Ich spreche hir ein Thema an, über das wir schon seit längerem in der Verwandschaft diskutieren. Wir haben auch keine Erklärung dafür. Vielleicht kann mal jemand ein paar Tipps geben, die wir dann weiterreichen.
Also folgendes:
Meine Schwägerin und ihr Mann haben 3 Kinder. 7,5 und 3 Jahre alt.
Der kleinste schläft nur mit Mama im Ehebett. Die 5 jährige schläft im Zimmer des 7 jährigen, aber nur , wenn der Ehemann auf einer Matraze (auf dem Boden)daneben liegt. Der 7 jährige schläft im Zimmer der 5 jährigen.
Es dauert jeden Abend mindestens 2 1/2 !!! Stunden um die Kinder ins Bett zu bringen. Die Eltern können nichts mehr machen, sondern müssen mit den Kindern ins Bett, da die sonst einen Mordskrawall machen und schreien bis der Arzt kommt. Was ist hier schiefgelaufen ? Kann man da noch was drehen ? Was können wir als Angehörige machen ?
Hallo, Andre!
Mal ganz abgesehen davon, daß ich Schlafrituale in dieser Form sicherlich nicht „einreißen“ lassen würde (meine Nerven!), geht es *euch* auf den Wecker oder sind die Eltern der drei Kinder der Ansicht, daß sich da etwas ändern müßte? Wenn die nämlich auf dem Standpunkt stehen, daß das alles so in Ordnung ist, dann würde ich auch nicht versuchen, sie von etwas anderem zu überzeugen…
Ist mir aus deinem Posting nicht ganz klar geworden.
Güßlis,
Sams
Es ist so, dass schon alle (Eltern, Freunde, Angehörige usw. total genervt sind. Die Mutter jammert ja auch, dass der Zug schon abgefahren ist. Also ganz zufrieden ist man mit dieser Situation nicht !
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Hallo,
das hört sich ja alles nach einem bevorstehenden Machtkampf an. Ich denke auch, dass vor allem die Eltern es wollen müssen, dass sich die Situation ändert.
Mein Sohn hat auch ca. 3 Jahre lang bei mir im Bett geschlafen. Irgendwann jedoch hat es nicht nur meinem Mann gereicht, sondern auch mir selbst. Der Junge war ganz offensichtlich kein kleines Baby mehr.
Es ging jedenfalls nicht ohne Schreien ab. Des Kindes, nicht durch mich. Ich blieb konsequent und genauso stur. Es dauerte bestimmt nicht länger als eine Woche, dann waren die Fronten geklärt…
Rituale sind sehr wichtig. Ein kurzer Trickfilm zusammen mit einem Elternteil, dann Abendbrotessen, Zähne putzen/waschen, eine Geschichte (Betonung auf EINE) vorgelesen, und „Gute Nacht“. Wenn er geweint hat, bin ich ohne Licht anzumachen ins Zimmer, habe ihn KURZ getröstet, wieder hinaus. Als Licht nur eine kleine Nachtlampe, die Tür konnte ruhig offen bleiben.
Vielleicht hilft ja auch, selbst nicht fernzusehen, wenn das Kind am Einschlafen ist. Mein Sohn merkte schnell, dass die Dinge, die wir tun, während er im Bett liegt, überhaupt nicht aufregend und super-interessant, sondern ziemlich langweilig sind. Jetzt ist er 7 und mosert überhaupt nicht mehr.
Viel Glück,
Jana
Die Kinder haben ihre Eltern gut erzogen!
Hallo,
also ich kann nun wirklich nicht verstehen, wie sich Eltern sowas bieten lassen können!? Ich behaupte nicht dass es bei meinen beiden Kleinen immer perfekt läuft, aber bei der Beschreibung stellen sich mir doch die Haare auf. Überlege doch mal ernsthaft wer hier wen erzieht: „die Eltern müssen ins Bett gehen!“ Natürlich haben meine beiden auch schon oft versucht drauf zu bestehen dass ich dableibe - ich habs nur bei der ersten gemacht bis der zweite kam, und war froh als das aufhörte. Nicht ohne Geschrei ihrerseits natürlich, aber wer erwartet das? Lange hat es jedenfalls nicht gedauert bis sie sich dran gewöhnt hat. Wenn es denn unbedingt sein muss empfehlt ihnen das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ - ich steh nicht hinter der Methode was Babys angeht, auch denke ich dass Kinder die Anwesenheit anderer nachts mögen und daher wenn sie wollen beieinander schlafen sollten statt allein, aber die Kinder sind gross genug ohne ihre Eltern einzuschlafen!- eigentlich auch gross genug dass es ohne so ein Programm gehen sollte! Aber Konsequenz scheint nicht so die Sache dieser Eltern zu sein, und offensichtlich sind sie recht hilflos und lassen sich einfach tyrannisieren. Den „Krawall“ muss man eben einige Tage in Kauf nehmen - aber was ist das schon? Ich bin der Ansicht, wenn die Eltern etwas anderes wirklich WOLLEN, dann können sie das auch durchsetzen (wenn es selbst die Kinder können…). Vorausgesetzt ist dass die Eltern wissen, dass sie damit ihren Kindern nichts antun, sondern dass eine Änderung der Situation für alle Seiten nur gut sein kann.
