dem Mieter etwas vom Lüften erzählen, mag zwar vielerorts üblich sein, ist aber trotzdem unsachgemäß.

Das mengenmäßig größte Problem sind aber gar nicht die Gebäude mit den historischen Fassaden, sondern der Altbaubestand insbesondere aus den 50er bis 70er Jahren. Bei solchen Gebäuden ist eine Außendämmung regelmäßig möglich.

Gruß
Wolfgang