Schlafdauer beim Menschen

Moin

Da man über google alle möglichen Angaben findet und ich nicht weiss welchen man trauen kann frag ich jetzt hier:

Wieviel Schlaf braucht ein junger (20-30 Jahre) Mensch durchschnittlich pro Tag ?

Wieviel gilt als Grenze zum ungesunden/abnormalen ?

Danke

Hallo!
Ich kenn das so Kinder:Sollten 12 Stunden sein,minimum 10 Stunden,Erwachsene sollten 8 Stunden sein,unter 6 Stunden wird es auf Dauer ungesund.So hab ich das gehört,ob das so stimmt kann ich nicht sagen.

Gruß Frank

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Hi Pumpkin,

Braucht???

Ich denke das ist bei jedem Menschen unterschiedlich.Wenn ich nicht geweckt werde,dann ratz ich leicht und locker 14 Std durch.Das ist bei mir keine Ausnahme,das schaff ich mehrere Nächte hintereinander.Bei mir klingeln morgens 3 Wecker damit ich mich nach 10 Std.Schlaf aus dem Bett quälen kann.
Ich bin zwar schon Ende 30,konnte dieses aber schon seit früher Kindheit.
Erholsame Nachtgrüße.

Eileen

Hallo,

Wieviel Schlaf braucht ein junger (20-30 Jahre) Mensch
durchschnittlich pro Tag ?

das kann man nicht so beantworten, daß ein pauschaler SOLL-Wert für alle herauskommt. Dementsprechend steht in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation WHO zur primären Insomnie:

„Insomnie ist ein Zustandsbild mit einer ungenügenden Dauer oder Qualität des Schlafs, die über einen beträchtlichen Zeitraum bestehen bleibt. Die tatsächliche Abweichung von der allgemein als normal geltende Schlafdauer, sollte nicht das Hauptkriterium für die Diagnose einer Insomnie sein, da manche Menschen nur sehr wenig Schlaf brauchen und sich nicht als schlafgestört betrachten (sogenannte Kurzschläfer). […]“

Als vital notwendig gilt jedoch dem Psychologen Birbaumer und dem Physiologen Schmidt ein Kernschlaf von 4 Stunden. Natürlich kann man auch mal ein paar Tage weniger schlafen (siehe oben). Menschen, die im Mittel 6-8 Stunden am Tag schlafen, leben im Durchschnitt 2-3 Jahre länger als Kurz- ( 9 Stunden Schlaf).

Grüße,

O. Walter

Hallo pumpkin

Jemand schlaeft dann die richtige Zeit, wenn er auf Dauer ein aktives
Leben fuehren kann, das also nicht von Schwaeche und
Antriebslosigkeit gepraegt ist. Zu wenig Schlaf kann ebenso zu
Leistungsabfall fuehren wie zu viel.
Welche Zeitdauer die richtige ist, ist individuell sehr verschieden.
Und nicht nur die Dauer spielt eine Rolle sondern die Abstimmung des
Schlafes auf den persoenlichen Biorhytmus. Du kennst sicher die
Unterscheidung zwischen Eule und Nachtigall in diesem Zusammenhang.
Vor 100 Jahren war die durchschnittliche Schlafdauer eine oder zwei
Stunden laenger als heute, ohne dass sich der Mensch in dieser Zeit
weiterentwickelt haette.
Viele Menschen schlafen zu wenig, was fuer den Koerper Stress
bedeutet. Der Leistungsabfall, der sich einstellt, wird mit Kaffee
oder anderen Mitteln zu ueberdecken versucht. Auf Dauer fuehrt dies
zu Bluthochdruck und anderen Erkrankungen.
Es gab Experimente, die die richtige Schlafdauer ermitteln sollten.
Dazu wurden Menschen in eine Umwelt gebracht, in der es kein
Tageslicht gab. Es stellte sich eine durchschnittliche Schlafdauer
von 10,3 Stunden ein, die die Forscher zum Normwert erklaerten.
Heute wird diese Schlussfolgerung und auch die Logik des Experimentes
nicht mehr akzeptiert, glaube ich.
Die gegenwaertige Schlafforschung erkennt an, dass es grosse
individuelle Unterschiede in der gesunden Schlafdauer gibt, naemlich
zwischen 4 und 12 Stunden taeglich bei einem Erwachsenen. Die
Schlafdauer nimmt mit dem Alter ab. So lange die Leistungsfaehigkeit
erhalten bleibt, ist der Schlaf gesund.
Man fokussiert heute weniger auf die Schlafdauer als auf den
Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt (in ihrer Abstimmung auf die
Schlafphasen) und auf die Schlafqualitaet. Als qualitaetsmindernd
gelten Laerm, Schnarchen, Alkohol u.a.
Es gab auch Studien, die einen Zusammenhang zu zeigen meinen zwischen
der Schlafdauer und dem Herzinfarktrisiko. Demnach soll niemand
laenger als 7 h schlafen, aber auch nicht wesentlich kuerzer.

Das Gedaechtnis haengt sehr stark vom Schlaf ab. Jemand kann zwar
leistungsfaehig bleiben, wenn er z.B. 6 h schlaeft, aber
nichtessentielle Daten werden erst zwischen der 6. und der 7. Stunde
in diesem Beispiel abgespeichert. Darunter fallen Vokabeln oder
anderer Lernstoff. Deshalb sollte man in der Pruefungsvorbereitung
darauf achten, dass man viel schlaeft, also auch frueh mit dem Lernen
anfaengt. Durchlernte Naechte widersprechen der Funktionsweise des
Gedaechtnisses, auch wenn sie manchmal trotzdem zum Erfolg fuehren,
was das Bestehen der Pruefung angeht, nicht aber was eine dauerhafte
Aneignung des Wissens betrifft.

Gruss, Tychi

Danke an alle, war sehr informativ. (owt)
.

Everything You Always Wanted To Know About Sleep
Hallo pumpkin!

Ich fand diese Seite zum Thema Schlaf sehr lesenswert, ist allerdings Englisch:

http://circadiana.blogspot.com/2005/01/everything-yo…

Schlaf gut :wink:
Frauke