Machts gut,
Andrea
Hy,
genau meine Meinung.
Bei unserer Tochter haben wir auch von Anfang an versucht (mal mehr, mal weniger erfolgreich), daß sie alleine einschläft. Unsere Süsse wird jetzt 10 Monate und das funktioniert wunderbar.
Kann den Eltern nur raten, die „Notbremse“ zu ziehen, und die Situation sofort zu ändern (ich würd ja wahnsinnig werden) - Hat man(Frau und Mann - EhePARTNER!!!) da überhaupt noch ein Ehe-Leben??? - Denn ich finde Kinder sollten sich nach der Familie richten, nicht die Familie nach den Kindern (klingt hart - ist aber meine Meinung)
gruss
Andy
ich kann wärmstens das buch empfehlen:
„jedes kind kann schlafen lernen“ gibts in jeder größeren buchhandlung.
ist am anfang etwas mehr stress - falls das überhaupt möglich ist, aber dann ist es wunderbar!
vorausgesetzt, die eltern wollen es wirklich ändern.
Gemeinsames Kinderschlafzimmer?
Hallo Andre!
Hört sich ja furchtbar an. Haben die Eltern schon mal überlegt, mit den Kindern zusammen eines der Zimmer als gemeinsames (für die Kinder gemeinsames! Die Eltern schlafen in ihrem Zimmer!) einzurichten? Der siebenjährige scheint übrigens ja doch gut alleine schlafen zu können. Den kann man ja vielleicht ködern mit „du bist ja schon so groß, du darfst (!!!) ja schon ein eigenes Zimmer haben“. Den beiden Kleineren richtet man dann eben ein gemeinsames Schlafzimmer ein.
Wenn ich nach unseren beiden Söhnen (9 und 3) gehe, so kommen mir da folgende Gedanken und Erinnerungen:
Solange unser Großer alleine war, beschwerte er sich ständig darüber, dass Mama und Papa nachts zu zweit wären und er immer alleine. Da konnten wir natürlich wenig machen. Immerhin haben wir ein Nachtlicht eingeführt (einen leuchtenden Globus) und unser Sohn hatte einen Cassettenrecorder, so dass er Geschichten oder Lieder hören konnte, bis er einschlief. Er hat auch des öfteren in unserem Bett geschlafen, allerdings wurde es ihm - da muß er so ungefähr vier gewesen sein - zu eng bei uns (wir haben natürlich sprachlich etwas nachgeholfen: also weisst du, wenn du auch noch in unserem Bett schläfst, dann bin ich morgens immer ganz gerädert und bin dann knatschig, weil ich nicht gut geschlafen habe. Was ist dir lieber, bei uns im Bett schlafen oder eine Mama/ein Papa, der/die ausgeruht und lieb ist?).
Als unser Kleiner geboren wurde, wollte unser Großer unbedingt, dass er bei ihm im Zimmer schlief. Das haben wir dann auch gemacht, obwohl uns manchmal (der Große ging ja schon zur Schule) auch nicht ganz wohl dabei war. Das ging aber ein Weile ganz gut.
Irgendwann beschwerte sich der Große ständig über den Kleinen, tagsüber wie nachts (weil er alles kaputt mache und nachts palaver etc.), worauf wir beide auseinanderholten und der Kleine umzog aus seinem Gitterbett in ein eigenes großes Bett („er sei ja jetzt schon groß“). Die ersten Nächte verbrachte der Große im Bett des Kleinen (der hat eine viel bessere Matratze, ein schöneres Bett") und umgekehrt. (Dem Kleinen war das neue Bett wohl noch nicht so ganz geheuer.) Manchmal schliefen auch beide in einem Bett. Nach ein paar Nächten schlief dann jeder in seinem Bett. Manchmal (wenn es Palaver gegeben hat, aber nicht immer) schlafen beide Jungen noch immer zusammen in einem Bett. Der Große schläft überhaupt nicht mehr bei uns. Der Kleine kommt meistens irgendwann in der Nacht. Sind mein Mann und ich dann noch nicht im Bett, wird er zurück in sein eigens verfrachtet, ansonsten bleibt er auch schon mal. Schläft er zu unruhig, wird er auch mitten in der NAcht schon mal umgebettet. Da wir von unserem Großen wissen, dass er irgendwann von ganz alleine damit aufhören wird (Jedes Kind will groß sein!), machen wir uns damit keinen Stress.
