Hi Bobby,
Nachtruhe wäre für mich je nach Arbeit
angesagt, deshalb auch ab und an schon sehr viel eher, aber
maximal ab 12 Uhr. Ist das zu wenig?
Schlaf ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Das heißt: Manche brauchen viel, manche weniger. Wieviel Schlaf Du brauchst, spürst Du am besten selbst. Wenn Du am nächsten Morgen müde und zerschlagen bist, wars zu wenig.
Ärzte sagen gemeinhin, daß alles, was zwischen 5 und 10 Stunden pro nacht liegt und wobei man sich gut fühlt, auch gesund ist.
Mehr Infos zu Schlaf und Schlafbedürfnis findest Du hier (als Beweis für Deine Mutter *fg*):
http://www.schlafgestoert.de/Schlafallgemein/seitesc…
http://www.lifestylemagazin.de/magazin/gesund/gesund…
So, und jetzt verlassen wir mal den Nebenschauplatz und widmen uns Deinem wirklichen Problem.
Und das ist nicht der Schlafmangel. Das ist Dein Verhältnis zu Deiner Mutter - schätze ich.
Du schreibst:
Ich fühle mich auf extremste Weise einer Freiheit beraubt, die
mich den ganzen Tag unruhig macht.
Wenn Du dadurch Unruhegefühle hast, es Dich den ganzen Tag über bedrückt, was Deine Mutter abends wohl sagen könnte, dann ist das kein unwesentliches Problem. Du scheinst wirklich unter der Situation zu leiden.
Und das auch zu Recht. Denn:
wenn ich gesagt bekomme, wann ich abends ins Bett zu gehen
habe? (22 Uhr ihrer Meinung nach)
Hallo? Du bist 17! Du kannst Dich auch gern bis Mitternacht in Diskos rumtreiben, und sie will, daß Du um 10 im Bett bist?
Meine Noten bewegen sich
im guten 2er-Bereich, worüber ich auch kritisiert werde.
Sie kritisiert Dich für Noten im „guten 2er Bereich“??? Da fällt mir nun kaum was mehr zu ein, das sind doch prima Noten!
Wie ich es sehe, setzt Dich Deine Mutter ganz gewaltig unter Druck, und zwar in mehr Dingen als nur der Frage nach Schlaf. Woran das liegt, kann ich aufgrund Deiner kurzen Mail leider nicht genau beurteilen.
Vielleicht (ich betone vielleicht, ich kenne Deine Mutter und Euer Verhältnis nicht) kann sie sich ja einfach nicht mit der tatsache abfinden, daß ihr „lieber kleiner Sohn“ erwachsen wird und sich ihr entfremdet.
In jedem Fall kann ich verstehen, daß Du mit der Situation nicht umgehen kannst. Was also tun?
Wie kann ich meiner Mutter klar machen, dass es mich unter Druck setzt, […]
Das Einfachste: Sage es ihr. Sprich mit ihr drüber. Und versuche, ihr generell klar zu machen, daß sie Dich nur unglücklich und unsicher macht, wenn sie Dich dergestalt unter Druck setzt. Erkläre ihr, daß Du mit 17 eigenständige Entscheidungen treffen kannst, und daß Deine Schlafenszeit eine davon ist.
Vielleicht hat sie ja wirklich Ängste, Dich mit dem Erwachsenwerden zu verlieren? Möglicherweise kannst Du auch das thematisieren - das kommt auf Euer Verhältnis an.
Jedenfalls würde ich vom Kleinen ins Große vorgehen: Klär erst mal die Sache mit der Schlafenszeit, danach kannst Du Dir ja Gedanken über Euer generelles Verhältnis machen und das vielleicht sogar bei Deiner Mutter ansprechen.
Würde mich freuen, wieder mal von Dir zu hören, wie das weiterging.
Alles Gute und viel Erfolg!
Liebe Grüße,
Nike