Hallo
ich habe irgendwie den Eindruck, als würde ich im Schlaf bei mir ein Reset gemacht werden. Im Lauf des Tags geht es mir immer zusehends besser, ich erlange Energie und Zufriedenheit mit mir selbst, Selbstsicherheit, Wachheit, aber jedes Mal nach dem Schlafen ist es so, als würde ich wieder von vorne anfangen, als würde ich depressiv aufwachen, und muss mich dann aufs neue meinen Ängsten stellen und diese vermindern, was auch funktioniert. Jeden Morgen wache ich unsicher, ängstlich, mit Überforderungsgefühlen, entscheidungsschwach und mit Gedankenkreisen auf.
Gibt es irgendwie die Möglichkeit, das ich das Befinden des Abends irgendwie über den Schlaf in den Morgen mitnehmen kann?
mfg
J.A.H
Hallo
Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, jedoch deine Schilderung kann sich anhören an eine beginnende Depression. Versuche es abzufangen, bevor es kritisch werde. Lebe gesund, treibe Sport leiste dir was, was dir Freude macht, vermeide Stress. Gute Freunde werden jetzt sehr wichtig. Sollte alles das nicht helfen dann ist der Weg zum Arzt notwendig.
Gute Besserung
Geo2008
Hallo,
das Befinden kenne ich als ein Bestandteil der Depression - bin selber chronisch depressiv. Die zweite Hälfte des Tages, bzw. gegen 17.00 / 18.00 Uhr wird die Stimmung besser, oft hat man das Gefühl geheilt zu sein. Und obwohl man mit diesem Gefühl, dieser Hoffnung ins Bett geht, ist es jeden Morgen wieder weg, der Druck, die Angst, den Tag nicht zu überleben, nehmen die Oberhand … so geht es tagein tagaus, bis diese Ohnmacht irgendwann mal plötzlich verschwindet und die Stimmung ist schon beim Aufstehen super. Das ist meine Erfahrung: Es wird mal wieder gut, das Problem ist, die Zeit bis dahin zu schaffen.
Eine Möglichkeit, selber Einfluss darauf zu haben,ist mir leider nicht bekannt.
Ich wünsche Dir viel Kraft und viel Geduld.
Jacqueline (61)
es tut mir aufrichtig leid, aber hier kann ich leider nicht helfen.
Joki
Hallo J.A.H
ich denke, dass du am Anfang einer Depression stehst.
Da ist es durchaus möglich morgens mit negativen Gefühlen aufzustehen und diesen Zustand durch fortwährende Aktivitäten über den ganzen Tag auch wieder zu überwinden.
Ich rate dir auf jeden Fall mit deinem Hausarzt oder einem Psychiater darüber zu reden.
Da sich bei einer Depression der Stoffwechsel im Gehirn krankhaft verändert muß man das mit Medikamenten korrigieren. Anders geht das leider nicht. In deinem Fall reicht wahrscheinlich ein leichtes Antidepressiva aus.
Anschließend müßtest du schauen, warum du so geworden bist. Ein Psychotherapeut ist da meistens sehr hilfreich.
Ich selbst bin kein Arzt, habe diese Krankheit aber st schon seit 5 Jahren und habe alle Höhen und Tiefen, die die Depression so bewirken kann, durchlebt. Ich leite seit drei Jahren eine Selbsthilfegruppe und habe auch dadurch viel Erfahrung. Wenn du noch mehr Fragen hast, kannst du mich auch unter [email protected] erreichen.
Gute Besserung wünscht dir
Johnny
Hallo JAH,
deine beschwerden könnten von einer depression herrühren. Damit sollte man einen facharzt kontaktieren. Der hilft die bestimmt.
Alles gute
Karl
Hallo,
an Hand der Beschreibung kann ich aus der Entfernung nichts genaues sagen. Der beste Tipp den ich geben kann ist sich mit einem Somnologen bzw. einem Schlaflabor in der Nähe in Verbindung zu setzten. Dort hat man sicher die Möglichkeit und die Technik zur genaue Diagnose. Da es verschiedene Ursachen für das Problem geben könnte ist eine differenzierte Diagnose das Sinnvollste. Ich empfehle auf die Webseite der DGSM (Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin) nach einem neurologischen Schlaflabor in der Nähe zu suchen.
Ich hoffe das hilft weiter.
Liebe Grüße
Chen
Hallo,J.A.H,
dieses Gefühl kenne ich nur zu gut.Eine Besserung habe ich erreicht,indem ich mir für den Tagesanfang etwas leichteres , evtl.angenehmes einplane.Und es ist eigentlich normal,daß man etwas Zeit braucht,um „auf Touren“ zu kommen.Eine Art Lampenfieber vor den Anforderungen des Tages ist sicher auch dabei.Soviel fällt mir im Augenblick ein.Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.