Bei deinen Nichten und Neffen hört sich das allerdings sehr nach Stress an. Warum setzen sich nicht alle zusammen und erörtern das Problem? Die Kinder sind meiner Erfahrung nach dafür alt genug. Also hört mal zu, würde ich sagen, Mama und Papa müssen tagsüber arbeiten und wir möchten ja auch für euch da sein, mit euch spielen etc. Aber wenn wir bei euch schlafen müssen, schlafen wir schlecht und sind unsausgeschlafen und knatschig. Lasst uns des nachts in unsere Betten und es wird euch tagsüber besser gehen. (Das kann man durchaus auch praktisch demonstrieren.) Wenn ihr nicht alleine schlafen mögt, lasst uns gemeinsam überlegen, wie wir die Zimmer einrichten und verteilen.
Auf jeden Fall wünsche ich euch allen, das ihr eine für alle lebbare Lösung findet.
Susanne
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Es ist so, dass schon alle (Eltern, Freunde, Angehörige usw.
total genervt sind. Die Mutter jammert ja auch, dass der Zug
schon abgefahren ist. Also ganz zufrieden ist man mit dieser
Situation nicht !
Hi,
das Problem kenne ich auch. Bei uns ist das inzwischen unter Kontrolle. Meine älteste hat im Babyalter auch bei uns im Bett geschlafen und es war echt schwer sie dort rauszubekommen. Konsequent muß man aber dann bleiben und die ersten Nächte waren reine *Wandernächte* (Sie immer wieder zurückbringen ins eigene Bett)Zu dem Zeitpunkt war ich mit Zwillinge schwanger und sie nahm mir den Platz weg (sie lag immer quer im Bett) Dann durfte sie mit den beiden in einem Zimmer übernachten und das half. Heut ist sie fast sieben und hat ein eigenes Zimmer, wo sie aber nicht alleine jede Nacht schläft, einer der Twins liegt immer mit im Bett-wenn sie es möchte.
Meine Nichte hat noch mit zehn im Elternbett geschlafen und nur durch Strenge schläft sie inzwischen im eigenen Zimmer.
Es geht immer, man muß nur konsequent sein. Ohne Geschrei geht es warscheinlich nicht aber das ist nur kurze Zeit! Die Kinder werden sich dran gewöhnen!!!
Sally
Hallo,
also das ist wirklich extrem.
Ein Patentrezept gibt es nicht - früher, da war ja angeblich
alles besser, gab es solche Probleme nicht, aber da kannte
man ja auch noch die brutale Gewalt als Erziehungsmethode.
Heute suchen wir armen Eltern nach dem richtigen Weg.
Gewalt in irgendeiner Form - nein, nein und nochmals nein,
wir können es auch anders - reden, spielen, Einfühlungsver-
mögen,Geduld dann klappt es auch - irgendwann.
Die Sache hat nur einen Haken - das oder die lieben Kleinen.
Denn wenn wir Sie schon so erziehen wie wir es für richtig
halten dann müssen wir auch die Folgen tragen, d.h. wir werden
(unbewuss) von vorn bis hinten über den berühmten Tisch
gezogen.
Wir haben das mit unserer Tochter (jetzt 6) zwei Jahre
mitgemacht.
Schlafen allein im Zimmer . Fehlanzeige - nur zwischen
Mamma und Papa.
Danach einschlafen nur wenn Papa am Bettchen sass und selbst
vorher eingeschlafen war,
Danach - einschlafen nur bei voller Zimmerbeleuchtung und
Geräuschkulisse aus dem Wohnzimmer oder der Küche.
Wie gesagt zwei Jahre Stress ohne Ende - jetzt klappts
problemlos.
Damals habe ich mich wirklich nach den alten „bewährten“
Methoden gesehnt, heute bin ich froh dass wir es auch so geschafft haben. Wenn die Zeit der Leiden vorbei ist vergisst
man schnell.
In diesem speziellen Fall ist wahrscheinlich schon der Zug
der Eingreifmöglichkeiten abgefahren, aber vielleicht
hilft ja folgende Möglichkeit:
Etwas später zu Bett bringen - Licht anlassen
und schreien lassen, schreien lassen und schreien lassen
(Wenn die Nachbarn nicht die Polzei holen besteht Aussicht
auf Erfolg)
Aber, ist das nicht auch schon Gewaltanwednung ???
Gruss
Günter