Hallo Laurent,
Menschen die unter Dauerstress stehen, können abends oft nicht abschalten. Der Körper produziert weiter Stresshormone (Katecholamine), wie Adrenalin und Kortisol. Der Blutdruck ist erhöht und der Stoffwechsel beschleunigt. Alles Faktoren welche dem Schlaf hinderlich sind.
Chronisch erhöhte Streßhormone verhindern aber nicht nur den guten Schlaf, sie können auf Dauer arteriosklerotische Prozesse im Gefäßsystem fördern.
Stress bedeutet als körperliche Reaktion die Bereitstellung großer Energien. Diese überschießenden Energien kann man abbauen durch körperliches Training.
Dampfablassen durch sportliche Bewegung!
So lassen sich die angesammelten Streßhormone körpergerecht verarbeiten. Regelmäßiges Laufen, Radfahren, Wandern oder Schwimmen baut den Stress ab.
Personen mit viel mentalem Stress erarbeiten sich ihre Dampfablassmethode, z. B. Fischer und Clinton gehen regelmäßig Joggen, Scharping fährt regelmäßig Rad.
Autogenes Training zu beherrschen ist von Vorteil. Hierbei erlernt man die Technik, schnell und richtig zu entspannen! Das ist tagsüber in und nach Drucksituationen sehr hilfreich und als Einschlafhilfe erfolgreich.
Ein Tee, aus Melisse, Hopfen, Baldrian, etc., hilft in vielen Fällen „die Kurve zur Ruhe zu kriegen“. Er sollte eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen getrunken werden, andere schwören auf das warme, duftende Wannenbad mit schöner Musik…
Viele Menschen können nicht gut einschlafen, nach angespannten Diskussionen spätabends. Da hilft oft ein zehnminütiger Spaziergang an der frischen Luft, direkt vor dem Schlafengehen, wenig oder nicht mehr reden, und man schaltet besser ab.
Jeder muss seine eigenen Entspannungstechniken finden.
Manch einer schaltet nach der Arbeit seine Audioanlage ein, setzt sich in seinen Relaxsessel, legt die Füße hoch und schläft 15 Minuten und ist dann „richtig“ zu Hause. Meine Methode hätte das nie werden können. Ebenso sollte man bewusst nicht die beruflichen Sorgen mit nach Hause nehmen (das braucht Disziplin). Wenn man es nicht schafft, berufsproblemgeladene Gedanken im Privatbereich abzublocken, sorgt man für Ablenkung. Gerade, wer beruflich oder privat stark eingespannt ist, geht zu Veranstaltungen (Konzerte etc), die ihm was bringen, trifft sich mit lieben/netten Menschen.
In meiner Tinnituszeit, bin ich nach Feierabend sogar mit meinem Mann auf Pützchens Markt (das ist DER Jahrmarkt im Rheinland) gegangen. Das war zwar laut, aber Ablenkung total! Und man muss mal mitmachen, - nur Vorsicht ein Glas Bier schadet nicht - aber Alkoholabusus aktiviert auch die Stresshormone!
Trink nach 17:00 h keinen Kaffee, iss spät abends keine schweren Mahlzeiten. Verpass nicht deine persönliche Schlafengehzeit!! Wenn ich mal später, als 2:00 schlafen gehe, ist die „Bettschwere“ vorbei, und ich höre die „Flöhe husten“.
Erarbeite dir einen „Schlachtplan“!
Viel Erfolg wünscht dir
Renate
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