Alles Gute
Werner
Hallo,
mmmh, ich kenne mich mit Schlafmedizin nicht so aus.
Typischerweise ist es aber auch aus meiner eigenen Erfahrung so, dass ich morgens nach dem Aufwachen am anfälligsten bin für Ängste usw.
Ich erkläre mir das so, dass man kurz nach dem Aufwachen psychisch eher „verwundbar“ ist bzw. sich so etwas wie eine Schutzschicht noch nicht wieder etabliert hat (durch den noch nicht ganz bewussten Zustand).
Im Übrigen ist es z. B. bei Depressionen ganz „normal“, dass es den Betroffenen morgens am schlechtesten und abends manchmal ein wenig besser geht.
Ein Mittel dagegen fällt mir jetzt nicht wirklich ein. Mir persönlich hilft es, an solchen Morgen dann baldmöglichst aufzustehen und meinen Tag anzufangen, denn aus Erfahrung weiß ich, das alles nur noch schlimmer wird, wenn ich mich dann nicht aus dem Bett traue.
Viele Grüße und alles Gute,
Annette
hallo,
kann dir leider nicht viel dazu sagen, aber: hast du morgens schon mal blutdruck gemessen?
hoffe, du findest jemanden, der dir mehr dazu sagen kann.
gruß
renate
Hallo J.A.H.,
es gibt keine Möglichkeit das Befinden über die Nacht mitzunehmen. Unser Befinden, unser Gefühlsleben ist ständig im Fluß und verändert sich fortwährend. Und mir persönlich erscheint das so auch ganz lebendig und gut. Also insofern kann ich Ihnen nicht helfen.
Mir gehen darüber hinaus noch ein paar Gedanken zu Ihrer Anfrage durch den Kopf:
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erscheint es mir so, als ob Sie vielleicht tagsüber Ihre Ängste nur verdrängen und unterdrücken. Es könnte Sinn machen, dass Sie sich mit Ihrer Überforderungen und Gedankenkreisen näher, tiefer und intensiver beschäftigen. Sie könnten so heraus bekommen, was in und hinter den Ängsten steht und so im Sich-annähern die Ursachen besser kennen lernen und Möglichkeiten finden, etwas zu verändern.
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könnten Sie danach schauen, was Ihnen über den Tag hilft Energie und Selbstsicherheit zu schöpfen. Vielleicht können Sie davon etwas schon am frühen Morgen für sich nutzen und die depressiven Befindlichkeiten verkürzen.
Ich hoffe meine Worte waren nützlich, andernfalls vergessen sie sie einfach wieder. Wenn sie noch weitere Fragen oder Gedanken äußern wollen, bin ich gerne zu einem weiteren Austausch bereit und würde mich darüber freuen.
Viele Grüße
Thomas
Hallo,
leider kann ich dir da nicht helfen. Du wirst im Schlaf etwas verarbeiten, was in dir wütet… oder du hast keinen erholsamen Schlaf, weil Du wirklich physiologische krankhafte Probleme hast (Atemaussetzer etc.).
Würde mal in ein Schlaflabor gehen oder nachdenken, was Dich da nachts so beschäftigen könnte.
Hallo
Das ist leider ein Kennzeichen einer Depression, dass sie am Morgen am unangenehmsten ist aber im Laufe des Tages besser wird. Sollten Sie Antidepressiva nehmen, dann können sie damit rechnen, dass die Symptomatik einmal ganz verschwindet. Um einen Rückfall zu vermeiden, sollten Sie die die Medikaménte nicht zu früh absetzen und eventuell eine Gesprächstherapie beginnen.
Alles Gute
Hallo,
leider habe ich keinerlei Erfahrung bezüglich Schlaf Psychologie.
Sorry
mfg
Hallo leider komme ich wegen akuter Arbeitsüberlastung erst jetzt dazu kurz zu antworten.
Um eine qualitative vernünftige Antwort auf die Frage zu geben, müßte ich das Problem genauer diagnostizieren hierzu wäre eine gründliche Anamnese notwendig. Mein Empfehlung wäre in diesem Fall sich wirklich ein einen qualifizierten Somnologen zu wenden. z.B. in einem Schlaflabor. Hierbei aber unbedingt darauf achten, das es sich um ein neurologisches (kein internistisches!!!) Schlaflabor handelt. Am besten mal auf dder Seite der DGSM nachschauen (unter akreditierte Schlaflabore).
Ich hoffe, die Information hilft ein klein wenig.
Liebe Grüße